Was kann der TerraMow V1000 und für wen lohnt er sich?
Der TerraMow V1000 ist ein kabellos navigierender Mähroboter für Rasenflächen bis 1.200 m2. Er braucht weder Begrenzungskabel noch RTK-Antenne noch Beacons.
Er ist gemacht für alle, die sich beim Thema Mähroboter nie mit Setup beschäftigen wollten. Einfach hinstellen, App verbinden und loslassen.
Besonders stark ist er für Gärten mit klar erkennbaren Grenzen.
Zaun, Maür, Hecke, Stein. Wo der Garten klar aufhört, kartiert er sich selbst. Wer dagegen einen offenen Garten hat, der irgendwo in die Wiese übergeht, wird Probleme mit der Kartierung haben.
Nicht ideal ist er für stark hügeliges Terrain mit Qürhängen über 32 % und für sehr verwinkelte Flächen mit engen Durchfahrten.
TerraVision 2.0: Der Roboter, der selbst denkt
Das Herzstück des V1000 ist die TerraVision 2.0. Ein Triple-Kamera-System mit KI-Navigation.
Drei Kameras scannen gleichzeitig die Umgebung.
Die KI wertet die Bilder in Echtzeit aus, erstellt eine Karte und plant die Route. Kein LiDAR, keine externen Hilfsmittel. Alles passiert im Gerät.
Was das in der Praxis bedeutet: Du stellst die Station hin, verbindest die App und drückst auf Kartieren.
Er fährt los: Langsam, systematisch, selbstständig.
Im Test hat das richtig gut funktioniert. Er hat die Rasenfläche komplett abgefahren, die Grenzen erkannt und eine detaillierte Karte erstellt. Ohne eine einzige manülle Eingabe.
Unser Smart-Home-Experte Joe bringt es auf den Punkt:

Joe
Smart Home Experte & Produkttester
Kamerabasierte Navigation ohne externe Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Für Standard Gärten mit klaren Begrenzungen liefert sie heute präzise Ergebnisse und ist in der Einrichtung kaum noch von RTK-Systemen zu unterscheiden.
Tipp: Einen Überblick über alle Mähroboter mit Kamera-Navigation findest Du in unserem Mähroboter mit Kamera im Test und Vergleich.
TerraMow V1000 Einrichtung: Wirklich in Minuten startklar?
Setup bei Mährobotern war jahrelang ein echter Albtraum. Kabel vergraben, Antenne setzen, Fehler, nochmal von vorne.
Beim TerraMow V1000 entfällt das komplett. So läuft die Einrichtung:
- Ladestation aufstellen: einfach auf den Rasenrand stellen, mit Erdschrauben festmachen, Strom anschliessen
- App verbinden: WLAN oder 4G, Verbindung läuft schnell
- Kartierung starten: ein Knopf, er fährt automatisch los
- Mähplan einrichten: Zeiten, Zonen und Schnitthöhen per App
Wir haben die Einrichtung bewusst ohne Anleitung gestartet. Als echter Stresstest.
Das Ergebnis: Hat funktioniert. Die App ist intuitiv, die Verbindung stabil. Die automatische Kartierung braucht etwas Zeit, läuft aber zuverlässig.
Der Haken: Was ist, wenn der Garten keine klaren Grenzen hat?
Hier liegt die einzige wirkliche Schwäche im Setup. Der V1000 ist auf automatische Kartierung ausgelegt. Manülles Kartieren wie bei anderen Mährobotern ist kaum möglich.
Du kannst nicht einfach per Fernsteuerung die Grenze abfahren… Bzw. geht das aber über einen kleinen Hack, weil er wirklich auf dieses automatische Kartieren ausgelegt ist.
Du kannst Zonen nachträglich bearbeiten, aber den ersten Scan will er partout selbst machen. Wer einen offenen Garten ohne klare Begrenzung hat, stößt hier zunächst an Grenzen.
Mähqualität im TerraMow V1000 Test: Wie sieht der Rasen danach aus?
