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Diese mobile Klimaanlage kostet 700 Euro und kühlt das Thermometer kaum: Trotzdem wollen wir sie nicht mehr hergeben

De'Longhi Pinguino PAC EX105

Letztes Update am: 18.06.2026 Lesezeit: 5 Min.

3 Stunden Kühltest. 35 Quadratmeter Büro. Ergebnis auf dem Thermometer: 1,8 Grad weniger in der Raummitte.

Bei einem Gerät für 700 Euro klingt das nach Enttäuschung.

Aber wer nach diesen 3 Stunden im Raum stand, hat gefroren. Nicht stark, aber kurz davor.

Die De'Longhi Pinguino macht etwas, das die meisten Klimaanlagen nur mäßig können: Sie reguliert gleichzeitig Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Das Thermometer sieht das nicht. Dein Körper schon.

Wir haben die Pinguino PAC EX105 auf Herz und Nieren getestet: Kühlleistung, Lautstärke, Stromverbrauch und die Frage, ob 700 Euro gerechtfertigt sind.

Die Antwort ist komplizierter als ja oder nein.

De'Longhi Pinguino PAC EX105 mobile Klimaanlage steht in einem Buero neben einem Schreibtisch
  • Testsieger Energieeffizienz
    DeLonghi
    PAC EX 105
    Preis ab 769 € (799 €)
    Ein energieeffizientes (A+++) 4-in-1 Klimagerät mit modernem Design und App-Funktion.
    "Extrem Effiziente Kühlung und leiser Betrieb – Perfektion in einem Gerät."
    DeLonghi
    PAC EX 105
    Ein energieeffizientes (A+++) 4-in-1 Klimagerät mit modernem Design und App-Funktion.
    "Extrem Effiziente Kühlung und leiser Betrieb – Perfektion in einem Gerät."

Das Wichtigste zur De'Longhi Pinguino PAC EX105 im Test auf einen Blick

  • 700 Euro UVP: klare Premiumklasse unter den Monoblock-Klimaanlagen.
  • A+++ Energielabel: im Test nur 0,5 kW gemessen, Hersteller gibt 0,6 kW an.
  • Ca. 90 Euro Jahresstromkosten bei 8h/Tag, 2 Monate, 40 Ct/kWh.
  • 52 dB hinten im Raum im Turbomodus: leiser als viele Vergleichsgeräte.
  • Kein App-Anschluss, kein Alexa: Steuerung nur per Fernbedienung und Gerät.
  • Kein Dichtungssack im Lieferumfang: bei Flügelfenstern separat nötig.

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Für wen lohnt sich die mobile Klimaanlage De'Longhi Pinguino PAC EX105 bei 700 Euro?

Die Pinguino ist kein Gerät für Menschen, die schnell und hart kühlen wollen. Das ist nicht ihre Stärke und das gibt sie im Test auch ehrlich zu.

Sie ist ein Gerät für Menschen, die leise, effiziente Hintergrundkühlung suchen. Das klingt nach Marketingsprech. Im Test war es aber tatsächlich so.

De'Longhi Pinguino PAC EX105 von der Seite mit sichtbaren Rollen und Abluftschlauch
© Smart Home Fox

Geeignet ist die Pinguino PAC EX105 für:

  • Homeoffice und Arbeitszimmer bis ca. 30 m², in denen man stundenlang sitzt und konzentriert arbeiten will
  • Leisesucher: wer Monoblock-Geräte kennt und immer über das Brummen gestolpert ist
  • Wer langfristig rechnet: A+++ bedeutet dauerhaft niedrigere Stromkosten als Geräte der Klasse A oder B

Nicht geeignet ist sie für:

  • Wer unter 500 Euro ausgeben will: da gibt es solide Alternativen
  • Wer sein Smart-Home steuern will: kein App-Anschluss, kein Alexa
  • Wer schnelle Abkühlung erwartet: das Thermometer bewegt sich gemächlich, die Abkühlung ist trotzdem super.

De'Longhi Pinguino PAC EX105 im Kühltest: Das Thermometer zeigt nur 1,8 Grad - Der Raum fühlt sich kühl an

Das war der überraschendste Moment in unserem Test. Wir haben nach 3 Stunden den Raum betreten und sofort gedacht: Es muss mehr als paar Grad kühler sein.

War es nicht. Das Thermometer zeigte in der Raummitte 1,8 Grad Absenkung.

In einer Raumecke, direkt am Gerät, knapp 1 Grad nach 43 Minuten.

