Was kann der Landroid Vision Cloud 4WD, und für wen lohnt er sich?
Der Worx Landroid Vision Cloud 4WD ist für alle gebaut, die einen Garten haben, der anderen Mährobotern das Leben schwer macht.
Hügel, Kanten, unebenes Gelände, enge Durchgänge, Hanglagen. Genau da spielt er seine Stärken aus.
Er ist in vier Varianten erhältlich: vom WR340E für kleinere Flächen (600 m²) bis zum WR344E mit bis zu 4.000 m². Gleiche Technologie, gleicher Allradantrieb, gleicher Randschnitt. Der Unterschied liegt in Akkukapazität und Flächenleistung.
Nicht ideal ist er für kleine, flache Stadtgärten ohne Hindernisse. Dort ist der Allradantrieb einfach überdimensioniert. Da gibt es günstigere Alternativen, die denselben Job erledigen. Dazu am Ende mehr.
Einen ausführlichen Vergleich aller Worx Landroid Vision Modelle ohne Allradantrieb findest Du übrigens in unserem Worx Landroid Vision Vergleich.
Wie navigiert der Worx Vision Cloud 4WD ohne Antenne oder Begrenzungsdraht? Vision Cloud und RTK einfach erklärt
Normales GPS schwankt um mehrere Meter. Für einen Mähroboter viel zu ungenau, der Rasen würde aussehen wie nach einem Sturm.
Worx löst das mit drei Technologien, die zusammenspielen. Keine davon braucht ein Kabel im Boden oder einen Antennenmast im Garten.
Die Stereokamera und das Vision AI Modul
Vorne sitzt eine Stereokamera. Kein billiges Webcam-Auge, sondern ein System, das mit 20 Millionen echten Bildern trainiert wurde.
Alle 0,05 Sekunden macht die Kamera ein Foto und entscheidet: Gras, Kante, Igel, Schuh, Baum, Beete. Das passiert so schnell, dass Du nicht mal blinzeln könntest.
Das Ergebnis: Der Roboter weiß, wo er ist und wo er nicht hingehört. Ohne Draht. Ohne Beacon.
RTK Cloud: Zentimetergenaues GPS ohne eigene Antenne
RTK-Genauigkeit war lange den Robotern vorbehalten, bei denen Du erst einen Antennenmast in die Erde schrauben musstest.
Der Worx macht das anders. Die Korrekturdaten kommen direkt aus der Cloud, über ein Netz öffentlicher GPS-Referenzstationen.
Dieselbe RTK-Technologie wird auf Golfplätzen eingesetzt, um Greenkeeper-Roboter auf den Zentimeter genau zu steuern. Beim Worx bekommst Du das ohne Infrastruktur im Garten.
VSlam: Was passiert, wenn das GPS-Signal unter Bäumen schwächelt?
Unter dichtem Baumbestand, neben Mauern, in Ecken, wo das Signal kurz abbricht. Kein Problem.
Dann springt VSlam ein. Der Roboter erkennt Landmarken im Garten wie ein kleiner Entdecker und weiß trotzdem, wo er ist. Nahtlos, ohne Ruckeln, ohne Fehler.
In unserem Test hat das reibungslos funktioniert. Kein einziges Mal hat er die Orientierung verloren.
Worx Vision Cloud WR344E 4WD Mähroboter Einrichtung: “Unbox and Mow” - Hält dieses Versprechen?
Worx bewirbt die Einrichtung mit dem Slogan "Unbox and Mow". Wir haben es genau so ausprobiert, ohne Anleitung, als echter Stresstest.
Die kurze Antwort: Hat funktioniert.
So läuft die Einrichtung in der Praxis
- Ladestation aufstellen: Kabel zur Steckdose. Kurz mit Erdschrauben verankern.
- App installieren: WLAN einrichten, Gerät per Bluetooth koppeln. Geht in wenigen Minuten.
- Software-Update abwarten: Je nach Verbindung ist das die längste Zeit die du brauchen wirst. Das war in unseren Tests die einzige längere Wartepause.
- Kartierung starten: Auto-Kartierung oder manuell per App möglich.
Die Auto-Kartierung hat Zone 1 bei uns in unter 20 Minuten selbständig erstellt.
Nur einmal haben wir kurz eingegriffen, weil er eine unbewachsene Fläche unterm Baum hinzufügen wollte.
Kurz abgebrochen, Automodus wieder aktiviert, fertig.
Zone 2 haben wir manuell kartiert, also den Roboter per App entlang der Grenzen gesteuert. Das hat ebenfalls gut funktioniert und dauerte 10 bis 15 Minuten.
Mähqualität im Alltag: Bahnen, Schnitthöhe und wie der Rasen danach aussieht
Das ist am Ende die Frage, die zählt.
