Was kann der Roborock RockNeo Q1 und für wen lohnt er sich?
Der RockNeo Q1 ist Roborocks erster Mähroboter für den deutschen Markt. Und das merkt man sofort.
Stereo-Vision-Kameras vorne, RTK-Navigation oben. Das ist Roborock-DNA aus dem Saugroboter-Bereich. Jetzt im Garten.
Er mäht Flächen bis 500 m² (oder 1.000 m² in der größeren Variante).
Kein Begrenzungskabel im Boden. Keine Bake im Garten. Nur eine RTK-Antenne, die Du einmal aufstellst.
Er passt gut zu Dir, wenn Du einen kleinen bis mittelgroßen Garten hast, der einigermaßen übersichtlich ist.
Weniger gut geeignet ist er für Gärten mit vielen Engstellen unter 80 cm oder Standorten, an denen die RTK-Antenne keine freie Sicht in alle Himmelsrichtungen bekommt.
Tipp: Wenn Du mehrere kabellose Mähroboter vergleichen möchtest, schau Dir unseren Mähroboter ohne Begrenzungskabel im Test und Vergleich an.
Roborock RockNeo Q1 Mähqualität im Test: Was bleibt auf dem Rasen?
Das ist die Frage, auf die es ankommt. Nicht die Navigation, nicht die App. Wie sieht der Rasen danach aus?
Die kurze Antwort: gut. Gleichmäßig, sauber, ohne sichtbare Lücken auf der Fläche.
Schnittbild und Gleichmäßigkeit
Der Q1 arbeitet mit drei Klingen. Solide Einsteigerklasse. Das Schnittbild auf normalen Rasenflächen ist überzeugend.
Er mäht in strukturierten Bahnen. Kein chaotisches Zufallsmuster. Das sieht man dem Ergebnis an.
Wir haben ihn auch auf 6 cm Schnitthöhe gestartet und dann auf 3 cm gestellt. Schonungslos, wie Alex im Test sagt. Das Ergebnis war tadellos.
Schnitthöhe: Was die App nicht kann
Hier gibt es eine klare Einschränkung. Die Schnitthöhe stellst Du manuell am Gerät ein. 20 bis 60 mm, in Stufen.
Per App geht das nicht. Das ist ein Unterschied zu teureren Modellen.
Für die meisten Gärten ist das kein Problem. Du stellst einmal ein, der Q1 mäht immer auf dieser Höhe.
Wer aber zwei Zonen unterschiedlich hoch mähen möchte, muss jedes Mal manuell drehen.
Randschnitt ohne Modul: Was ist drin, was nicht?
Das ist das Kapitel, das darüber entscheidet, ob Du nach dem Mähen noch zum Trimmer greifst.
Die direkte Antwort: Das kommt auf Deinen Rand an.
Wenn Dein Weg oder Randstein auf derselben Höhe liegt wie der Rasen, funktioniert es gut.
Wir haben halb-halb kartiert. Der Q1 fährt dann mit einer Hälfte auf dem Rasen, einer auf dem Weg. Das Ergebnis ist sauber.
Ist der Rand dagegen höher als der Rasen, bleibt ein Streifen von ca. 15–20 cm stehen. Auch wenn Du bei der Kartierung möglichst nah heranfährst.
Das optionale PreciEdge-Modul
Roborock hat eine Antwort darauf: das PreciEdge-Schneidmodul. Separat erhältlich.
Es kommt laut Hersteller bis auf ca. 5 - 10 cm an den Rand heran. Für Zäune, Mauern und erhöhte Randsteine.
An offenen Rasenkanten nutzt der Q1 ein Ride-on-Verfahren für bündige Ergebnisse.
Wir haben im Test mit dem Gerät ohne Modul gearbeitet. Wer erhöhte Randsteine hat und keinen Trimmer rausholen möchte, sollte das Modul beim Kauf einplanen.
Allerdings haben wir bereits beim Roborock RockMow S1 im Test, welcher das Randschneidemodul inbegriffen hat, gesehen, dass auch dort ein Restaurant von über 10 cm stehen bleibt.
Tipp: Einen Überblick über Mähroboter, die besonders gut für kleine Gartenflächen geeignet sind, findest Du in unserem Mähroboter für kleine Flächen Ratgeber.
Sentisphere: Wenn der Rasenmäher weiß, wo er ist
Normales GPS schwankt um mehrere Meter. Für einen Mähroboter viel zu ungenau. Der Rasen würde chaotisch aussehen.