De'Longhi Pinguino PAC EX105 im Büroraum neben einem digitalen Thermometer mit Temperaturanzeige
© Smart Home Fox

Warum fühlt es sich trotzdem deutlich kühler an?

Der Körper kühlt sich über Schweiß. Schweiß kühlt aber nur, wenn er verdunsten kann. Und das kann er nur, wenn die Luft noch Platz für Feuchtigkeit hat.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit ist die Luft gesättigt. Der Schweiß bleibt auf der Haut. Kein Verdunsten, keine Kühlung.

Eine Klimaanlage entzieht der Raumluft beim Kühlen automatisch Feuchtigkeit.

Die Luft wird trockener. Der Schweiß verdunstet wieder. Der Körper kühlt sich effizienter, auch wenn das Thermometer noch nicht weit gesunken ist.

Die Pinguino macht genau das. De'Longhi nennt es Eco Real Feel. Wir nennen es: der Grund, warum man nach 3 Stunden nicht mehr schwitzt.

Das Thermometer misst Temperatur. Dein Körper misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Deshalb fühlen sich 24 Grad trocken deutlich kühler an als 24 Grad schwül.

De'Longhi Pinguino PAC EX105 Monoblock Lautstärke: Leiser als die Konkurrenz, aber kein Schlafzimmergerät

De'Longhi bewirbt die Pinguino mit einem Flüstermodus. Wir haben nachgemessen.

Das Ergebnis: Leiser als viele Monoblock-Konkurrenten, aber kein Gerät, mit dem leidenschaftliche Schläfer glücklich werden.

De'Longhi Pinguino PAC EX105 mit Dezibelmessgerät im Abstand von einem Meter
© Smart Home Fox

Unsere Messwerte im Turbomodus:

  • Direkt am Gerät: 63 dB
  • Raummitte: 55 dB
  • Hinterer Raumbereich: 52 dB

Zum Vergleich: Andere Monoblöcke lagen bei uns direkt am Gerät ebenfalls bei über 60 dB, in der Raummitte bei knapp 60 dB. Die Pinguino ist also messbar leiser, besonders auf Distanz.

Das Geräusch ist ein gleichmäßiges, tiefes Brummen. Im Silent Mode fährt der Ventilator runter, das Geräusch sinkt spürbar, aber die Kühlleistung geht mit.

Wer empfindlich auf Hintergrundgeräusche reagiert, wird auch mit der Pinguino nicht glücklich.

Wer bisher mit anderen Monoblock-Geräten geschlafen hat, wird hier eine Verbesserung merken.

Tipp: Die leisesten Monoblock-Geräte im direkten Vergleich findest Du auf unserer Seite Mobile Klimaanlage Leise Testsieger.

PAC EX105 mit A+++, 90 Euro Stromkosten und kein Kondenswasser ablassen: Was steckt dahinter?

Das sind die drei Punkte, die die Pinguino von günstigeren Geräten am deutlichsten unterscheiden. Wir erklären kurz, was dahinter steckt.

Energieeffizienzklasse A+++ im Praxistest

Europäische Energielabels für Klimaanlagen gehen von A bis G. A+++ ist die höchste Stufe. De'Longhi gibt 0,6 kW Verbrauch an.

Wir haben 0,5 kW gemessen. Das Gerät arbeitet also sogar etwas sparsamer als versprochen.

In Zahlen für den Alltag: Bei 8 Stunden täglich, 2 Monaten Betrieb und 40 Cent pro Kilowattstunde kommt man auf rund 90 Euro Jahresstromkosten.

Deutlich weniger als viele günstigere Geräte mit schlechterem Energielabel.

Kondenswasser-Recycling: Nie wieder Eimer schleppen

Jede Klimaanlage erzeugt Kondenswasser. Das ist unvermeidlich: Feuchte Raumluft trifft auf den kalten Verdampfer, kühlt ab und der Wasserdampf wird flüssig.

Bei den meisten Geräten sammelt sich das Wasser in einem Behälter. Den musst Du regelmäßig leeren. Vergisst Du es, schaltet das Gerät ab.

Rückseite der De'Longhi Pinguino PAC EX105 mit Kondenswasserablauf und Abluftanschluss
© Smart Home Fox

Die Pinguino löst das anders. Das anfallende Kondenswasser wird innerhalb des Geräts zurückgeführt und hilft beim Kühlen mit.

Es verdunstet im Betrieb und wird als Wasserdampf durch den Abluftschlauch nach draußen geleitet.