Die Antwort: Der Rasen sieht nach jedem Einsatz gut aus. Gleichmäßig, gepflegt, keine Lücken.
Der Landroid fährt in strukturierten Zickzackbahnen, kein Zufallsprinzip.
Die Bahnen wechseln bei jedem Durchgang die Richtung, das beugt Spurbildung vor und pflegt den Rasen langfristig.
Die Schnitthöhe lässt sich per App zwischen 2 und 7 cm einstellen und Zonenweise unterschiedlich, wenn gewünscht.
Tipp: Nach dem Winter erstmal auf 7 cm starten und in mehreren Wochen schrittweise absenken.
Sonst liegen lange Halme auf dem Rasen und er kann nicht richtig atmen.
Die feinen Schnittreste (Mulchen) bleiben auf der Fläche liegen und mulchen den Rasen. Das klingt nach Kleinigkeit, ist aber echter Mehrwert: natürlicher Stickstoffdünger, ganz ohne Aufwand.
Mit 59 dB(A) bleibt er dabei angenehm leise. Der Brunnen in unserem Testgarten war deutlich lauter.
Worx Landroid Vision Cloud 4WD mit Cut-to-Zero im Test: Was das Randschnittmodul wirklich kann
Randschnitt war jahrelang das nervigste Thema bei Mährobotern.
Wer höhere Rasenkanten, Randsteine oder eine Mauer hat, stand immer vor demselben Problem: Der Roboter mäht sauber, aber die letzten 10–15 cm am Rand bleiben stehen. Kantenschneider rausholen und wieder selbst ran…
Der Worx will das mit dem Cut-to-Zero Modul lösen.
Ein seitliches Schneidmodul, das gezielt den Rand abarbeitet.
Höhenverstellbar in drei Stufen. Das Gitter darunter sorgt dafür, dass nur Grashalme reingeraten und kein Fuß, keine Hand und sonst auch nichts grobes.
Was wir im Test gesehen haben
Der Roboter hat die Ränder bei uns gut abgefahren und die Linie schön straight gehalten.
Einschränkung, die wir ehrlich ansprechen: An einigen Stellen hat das Vorderrad das Gras vor dem Modul etwas niedergedrückt. Dann wurde weniger geschnitten als erhofft.
Das lässt sich über die Kartierung eventuell nachjustieren, aber es braucht einen Durchgang mehr, bis der Rand perfekt sitzt.
Wenn Dein Rand auf gleicher Höhe wie der Rasen ist, braucht der Worx das Modul gar nicht.
Dann mäht er einfach mit einem Rad auf dem Asphalt. Das Cut-to-Zero Modul zahlt sich erst bei höheren Kanten, Randsteinen oder Mauern wirklich aus.
Hinderniserkennung: Kaktus, Gartenzwerg, Igel und der Fuß im Weg
Ein Garten im Alltag ist selten leer. Irgendwo liegt was, irgendwann kommt die Katze, irgendwas wurde vergessen.
Der Landroid muss damit umgehen können. Und er kann es.
Wir haben ihn mit allem konfrontiert: Kaktus, Gartenzwerg, Schuh, Fuß, Igel. Das Ergebnis war durchgehend überzeugend.
Was wir im Test ausprobiert haben
Wir haben dem Worx alles hingestellt, was wir im Lager hatten.
Kaktus. Gartenzwerg Helmut. Ein Schuh. Einen Fuß. Und unseren Plüschigel, der in anderen Tests schon das ein oder andere Mal nicht so glimpflich davongekommen ist.
Kein Rempeln, kein Kontakt, kein Drama.
Beim Plüschigel war das besonders schön zu sehen. Der Roboter hat ihn früh erkannt, ist deutlich vor ihm zum Stehen gekommen und hat dann in einem ruhigen Bogen umgelenkt.
Unser Gartenzwerg und Dauertestkandidat, hat in anderen Tests schon ordentlich was abbekommen. Hier: gar nichts. Der Worx ist einfach vorbeigefahren und hat auch den Gartenzwerk in sicherem Abstand verschont.
Die Hinderniserkennung läuft über das Vision AI System. Alle 0,05 Sekunden ein Foto, sofortige Auswertung.
Das ist kein langsames Scan-System. Das passiert in Echtzeit, mit einem Chip, der 10 Billionen Operationen pro Sekunde verarbeitet.
Unser Fazit: Hinderniserkennung des Worx Landroid Vision Cloud 4WD
Eine der besten Hinderniserkennungen, die wir bisher im Test hatten.
Was uns überzeugt hat: Der Roboter reagiert nicht panisch, er reagiert klug.
Er bremst früh, entscheidet einmal und fährt dann konsequent seinen Weg, oder kehrt sogar um.