Roborock löst das mit zwei Systemen gleichzeitig. Roborock nennt das Sentisphere Environmental Perception. Klingt nach einem Parfüm. Ist aber das Navigationssystem, das den Q1 auf Kurs hält.
Roborock RockNeo Q1 Navigation: Full-Band-RTK und VSLAM im Zusammenspiel
RTK liefert zentimetergenaue Positionsdaten per Satellit. VSLAM erkennt gleichzeitig, was die Stereo-Kamera sieht.
Wenn das Satellitensignal unter dichtem Baumbestand schwächer wird, übernimmt die Kamera die Orientierung.
Die beiden Systeme ergänzen sich. Der Q1 verliert die Orientierung nicht, weil er nie nur auf eine Quelle angewiesen ist.
Auch unser Smart-Home-Experte ist Fan von guter RTK-Technologie:

Ilia
Smart Home Experte, Produkttester & Fachberater Smart Home (TÜV)
RTK-Navigation war lange ein Premium-Feature. Dass sie jetzt in dieser Preisklasse ankommt, verändert den Markt. Entscheidend ist aber, wie gut das System im Alltag wirklich funktioniert.
Im Test: kein einziger Orientierungsverlust auf unserer Testfläche. Auch unter Bäumen und in engen Kurven nicht.
Die RTK-Antenne: Einmal aufstellen, dann vergessen
Die RTK-Station kommt im Lieferumfang. Du steckst sie auf den mitgelieferten Stab, schraubst das Kabel wasserdicht fest und verankert alles im Boden.
Wichtig: Die Antenne braucht freie Sicht in alle vier Himmelsrichtungen. Kein Dachvorsprung, kein dichte Hecke direkt daneben.
Wer die Antenne problemlos platzieren kann, bekommt ein sehr stabiles System.
Wer sie an einem Dachgiebel oder eng verbauten Stelle befestigen müsste, sollte das vorher prüfen.
Unser Fazit zur Navigation
Sentisphere funktioniert. Das haben wir im Test klar bestätigt.
RTK plus VSLAM ist eine solide Kombination für diese Preisklasse. Die Antenne ist das einzige, was vorab geplant werden muss.
Die RTK-Technologie ist nicht sonderlich schick und Du hast eine Antenne und ein zusätzliches Kabel im Garten, was mit der Station verbunden werden muss.
Hinderniserkennung im Roborock RockNeo Q1 Test: Erkennt auch Igel, Fuß, Gartenzwerg, Kaktus & Schlauch?
Roborock hat Jahre Erfahrung mit Saugrobotern und Sensortechnik. Der Q1 ist der erste Mähroboter. Und man merkt, wo diese Erfahrung ankommt.
Zwei Stereo-Vision-Kameras vorne scannen in Echtzeit. Sie erkennen Objekte und passen den Fahrweg sofort an. Keine Stopps, keine Haken, einfach ausweichen oder umdrehen und weitermähen.
Was er sicher erkennt
Wir haben den Q1 mit unseren Standardtests konfrontiert:
- Fußtest: Erkannt. Mit seriösem Sicherheitsabstand angehalten und umgekehrt.
- Kaktus: Ein recht Dünner Kaktus, aber über 10 Zentimeter hoch, wird ebenfalls sicher erkannt
- Igeltest: Erkannt. Auch unter 10 cm Höhe. Umgedreht. Igel wohlbehalten.
- Gartenzwerg: Erkannt. Souverän umfahren.
- Menschen und Tiere: Automatisches Ausweichen. Kein einziger Kontakt.
Wir hatten eigentlich immer das Gefühl, der RockNeo Q1 erkennt die Objekte rechtzeitig, wenn sie auf seinem Weg stehen, umfährt sie großzügig oder macht sogar kehrt.
Wir waren durchweg überzeugt von Roborocks Hinderniserkennung.
Was er nicht erkennt
Ehrlichkeit gehört dazu. Es gibt eine klare Grenze.
Objekte unter 4 cm Höhe werden überfahren. Das gibt Roborock selbst an. Unser Test hat das bestätigt.
Der dicke Stock im Test: überfahren. Ein Gartenschlauch auf dem Rasen: überfahren.
Empfehlung: Schläuche, Kabel und flache Gegenstände vor dem Mähgang vom Rasen räumen. Das gilt für sehr viele Mähroboter dieser Klasse.