Ergebnis: Kein manuelles Ablassen nötig. In normalen Betriebsbedingungen reicht ein Handgriff am Stopfen alle paar Wochen, falls überhaupt Wasser anfällt.

Das klingt nach einem kleinen Detail. Im Alltag ist es einer der angenehmsten Unterschiede zum Standardgerät.

Unser Smart-Home-Experte bringt es auf den Punkt:

Joe

Smart Home Experte & Produkttester

Energieeffizienz bei Klimaanlagen lohnt sich langfristig. Wer ein Gerät der Klasse A+++ statt A betreibt, spart über mehrere Sommer gesehen deutlich mehr als die Differenz im Kaufpreis.

De'Longhi Pinguino PAC EX105 Test-Fazit: Premium-Gefühl für einen Premium-Preis

Die Pinguino PAC EX105 ist ein ehrliches Gerät. Sie verspricht keine Eisbox-Kühlung. Sie verspricht angenehmes Raumklima. Und das hält sie.

Nach 3 Stunden im Test wollte niemand im Team mehr das Gerät ausschalten.

Nicht wegen dramatischer Temperatursenkung auf dem Thermometer, sondern wegen dem, was man tatsächlich gespürt hat.

Was wirklich beeindruckt: 0,5 kW gemessener Verbrauch und rund 90 Euro Jahresstromkosten bei regelmäßigem Betrieb. Für ein Premiumgerät ist das ein fairer laufender Preis.

Das Kondenswasser-Recycling ist kein Marketing. Es spart im Alltag echten Aufwand.

Was uns gestört hat: Kein App-Anschluss, kein Alexa. Bei 700 Euro hätte man das erwarten dürfen.

Das ist heutzutage kein optionales Feature mehr, sondern ein echter Minuspunkt.

Und die fehlende Fensterabdichtung im Lieferumfang ist bei einem Gerät dieser Preisklasse einfach unnötig.

Für wen lohnt sich die De'Longhi Pinguino trotzdem? Für alle, die ein leises, effizientes Gerät suchen, das im Hintergrund arbeitet und den Raum langsam aber merklich angenehmer macht.

Wer keinen App-Bedarf hat und bereit ist, 700 Euro einmalig zu investieren, bekommt dafür jahrelang 90 Euro Jahresstromkosten statt deutlich mehr.

Häufig gestellte Fragen zur De'Longhi Pinguino PAC EX105 im Test

  • Für wie viele Quadratmeter ist die De'Longhi Pinguino PAC EX105 geeignet?


    De'Longhi gibt 100 Kubikmeter an, was etwa 40 m² bei normaler Raumhöhe entspricht. In unserem Test mit 35 m² hat das Gerät funktioniert, aber das Thermometer bewegte sich langsam. Für Räume bis 30 m² ist die Wirkung spürbar schneller.

  • Wie laut ist die De'Longhi Pinguino PAC EX105 im Betrieb?


    Im Turbomodus haben wir direkt am Gerät 63 dB gemessen, in der Raummitte 55 dB und hinten im Raum 52 dB. Das ist leiser als viele Monoblock-Vergleichsgeräte, aber kein Leisegerät für empfindliche Schläfer.

  • Muss ich bei der De'Longhi Pinguino regelmäßig Kondenswasser ablassen?


    Im normalen Betrieb nicht. Das Kondenswasser-Recycling-System führt das anfallende Wasser intern zurück und leitet es über den Abluftschlauch nach draußen. Der Ablassstopfen an der Rückseite ist für Ausnahmesituationen vorhanden, wird aber selten gebraucht.

  • Kann ich die De'Longhi Pinguino per App oder Alexa steuern?


    Nein. Die Pinguino PAC EX105 hat keine App-Anbindung und ist nicht mit Alexa oder Google Assistant kompatibel. Steuerung funktioniert nur per Fernbedienung oder direkt am Gerät.

  • Was bedeutet A+++ bei einer Klimaanlage konkret für die Stromkosten?


    A+++ ist die höchste Energieeffizienzklasse für Klimaanlagen in Europa. Im Test haben wir 0,5 kW gemessen, der Hersteller gibt 0,6 kW an. Bei 8 Stunden täglich, 2 Monaten Betrieb und 40 Cent pro Kilowattstunde kommt man auf rund 90 Euro Jahresstromkosten.

Smart Home Produkte können das Leben vereinfachen, Probleme lösen, Prozesse optimieren und Dir einiges an Zeit ersparen. Zusätzlich machen die Geräte einen riesen Spaß! Ich stelle die Geräte auf die Probe und teile meine Erfahrungen sehr gerne mit Dir.

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