Das macht sich im Alltag bemerkbar, weil er auch bei unerwarteten Hindernissen nicht stecken bleibt oder immer wieder vor demselben Objekt stehen bleibt.
Einzige Einschränkung, die für alle aktuellen Mähroboter gilt: Sehr flache, dunkle Objekte direkt auf dunklem Boden können dem System entgehen.
Allradantrieb im Geländetest: Wie steil darf es sein?
Laut Worx schafft der Landroid Vision Cloud 4WD Steigungen bis 40 Grad. Das sind rund 84 % Neigung. Klingt viel… Ist auch viel.
Wir haben es ausgetestet.
Natürliche Hänge: Kein Problem
Auf unseren natürlichen Hängen im Testgarten, alles zwischen 15 und 20 Grad, hat er sich bewegt wie eine Bergziege.
Hoch, runter, quer über den Hang. Kein Schlupfen, kein Steckenbleiben.
Das Gelenk in der Mitte sorgt dafür, dass das Mähdeck auch bei Unebenheiten eben bleibt und der Rasen gleichmäßig geschnitten wird.
Die Rampe: Auch bis 40 Grad locker, danach braucht er Grip
Auf unserer Testrampe mit Kunstrasen haben wir stufenweise erhöht.
27 Grad, 31 Grad und sogar 40: Auch das hat er gemeistert.
Ab da wird es ehrlich: Auf Kunstrasen, wo er keinen echten Bodenkontakt hat, tut er sich schwerer.
Auf Naturrasen mit echtem Grip läuft er deutlich besser als auf glattem Untergrund.
Fazit zum Worx Landroid Vision Cloud 4WD Mähroboter im Steigungstest
Fazit zur Steigung: Der beste Kletterchampion, den wir bisher im Test hatten.
Auf echtem Rasen bis 40 Grad problemlos. Besonders auf echter Erde und Rasen hat der Allradantrieb und die Räder mit Grip keine Probleme.
Akku und PowerShare: Das Wichtigste zur Laufzeit
Der Akku ist das eine, über das man ehrlich reden muss.
Er ist austauschbar, das ist der erste Punkt. Wenn der Akku nach ein paar Jahren nachlässt, tauschst Du ihn aus. Nicht das ganze Gerät einschicken, nicht entsorgen.
Und er ist kompatibel mit über 200 Worx-Geräten: Bohrmaschine, Trimmer, Kettensäge uvm.
Im Winter hat der Akku im Landroid nichts zu tun. Also wandert er zu den Werkzeugen.
Wie lange hält er? Was wir im Test gemessen haben
Gesamtergebnis: 400 m² in rund 2 Stunden inklusive Randschnitt und einem Ladestopp. Das ist eine gute Zeit.
Klingt wenig. Ist in der Praxis kein Problem, weil er schnell wieder auflädt und danach genau dort weitermacht, wo er aufgehört hat.
Der lässt sich einfach tauschen, während der erste lädt. Dann ist die Ladezeit quasi kein Thema mehr.
App im Test: Was gut funktioniert und was noch besser werden könnte
Die App ist übersichtlich. Nicht überladen, klar strukturiert.
Du siehst:
- Deine Rasenfläche,
- den Mähfortschritt,
- den Akkustand,
- Du kannst starten, stoppen, nach Hause schicken,
- den Randschnitt aktivieren und
- den Partymodus einschalten, der den Roboter trotz Zeitplan in der Station hält.
Was uns gut gefällt: Schnitthöhe per App, Fahrtrichtung einstellbar, zonenweise unterschiedliche Einstellungen möglich.
Was noch Luft nach oben hat: Die Verbindung zum Roboter hat im Test gelegentlich gehangen.
Im normalen Alltagsbetrieb, wo Du den Roboter morgens startest und abends schaust was er gemacht hat, fällt das kaum auf.
Beim intensiven Testen mit häufigen Wechseln war es ab und zu mühsam.
WR341E, WR342E, WR343E oder WR344E: Welches Modell passt zu meinem Garten?
Alle vier Modelle laufen mit derselben Technologie.
Allradantrieb, RTK Cloud Navigation, Cut-to-Zero Modul, PowerShare-Akku.
Das ist bei allen vier gleich. Der Unterschied liegt in der empfohlenen Mähfläche und der Akkukapazität.