Das Wichtigste zürst: Das Schnittbild ist gut. Sauber strukturierte Bahnen, gleichmäßige Fläche.
Der V1000 fährt nicht zufällig, sondern in geordneten Mustern. Das sorgt dafür, dass jeder Bereich gleichmäßig gemäht wird.
Schnitthöhe, Breite und Geschwindigkeit
Die wichtigsten Mähwerte im Überblick:
- Schnittbreite: 20,3 cm
- Schnitthöhe: 25 bis 75 mm, stufenlos per App einstellbar
- Lautstärke: unter 54 dB, deutlich leiser als viele andere Hersteller, bei uns im Test ca. 55 - 59 dB
- Fläche pro Stunde: 80 bis 120 m²
- Akku-Laufzeit: 150 Minuten, danach automatisch zur Station
Im Test haben wir auch die Messergeschwindigkeit per App variiert.
Bei höherem Gras macht das einen echten Unterschied. Der Roboter schneidet dann sauberer durch dichteres Material.
Einen Negativpunkt gibt es: Er fährt langsam.
Auch im Schnell-Modus bleibt er gemäßigt. Wer eine große Fläche in kurzer Zeit gemäht haben will, braucht mehrere Ladevorgänge. Pro Ladung schafft er 160 bis 300 m².
Unser Fazit zur Mähqualität
Das Schnittbild überzeugt. Keine unregelmäßigen Stellen, keine ausgelassenen Bereiche.
Wer einen gleichmäßig gepflegten Rasen will und Geduld mitbringt: Der V1000 liefert.
Randschnitt im Test: Können zusätzliche App-Einstellungen hier wirklich was verbessern?
Eins steht leider Fest, Terramow liefert hier kein physisches Randschnittmodul. Das ist die direkte Antwort.
Was der TerraMow V1000 stattdessen bietet: Du kannst in der App die Schnittdistanz zum Rand einstellen. Wie nah er an Kanten heranfährt, bestimmst Du selbst.
Im Test hat er an hohen Randsteinen zwischen 15 und 20 cm ungemäht gelassen. Das ist Durchschnitt für diese Kategorie.
Interessant: An niedrigen und befahrbaren Kanten und zum Beet hin war er deutlich mutiger.
Die TerraVision-Kamera hat teilweise eigenständig entschieden, bis an die Grenze zu fahren. Das kann von Vorteil sein, wenn Du nahe ran willst. Aber wenn dort ein Blumenbeet beginnt: unbedingt eine Sperrzone einrichten.
Unser Fazit zum Randschnitt
Wer saubere Kanten will, braucht gelegentlich nach. Etwa 15 cm Reststreifen bleiben regelmäßig stehen.
Die App-Einstellung für den Randabstand ist ein cleverer Ansatz, ersetzt aber kein physisches Randschnittmodul.
Hinderniserkennung: Zwischen Genie und Schredder
Das war der spannendste Teil unseres Tests. Und ehrlich gesagt auch der unterhaltsamste.
Wir haben dem TerraMow V1000 einen klassischen Hindernisparcours aufgebaut:
- Einen Ball,
- Kaktus,
- abgesägte Füße,
- unseren Gartenzwerg Helmut,
- einen anrasierten Igel und
- einen Stock mit gerade mal 4 cm Höhe.
Das Ergebnis war zweigeteilt.
Das Ergebnis war zweigeteilt.
Standardmodus: Zu wenig empfindlich
Im Standardmodus hat er uns enttäuscht. Der Gartenzwerg Helmut hat es nicht überlebt.
Der V1000 ist geradezu in ihn hineingefahren. Der Gummibumper hat zumindest das Gehäuse geschützt. Helmut hatte weniger Glück. Zweigeteilt und ein Arm weniger.
Auch beim Igel hat er sich nicht mit Ruhm bekleckert. Im Standardmodus gilt: kleine und niedrige Hindernisse erkennt er zu spät oder gar nicht.
