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Was kann der Roborock RockMow S1 und für wen lohnt er sich?
Der RockMow S1 ist Roborocks erster Schritt in den Gartenbereich.
Das Gerät mäht ohne Begrenzungskabel, ohne Erdkabel, ohne batteriebetriebene Beacons.
RTK-Navigation plus Stereokamera sorgen dafür, dass er weiß, wo er ist. Selbst wenn das Satellitensignal unter Bäumen schwächer wird.
Das Gerät eignet sich am besten für:
- Gärten ohne extreme Steilhänge
- Flächen mit wenigen Baumbestand
- Rasen mit normalen Hindernissen (Kinder, Tiere, Möbel)
- Nutzer, die eine einfache App-Einrichtung bevorzugen und (vorteilhaft) andere Geräte wie Saug- und Wischroboter aus dem Roborockuniversum haben
- Flächen bis 800 m² (S1-108) oder bis 1.500 m² (S1-115)
Wer einen sehr chaotischen Garten mit krassen Hängen hat, wird mit dem RockMow Z1 besser bedient. Der ist deutlich teurer, aber für solches Gelände gebaut.
Mähqualität und Navigation: Bahn für Bahn, nichts vergessen
Auf der Fläche macht der S1 einen sehr guten Job.
Er mäht in parallelen Bahnen, sauber und gleichmäßig. Am Ende der Session hat er keine Stelle vergessen.
Wenn Du zwischendrin pausierst oder er zum Laden fährt: Er merkt sich die Position und macht genau dort weiter.
Schnittsystem und Schnitthöhe im Roborock RockMow S1 Test
3 Klingen, 22 cm Schnittbreite. Die Schnitthöhe lässt sich per App auf 20 bis 60 mm einstellen.
Das Schneidwerk hängt flexibel im Gehäuse. Bodenwellen werden ausgeglichen. Das Rasenbild bleibt auch auf unebenen Flächen gleichmäßig.
Tipp aus dem Test: Nicht zu viel auf einmal abschneiden. Lieber schrittweise kürzer werden. So funktioniert die Mulchfunktion besser und der Schnitt fungiert als Dünger.
Steilhang und Passagen: Was er wirklich schafft
Der Hersteller gibt 45 % Steigung an. Wir haben das getestet und auch Hänge mit etwas mehr erreicht.
Er kämpft. Man sieht es. Aber er macht es. Für normale Gärten mit moderaten Hängen ist das ausreichend. Wer richtig steiles Gelände hat, sollte zum RockMow Z1 schauen.
Passagen: 70 cm Durchfahrtsbreite schafft er problemlos. Auch 80 cm haben wir ohne Probleme bestätigt.
Randschnitt im Roborock RockMow S1 Test: Gute Idee, aber 20 cm bleiben offen
Das Randschnittmodul ist mit das Spannendste am S1. Kein anderes Gerät in dieser Preisklasse bringt es ab Werk inklusive.
Roborock setzt auf rotierende Messer, nicht auf einen Trimmerfaden. Das hat einen echten Vorteil: Der Geräuschpegel ist deutlich niedriger.
Das Randschnittmodul: Messer statt Faden
Zwei kleine Klingen rotieren seitlich am Roboter. Wenn er die Fläche gemäht hat, fährt er danach die Kanten ab.
An Rasenkanten, die auf gleicher Höhe mit dem Weg liegen, funktioniert das gut. Der Rand wird sauber mitgenommen.
Hier fährt der Rasenhelfer zur Hälfte drauf, das nennt sich “Ride-on-Mähen”, so kann er die Grashalme an der Kante effektiv mitnehmen.
An hohen Randsteinen und festen Mauern sieht das anders aus. Der Roboter hält einen Abstand von rund 20 cm zur Wand. Der Grund: Er traut sich nicht näher heran.
Wir haben die Hinderniserkennung deaktiviert. Das Ergebnis blieb gleich. Der Abstand ist offenbar fest einprogrammiert.
Unser Fazit zum Randschnitt
Das Modul ist eine echte Idee. An flachen Übergängen macht es seinen Job. An Mauern und hohen Kanten muss man trotzdem nacharbeiten.
Wer kartiert und dabei bewusst halb auf dem zum Gras- ebenerdigen Weg fährt, bekommt bessere Ergebnisse.
Unser Tipp: Beim ersten Kartieren so nah wie möglich an den Rand fahren.
SentiSphere Navigation: RTK plus Kamera, ohne LiDAR-Turm
Roborock nennt das Navigationssystem SentiSphere. Der Name klingt technisch. Was dahintersteckt, ist clever.
Zwei Systeme arbeiten gleichzeitig. Geht eines in die Knie, übernimmt das andere.
Fullband RTK mit Antenne? Was das bedeutet und wo die Antenne hinkommt
Der S1 nutzt Fullband RTK für Satelliten-gestützte Positionsbestimmung. Das ist genauer als normales GPS.