Vergleichstabelle Worx Landroid Visoon Cloud WR340E, WR341E, WR342E, WR344E im Test
| Eigenschaft | WR340E | WR341E | WR342E | WR344E |
|
Modellnummer |
WR340E |
WR341E |
WR342E |
WR344E |
|
Empf. Rasenfläche |
600 m² |
1.000 m² |
2.000 m² |
4.000 m² |
|
Preis (UVP) |
~1.799 €* |
1.999 € |
2.499 € |
2.999 € |
|
Antrieb |
4WD |
4WD |
4WD |
4WD |
|
Navigation |
RTK Cloud + Vision AI + VSlam |
RTK Cloud + Vision AI + VSlam |
RTK Cloud + Vision AI + VSlam |
RTK Cloud + Vision AI + VSlam |
|
Max. Steigung |
84 % / ~40° |
84 % / ~40° |
84 % / ~40° |
84 % / ~40° |
|
Cut-to-Zero Modul |
Ja* |
Ja* |
Ja* |
Ja* |
|
Schnitthöhe (App) |
20–70 mm |
20–70 mm |
20–70 mm |
20–70 mm |
|
Mähbreite |
22 cm |
22 cm |
22 cm |
22 cm |
|
Mähmuster (App) |
Parallel, Schachbrett, Diamant, Natur |
Parallel, Schachbrett, Diamant, Natur |
Parallel, Schachbrett, Diamant, Natur |
Parallel, Schachbrett, Diamant, Natur |
|
Akku (PowerShare) |
20 V Max Pro |
20 V Max Pro |
20 V Max Pro |
20 V Max Pro |
|
Gerätegewicht |
~16 kg |
~16 kg |
~20 kg |
23,5 kg |
|
Maße (LxBxH cm) |
~60×50×36 |
~60×50×36 |
~63×50×38 |
65,6×49,7×39,2 |
|
Regensensor |
Ja |
Ja |
Ja |
Ja |
|
Konnektivität |
WLAN/BT |
WLAN/BT |
WLAN/BT |
WLAN/BT + 4G |
|
Abo / Cloud-Kosten |
Keine |
Keine |
Keine |
Keine |
*Das Cut-to-Zero Kantenmodul muss separat zu einem geringen Aufpreis erworben werden.
Welches Modell für welchen Garten?
- WR340E (600 m²): Für Gärten bis 600 m². Der günstige Einstieg ins 4WD-System.
- WR341E (1.000 m²): Unser Empfehlung für die meisten Hausbesitzer mit Geländegarten. Genug Kapazität, faire Größe.
- WR342E (2.000 m²): Für größere Grundstücke mit mehreren Zonen. Weniger Ladepausen.
- WR344E (4.000 m²): Der getestete Bolide. Für echte Großflächen, Landsitze, viele Mähzonen.
Unser Fazit: Für wen lohnt sich der Worx Landroid Vision Cloud 4WD?
Der Worx Landroid Vision Cloud 4WD ist kein Mähroboter für den Durchschnittsgarten.
Er ist für alle gebaut, die einen Garten haben, bei dem andere Roboter kapitulieren.
Hänge, Unebenheiten, höhere Rasenkanten, enge Durchgänge. Genau dort spielt er seine Stärken aus.
Was uns am meisten überzeugt hat: Die Kombination aus Allradantrieb, RTK Cloud-Navigation und dem Cut-to-Zero Modul ist wirklich einzigartig.
Kein anderer Mähroboter, den wir bisher getestet haben, hat diese drei Dinge zusammen.
Was wir ehrlich ansprechen: Der Akku ist vergleichsweise klein, die App-Verbindung gelegentlich träge und das Randschnittmodul lässt sich nur manuell in der Höhe verstellen.
Kein Showstopper, aber man sollte es kennen. Insgesamt können wir die Worx Landroid Vision Cloud Serie absolut empfehlen, komplizierte Gärten mit Hindernissen kann das Modell problemlos meistern.
Inhalt
Worx Landroid Vision Cloud 4WD im Test: Allrad, Randschnitt und null Kabel im Garten
Was kann der Landroid Vision Cloud 4WD, und für wen lohnt er sich?
Worx Vision Cloud WR344E 4WD Mähroboter Einrichtung: “Unbox and Mow” - Hält dieses Versprechen?
Mähqualität im Alltag: Bahnen, Schnitthöhe und wie der Rasen danach aussieht
Worx Landroid Vision Cloud 4WD mit Cut-to-Zero im Test: Was das Randschnittmodul wirklich kann
Hinderniserkennung: Kaktus, Gartenzwerg, Igel und der Fuß im Weg
Allradantrieb im Geländetest: Wie steil darf es sein?
Akku und PowerShare: Das Wichtigste zur Laufzeit
App im Test: Was gut funktioniert und was noch besser werden könnte
WR341E, WR342E, WR343E oder WR344E: Welches Modell passt zu meinem Garten?
Unser Fazit: Für wen lohnt sich der Worx Landroid Vision Cloud 4WD?
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Worx Landroid Vision Cloud 4WD im Test