Tipp: Einen Überblick über Mähroboter mit Kamera-Hinderniserkennung im Vergleich findest Du in unserem Mähroboter mit Kamera Vergleich.
Geländetest: Steigung, Passagen, Garage
Ein Mähroboter muss mehr können als geradeaus fahren. Wir haben den Q1 durch seine Grenzen geschickt.
Steigung bis 45 Prozent
Der Hersteller gibt 45 % Steigung an. Unser Hang lag darüber. Der Q1 hat es geschafft.
Man merkt, dass er sich dabei etwas schwer tut. Für gemäßigte Hänge ist er gut geeignet. Für steile Böschungen als Haupteinsatzgebiet gibt es bessere Optionen.
Passagen: Ab 80 cm läuft es
Bei 70 cm Durchgangsbreite hat der Q1 im Test immer wieder abgedreht. Die Hinderniserkennung hat die Wände als Hindernis registriert.
Bei 80 cm: problemlos. Ab da mäht er zuverlässig durch Engstellen.
Wer viele enge Passagen unter 80 cm hat, sollte das berücksichtigen.
Robotergarage: Kein Problem
Wir haben eine Garage mit 45 cm Deckenhöhe aufgebaut. Der Q1 ist problemlos reingefahren.
Darunter wird es eng. Der Hersteller empfiehlt ausreichend Platz links und rechts der Station. Rund 120 cm Breite haben bei uns gut funktioniert.
Roborock RockNeo Q1 Einrichtung: In 5 Minuten mähbereit?
Roborock verspricht eine schnelle Einrichtung ohne Kabel zu vergraben und komplizierte Installationen.
Das Ergebnis: Es hat funktioniert. Und zwar überraschend reibungslos.
So läuft die Ersteinrichtung in der Praxis
Die Stecker passen nur, wo sie hingehören. Wirklich. Viel falsch machen geht kaum.
So läuft die Einrichtung ab:
- Ladestation aufstellen, mit Erdschrauben festmachen und Kabel anschließen
- RTK-Antenne zusammenbauen, Kabel verschrauben und mit der Ladestation verbinden
- Antenne im Boden verankern, freie Sicht in alle Himmelsrichtungen sicherstellen
- Roboter einschalten, QR-Code auf der Rückseite scannen
- App verbinden, WLAN einrichten, Firmware-Updates laden (sehr wichtig!)
- Kartierung starten
Von Karton öffnen bis erster Mähstart: unter 30 Minuten realistisch. Das Setup selbst in unter 10 Minuten, wenn die Antenne steht.
Kartierung: Joystick-Stil, zwei Zonen, automatische Verbindung
Die Kartierung läuft per manueller Joystick-Steuerung in der App. Du fährst den Rand entlang, der Q1 lernt die Fläche.
Versuche möglichst nah an Beton oder Randsteinen zu kommen. So kannst Du möglichst nah an nicht befahrbare Ränder heranmähen.
Hast Du zwei Zonen kartiert, verbindet der Q1 sie automatisch mit einem Passage-Pfad.
Den kannst Du behalten oder selbst neu legen. Hat in unserem Test sofort funktioniert.
No-Go-Zonen, Mähpläne, Wildtiermodus: alles über die App konfigurierbar.
Fazit zur Roborock RockNeo Q1 Einrichtung
Insgesamt lief die Einrichtung, wie wir es bereits von unzähligen Roborock Saugrobotern im Test kennen, sehr flüssig und reibungslos.
Die App und Konnektivität beherrscht der Hersteller bestens.
Die App: Wenig Optionen, aber das Richtige
Die Roborock App kennen viele schon vom Saugroboter. Sie ist stabil, klar strukturiert, schnell verbunden.
Was Du in der App einstellst:
- Mäheffizienz: effizient oder Standard
- Zonen und Zeitpläne: individuell pro Zone
- Kantenschnitt: aktivieren oder deaktivieren
- Wildtiermodus: Pausenzeiten für nachtaktive Tiere
- Regenschutz: automatische Rückkehr bei Regen
- Hindernisvermeidung: Empfindlichkeit einstellbar (z. B. für Schotterwege)
- Diebstahlschutz: PIN-Code-Sperre ab Werk
Was die App nicht kann: Schnitthöhe verstellen. Die ist manuell am Gerät.
Verglichen mit anderen Herstellern ist der Funktionsumfang schlanker.