Empfindlichkeitsmodus: Eine andere Welt
Dann haben wir die Hinderniserkennung in der App auf "empfindlich" gestellt. Und plötzlich war alles anders.
Der Igel: gerettet. kleiner Gartenzwerg Helmut samt überlebendem Arm: gerettet.
Und dann kam unser härtester Test.
Ein einfacher Stock. Auf dem Rasen. 4 cm hoch, flach, dunkel.
Der TerraMow V1000 hat gebremst, ist ausgewichen, hat sich lieber festgefahren und herausgekämpft als drüberzufahren.
Das hat uns ehrlich beeindruckt. Dieser Stock hat sogar am Hang Probleme gemacht. Trotzdem hat er ihn erkannt.
Unser Fazit zur Hinderniserkennung
Standardmodus: zu wenig sensitiv für den echten Garten. Nicht empfohlen.
Empfindlichkeitsmodus: richtig gut. Erkennt selbst flache, kleine Objekte. Diese Einstellung immer aktivieren.
TerraMow V1000 am Hang: Was er schafft und wo er kämpft
Laut Hersteller schafft er Steigungen von bis zu 18° / 32,5 %. Im Test haben wir ihn auf Hängen getestet, die teils deutlich steiler waren.
Das Ergebnis ist differenziert.
Bergauf und bergab: Besser als erwartet
Geradeaus den Hang rauf und runter: Das macht er richtig gut. Er kämpft sich Schritt für Schritt nach oben, hält die Spur und verliert die Orientierung nicht.
Im Test hat er die Herstellerangabe sogar leicht übertroffen. An Hängen, die etwas steiler als 32 % waren, ist er geradeaus noch sicher gefahren.
Quer am Hang: Hier rutscht er
Anders sieht es aus, wenn er quer über einen Hang fährt. Da rutscht er. Je steiler der Hang, desto deutlicher.
Das lässt sich teilweise umgehen: Du kannst in der App das Mähmuster so einstellen, dass er immer nur hoch und runter fährt statt quer.
Das verhindert Rutschen, hinterlässt aber unter Umständen ein streifigeres Schnittbild.
Unser Fazit zum Thema Hang
Für normale Hausgärten mit leichten bis mittleren Böschungen: kein Problem.
Für steile Querhänge oder richtiges Geländeterrain: Der V1000 ist kein Geländekiller. Wer viele Hänge über 32 % hat, sollte sich nach einem AWD-Modell umsehen.
DropMow (Spot Mode): Der clevere Trick für abgetrennte Rasenflächen
Viele Gärten haben zwei oder drei Rasenflecken, die nicht miteinander verbunden sind. Beispielsweise wenn kein Trennweg dazwischen liegt oder eventuell sogar ein paar Stufen die Zonen trennen, oder ein Zaun zum Vorgarten.
Beim TerraMow V1000 gibt es dafür eine elegante Lösung: den DropMow, auch Spot Mode genannt.
Das Prinzip ist denkbar einfach:
- Roboter einfach hintragen zu der Fläche, die gemäht werden soll
- App öffnen, DropMow starten
- Er mäht eigenständig genau dort, ohne vorherige Kartierung
- Wenn er fertig ist oder der Akku leer ist: er bleibt einfach stehen
- Roboter wieder zurücktragen und in die Station stellen
Das ist nicht revolutionär, aber richtig praktisch. Gerade weil der V1000 einen Tragegriff hat und mit 11,8 kg gut zu handhaben ist.
TerraMow V1000 vs. V600: Welches Modell passt zu Dir?