Im Lieferumfang liegt eine RTK-Referenzstation dabei. Du baust sie aus vier Teilen zusammen, steckst sie in den Boden und verbindest das Kabel mit der Ladestation.
Wichtig: Die Antenne braucht freie Sicht in alle Himmelsrichtungen. Ein offener Platz im Garten ohne hohe Hindernisse direkt daneben.
Bestenfalls bietest Du der Antenne, nach Möglichkeit freie Sicht in alle Himmelsrichtungen.
In unserem Test hat das Setup wenige Minuten gedauert.
V-SLAM Kamera: Der Assistent, wenn der Satellitenkontakt schwächelt
Zwei RGB-Kameras vorne am Gerät liefern ein Stereobild. Roborock nennt das V-SLAM.
Wenn der RTK-Empfang durch dichten Baumbestand schwächer wird, übernimmt die Kamera die Orientierung. Der Roboter bleibt auf Kurs. Kein Abdriften, kein Verirren.
Im Test: kein einziger Navigationsfehler. Der Roboter hat konsequent Bahn für Bahn gemäht und nichts vergessen.
Tipp: Wie schlagen sich andere kamerabasierte Mähroboter im Vergleich? Unser Überblick: Mähroboter mit Kamera im Vergleich.
Hinderniserkennung im Roborock RockMow S1 Test: Igel, Füße und Gartenzwerge
Das Stereokamera-System vorne erkennt Objekte in Echtzeit. Feste Hindernisse umfährt er. Menschen und Tieren weicht er aus.
Was er nicht erkennt: Objekte flacher als 4 cm. Gartenschläuche, flache Kabel, niedrige Stufen. Diese müssen vor dem Mähen weggeräumt werden.
Was der Hindernistest zeigt
Wir haben getestet mit: Kaktus, Gartenzwerg, Fußtest, Stöcken, einem Igelmodell.
Ergebnis: Alles über 4 cm problemlos erkannt und umfahren. Kein dramatisches Notbremstheater. Er erkennt, entscheidet, handelt. Ruhig.
Den Igeltest hat er bestanden. Trotzdem unser Rat: Nachts nicht mähen lassen. Echter Tierschutz braucht mehr als Technik.
Einrichtung des Roborock RockMow S1: Wie schnell ist er startklar?
Wir haben die Einrichtung ohne große Vorbereitung gestartet. Quickstart Guide lesen, und los.
Das funktioniert. Und zwar überraschend schnell.
RTK-Antenne aufstellen und App verbinden
Vier Teile für die Antenne, zwei Kabel, ein Spieß in den Boden. Keine Schraubenverbindungen mit Werkzeug, keine Verwirrung bei den Steckern.
Die Roborock-App erkennt das Gerät nach wenigen Sekunden. Drei Sekunden die beiden Tasten am Roboter drücken, Barcode scannen, fertig.
Das Update danach dauert je nach Internetverbindung etwas länger. Der eigentliche Setup: unter 20 Minuten.
Kartierung: Manuell aktuell, automatisch bald
Aktuell lässt sich der RockMow S1 nur manuell kartieren. Du fährst ihn selbst über die Fläche und legst die Grenzen fest.
Das klappt gut. Eine zweite Zone hinzufügen: kein Problem. No-Go-Zonen einrichten: ebenfalls möglich.
Der S1-108 ist offiziell für 800 m² ausgelegt. Wir haben 830 m² kartiert. Die App hat es angemerkt, gemäht hat er trotzdem.
Automatische Kartierung soll per OTA-Update nachkommen. Wann genau: noch offen.
App und Steuerung: Roborock-Feeling im Garten
Wer die Roborock-App aus dem Saugroboter-Bereich kennt, fühlt sich sofort zuhause. Übersichtlich, schnell, intuitiv. Das ist die Stärke.
Was die App kann
Die wichtigsten Funktionen:
- Schnitthöhe 20–60 mm per App einstellen
- Zeitpläne festlegen (Wochentage, Uhrzeiten)
- Randschnitt aktivieren oder deaktivieren
- Wildtiermodus: Nachtpause für Igel und Kaninchen
- Echtzeit-Dashboard: gemähte Fläche, Fortschritt, Restzeit
- Live-Tracking auch aus dem Urlaub
Besonders praktisch: Das Echtzeit-Dashboard zeigt gemähte Fläche, aktuellen Fortschritt und geschätzte Fertigstellungszeit. Auch wenn Du nicht zuhause bist.
Wo die App noch aufholen kann
Die App hat deutlich weniger Einstellmöglichkeiten als Konkurrenten.
Individuelle Mähmuster (Name oder Formen in den Rasen rasieren) sind angekündigt, aber noch nicht verfügbar.
Roborock selbst bestätigt: kommt per OTA-Update.
Das ist kein Dealbreaker. Aber wer sehr detaillierte App-Funktionen braucht, muss aktuell darauf warten.