Aber das Wichtigste ist da. Und es funktioniert zuverlässig. Keine Verbindungsabbrüche, keine App-Abstürze in unserem Test.
Roborock RockNeo Modelle im Vergleich: Q1, S1 oder Z1?
Die RockNeo-Linie hat mehrere Modelle. Der Q1 ist der Einstieg. Hier ein schneller Überblick:
| Merkmal | RockNeo Q105 / Q110 | RockMow S1-108 |
| Preis (UVP) | ab 799 € |
ab 1.399 € |
| Fläche |
500 m² (Q105) / 1.000 m² (Q110) |
800 m² (S108) / 1.500 m² (S115) |
| Navigation | Fullband RTK + V-SLAM | Fullband RTK + V-SLAM |
| Kartierung | Manuell (Auto per Firmwareupdate geplant) | Manuell (Auto per Firmwareupdate geplant) |
| Schnitthöhe | Manuelles Drehrad | 20–60 mm per App |
| Schnittbreite | 22 cm | 22 cm |
| Randschnitt |
Optional gegen Aufpreis: PreciEdge-Randschneidemodul mit 2 Messern |
Inklusive PreciEdge-Randschneidemodul mit 2 Messern |
| Steigung | bis 45 % | bis 45 % |
| Hindernisse | ab 4 cm erkannt | ab 4 cm erkannt |
| Antrieb | Hinterradantrieb | Hinterradantrieb |
| Lautstärke | ca. 59 dB(A) | ca. 59 dB(A) |
| 4G-Modul | Optional (separat) | Optional (separat) |
| App-Steuerung | Ja, vollständig | Ja, vollständig |
| Wildtiermodus | Ja | Ja |
| Angebot |
Der Q1 macht Sinn, wenn Du einen geordneten Garten bis 500 m² hast und unkompliziert starten willst.
Der S1 bringt das PreciEdge-Modul bereits ab Werk. Der Z1 ist das Topmodell mit größter Flächenleistung und Allradantrieb.
Fazit: Für wen lohnt sich der Roborock RockNeo Q1?
Der Roborock RockNeo Q1 hält, was er verspricht. Ein kabelloser Mähroboter, der funktioniert, ohne dass Du viel Aufwand betreiben musst.
Was uns im Test überzeugt hat:
- Hinderniserkennung auf sehr hohem Niveau. Igel, Fuß, Gartenzwerg: alle erkannt. Das ist Roborock-Erfahrung, die ankommt.
- Navigation stabil. Kein Orientierungsverlust, auch unter Bäumen. RTK plus VSLAM funktioniert.
- Einrichtung ehrlich einfach. 30 Minuten von Karton bis erster Mähfahrt ist realistisch.
- App stabil. Keine Verbindungsprobleme. Schlanker Funktionsumfang, aber das Wesentliche ist da.
Was Du einplanen solltest:
- Randschnitt ohne PreciEdge: ca. 15–20 cm bei erhöhtem Rand. Modul separat kaufen, wenn das stört.
- Schnitthöhe manuell. Kein App-Zugriff. Für die meisten kein Problem. Bei zwei unterschiedlichen Zonen, die Du in individueller Höhe mähen willst kann es lästig sein.
- RTK-Antenne ist nicht sehr schick, hat ein kabel zur Station und braucht freie Sicht. Standort vorher prüfen.
Für wen der Q1 die richtige Wahl ist: kleiner bis mittelgroßer Garten bis 500 m², übersichtliche Fläche, kein Extremgelände, Budget um 799 Euro.
Roborock bringt seine Stärken in den Garten. Für diesen Preis, mit dieser Hinderniserkennung: ein starker Einstieg in kabelloses Mähen.
Inhalt
Roborock RockNeo Q1 im Test: Was Roborock-DNA nun auch im Garten bedeutet
Was kann der Roborock RockNeo Q1 und für wen lohnt er sich?
Roborock RockNeo Q1 Mähqualität im Test: Was bleibt auf dem Rasen?
Randschnitt ohne Modul: Was ist drin, was nicht?
Sentisphere: Wenn der Rasenmäher weiß, wo er ist
Geländetest: Steigung, Passagen, Garage
Roborock RockNeo Q1 Einrichtung: In 5 Minuten mähbereit?
Die App: Wenig Optionen, aber das Richtige
Roborock RockNeo Modelle im Vergleich: Q1, S1 oder Z1?