TerraMow bietet aktuell zwei Modelle an: den V1000 und den V600. Beide nutzen dieselbe TerraVision 2.0 Navigation. Was sie unterscheidet:
Terramov V1000 vs V600 im Vergleich
| Spezifikation | TerraMow V1000 | TerraMow V600 |
| Empf. Mähfläche | bis 1.200 m² | bis 600 m² |
| Navigation | TerraVision 2.0 Triple-Kamera | TerraVision 2.0 Triple-Kamera |
| Netzwerk | Wi-Fi + 4G | Wi-Fi + 4G |
| Schnittbreite | 20,3 cm | 20,3 cm |
| Schnitthöhe | 25–75 mm | 25–75 mm |
| Akku | 4,5 Ah / 98,55 Wh | 3,8 Ah / 84,36 Wh |
| Laufzeit | 150 min | 150 min |
| Ladezeit | 120 min | 100 min |
| Fläche/Ladung | 160–300 m² | 130–250 m² |
| Steigung max. | 18° / 32,5 % | 18° / 32,5 % |
| Lautstärke | < 54 dB | < 54 dB |
| Wasserschutz | IPX6 |
IPX6 |
| Gewicht | 11,8 kg | 11,8 kg |
| Preis (UVP) | 1.299 € | 999 € |
Die Entscheidung ist einfach: Wer eine geordnete, abgegrenzte Fläche über 600 m² hat, braucht den V1000. Darunter ist der V600 die günstigere Wahl mit sonst identischer Technik.
Einen wesentlichen Unterschied gibt es beim Akku: Der V1000 schafft bis zu 300 m² pro Ladung, der V600 kommt auf bis zu 250 m². Wer eine große Fläche in einem Rutsch mähen will, profitiert vom größeren Akku.
Fazit Terramow V1000 im Test: Für wen lohnt sich der vollautomatische Mähroboter?
Der TerraMow V1000 hält sein wichtigstes Versprechen: Er kartiert Deinen Garten selbst. Kein Kabel, kein Mast, kein Aufwand. Einfach hinstellen und loslassen.
Was uns im Test besonders beeindruckt hat:
- Kartierung vollautomatisch und präzise. Er findet selbst heraus, wo der Garten aufhört.
- Hinderniserkennung im empfindlich-Modus richtig stark. Sogar einen 4 cm flachen Stock hat er erkannt und ist ausgewichen.
- Mähqualität überzeugt. Saubere Bahnen, gleichmäßiges Schnittbild, auch bei etwas höherem Gras.
- Garage liegt direkt im Lieferumfang. Kein separater Kauf nötig.
- DropMow ist ein echter Alltagsvorteil. Abgetrennte Rasenflächen lassen sich unkompliziert mitpflegen.
Wo er ehrlich gesagt seine Grenzen hat:
- Manuelles Kartieren ist kaum möglich. Wer die volle Kontrolle über die Grenzziehung will, wird frustriert sein.
- Kein physisches Randschnittmodul. Etwa 15 cm Reststreifen an hohen Kanten bleiben regelmäßig stehen.
- An steilen Querhängen rutscht er. Gelände über 32 % ist kein Einsatzgebiet für ihn.
Für 1.299 Euro bekommt man hier ein Paket, das es in dieser Kombination selten gibt: vollautomatische Selbstkartierung, 3D-Hinderniserkennung, Garage inklusive und DropMow für abgetrennte Flächen.
Wer einen klar begrenzten Garten bis 1.200 m² hat und sich nie mit Installation beschäftigen wollte: Das ist genau das richtige Gerät.
Inhalt
TerraMow V1000 im Test: Der Roboter, der Deinen Garten selbst erkundet
Was kann der TerraMow V1000 und für wen lohnt er sich?
TerraVision 2.0: Der Roboter, der selbst denkt
TerraMow V1000 Einrichtung: Wirklich in Minuten startklar?
Mähqualität im TerraMow V1000 Test: Wie sieht der Rasen danach aus?
Randschnitt im Test: Können zusätzliche App-Einstellungen hier wirklich was verbessern?
Hinderniserkennung: Zwischen Genie und Schredder
TerraMow V1000 am Hang: Was er schafft und wo er kämpft
DropMow (Spot Mode): Der clevere Trick für abgetrennte Rasenflächen
TerraMow V1000 vs. V600: Welches Modell passt zu Dir?
Fazit Terramow V1000 im Test: Für wen lohnt sich der vollautomatische Mähroboter?