RockMow S1 oder RockNeo Q1: Welches Roborock-Modell passt zu Dir?
Roborock hat für 2026 zwei Einstiegslinien: den RockMow S1 und den RockNeo Q1. Beide ohne Kabel, beide mit SentiSphere-Navigation. Aber mit klaren Unterschieden.
Roborock RockMow S1 vs RockNeo Q1 im Vergleich
|
Merkmal |
RockMow S1-108 |
RockNeo Q105 / Q110 |
|
Preis (UVP) |
ab 1.399 € |
ab 799 € |
|
Fläche |
800 m² (S108) / 1.500 m² (S115) |
500 m² (Q105) / 1.000 m² (Q110) |
|
Navigation |
Fullband RTK + V-SLAM |
Fullband RTK + V-SLAM |
|
Kartierung |
Manuell (Auto per Firmwareupdate geplant) |
Manuell (Auto per Firmwareupdate geplant) |
|
Schnitthöhe |
20–60 mm per App |
Manuelles Drehrad |
|
Schnittbreite |
22 cm |
22 cm |
|
Randschnitt |
Inklusive PreciEdge-Randschneidemodul mit 2 Messern |
Optional gegen Aufpreis: PreciEdge-Randschneidemodul mit 2 Messern |
|
Steigung |
bis 45 % |
bis 45 % |
|
Hindernisse |
ab 4 cm erkannt |
ab 4 cm erkannt |
|
Antrieb |
Hinterradantrieb |
Hinterradantrieb |
|
Lautstärke |
ca. 59 dB(A) |
ca. 59 dB(A) |
|
4G-Modul |
Optional (separat) |
Optional (separat) |
|
App-Steuerung |
Ja, vollständig |
Ja, vollständig |
|
Wildtiermodus |
Ja |
Ja |
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Angebot |
Ansehen* |
Wann lohnt sich der RockMow S1?
Randschnitt ab Werk inklusive ist der entscheidende Punkt. Wer das will, ohne ein Modul extra zu kaufen, greift zum S1.
Dazu kommt die App-Schnitthöhenverstellung: Kein Drehrad am Gerät, alles bequem per Smartphone.
Für Gärten von 400 bis 1.500 m² ist der S1 gut aufgestellt. Der S1-108 reicht bis 800 m², der S1-115 bis 1.500 m².
Wann ist der RockNeo Q1 die bessere Wahl?
Der Q105 ab UVP 799 € ist die günstigere Option für kleinere Gärten bis 500 m². Wer keinen Randschnitt braucht oder das PreciEdge-Modul später nachrüsten will, spart hier deutlich.
Dafür: Schnitthöhe nur per Drehrad am Gerät. Keine App-Steuerung für die Höhe.
Fazit: Starker Roborock-Einstieg in den Garten, mit einer ehrlichen Lücke
Roborock kennt man als Verlässlichkeit aus dem Wohnzimmer. Mit dem RockMow S1 übertragen sie diese Stärke in den Garten. Das merkt man sofort.
Die App-Einrichtung war bei unserem Test die einfachste der Saison. RTK verbunden in unter einer Minute, Kartierung abgeschlossen in 20 Minuten. Kaum ein anderer Hersteller in dieser Klasse macht das so reibungslos.
Die Navigation ist präzise. Kein Vergessen von Flächen, kein Abdriften, kein Neustart-Chaos nach einer Pause.
Die ehrliche Schwäche: Das Randschnittmodul ist die richtige Idee, aber 20 cm Abstand an Mauern sind noch zu viel. Hier muss Roborock per Firmwareupdate nachliefern.
Für wen ist der S1 das richtige Gerät? Für alle, die ab Werk einen Randschnitt wollen, Schnitthöhe bequem per App steuern und auf bewährte Roborock-Software vertrauen. Kein anderes Mähroboter-Debüt 2026 startet mit so viel Software-Erfahrung im Gepäck.
Inhalt
Roborock RockMow S1 im Test: Kann der Saugroboter-Profi auch mähen?
Was kann der Roborock RockMow S1 und für wen lohnt er sich?
Mähqualität und Navigation: Bahn für Bahn, nichts vergessen
Randschnitt im Roborock RockMow S1 Test: Gute Idee, aber 20 cm bleiben offen
SentiSphere Navigation: RTK plus Kamera, ohne LiDAR-Turm
Hinderniserkennung im Roborock RockMow S1 Test: Igel, Füße und Gartenzwerge
Einrichtung des Roborock RockMow S1: Wie schnell ist er startklar?
App und Steuerung: Roborock-Feeling im Garten
RockMow S1 oder RockNeo Q1: Welches Roborock-Modell passt zu Dir?
Fazit: Starker Roborock-Einstieg in den Garten, mit einer ehrlichen Lücke
Häufig gestellte Fragen zum Roborock RockMow S1 Mähroboter Test

