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Für wen lohnt sich der Lymow One Plus?
Der Lymow One Plus ist kein Mähroboter für den Durchschnittsgarten.
Bei kleinen oder mittleren, verwinkelten Grundstücken wäre er schlicht Overkill.
Richtig spannend wird er dort, wo andere Mähroboter kapitulieren. Und dafür bringt er einiges an Technik mit.
Zwei rotierende SK5-Vollstahl-Messer mit bis zu 6.000 Umdrehungen pro Minute zerkleinern jede Grasart fein und gleichmäßig, unterstützt vom Cyclone-Luftstromsystem.
Beim Gelände zeigt sich der Kettenantrieb als echter Terrain-Meister: Steigungen bis zu 100 % (45 Grad) und unebener Boden sind für ihn kein Hindernis, dank stabiler Traktion.
Auch bei der Fläche spielt er in einer eigenen Liga. Bis zu 7.000 m² mäht er dank schnellem 10-A-Laden, mit spürbar weniger Standzeit als vergleichbare Geräte.
Navigiert wird kabellos: RTK-Antenne plus VSLAM planen die Route so, dass die komplette Fläche abgedeckt wird. Eine KI-Kamera und Ultraschallsensoren erkennen Hindernisse dabei in Echtzeit.
Auch bei der Langlebigkeit hat sich Lymow etwas gedacht. Der Rahmen aus A380-Aluminium und der LiFePO4-Akku mit 2.000 Ladezyklen sind auf lange Nutzung ausgelegt, nicht auf schnellen Verschleiß.
In der App lassen sich zudem bis zu 80 Mähzonen einzeln verwalten.
Auf Hanglagen, unebenem Gelände und bei dichter, hoher Wiese spielt er seine Stärken aus.
Zwei Messer wie ein echter Rasenmäher: So mäht der Lymow One Plus wirklich
Die meisten Mähroboter haben eine kleine Scheibe unterm Bauch. Darauf sitzen zwei oder drei winzige Klingen, die das Gras eher zupfen als schneiden.
Der Lymow One Plus macht das fundamental anders. Er hat zwei vollständige rotierende Messer, genau wie ein klassischer Rasenmäher.
Beide zusammen bringen es auf eine Schnittbreite von 40 cm. Das Material ist SK5-Stahl, einer der härtesten Stähle im Gartengerätebereich.
Die Messer drehen mit bis zu 6.000 Umdrehungen pro Minute. Das Ergebnis ist ein sauberer Schnitt statt gezupftem Gras.
Dazu kommt das sogenannte Cyclone Airflow System. Ein aktiver Luftstrom richtet die Grashalme vor dem Schnitt auf.
Selbst bei etwas feuchterem oder dichterem Rasen bleibt das Schnittbild dadurch gleichmäßig. Das Schnittgut wird direkt zu feinem Mulch, der als natürlicher Dünger liegen bleibt.
Fazit: Mähqualität beim Lymow One Plus im Test
Das Konzept mit zwei vollen Messern ist ungewöhnlich, aber es funktioniert. Der Lymow mäht wirklich, statt nur zu zupfen.
Besonders das Cyclone Airflow System hat uns überzeugt. Selbst bei dichterem oder leicht feuchtem Rasen bleibt das Schnittbild gleichmäßig und das feine Schnittgut düngt den Rasen als natürlicher Mulch gleich mit.
Der Preis dafür: Das leistungsstarke Mähwerk ist spürbar lauter als bei klassischen Mähroboter-Klingen. Wer empfindliche Nachbarn hat, sollte die Mähzeiten bewusst wählen.
Unterm Strich bekommst Du hier echte Rasenmäher-Qualität in einem autonomen Gerät. Ein dichter, gepflegter Rasen nach jedem Durchgang.
Randschnitt beim Lymow One Plus im Test
Ein Punkt, den wir ehrlich ansprechen müssen. Der Lymow One Plus ist kein Kantenmäh-Experte.
Er fährt zwar nah an die Rasenkante heran. Bis an den Rand schneiden kann er aber nicht.
Rund 10 bis 15 cm Rand bleiben stehen. Das liegt an der Kettenbauweise, die konstruktionsbedingt nicht ganz an die Kante herankommt.
Wer absolut saubere Kanten will, sollte hier nachbessern. Zum Beispiel mit einem Trimmer.
Bei uns findest Du die besten Mähroboter mit Kantenschnitt im Test und Vergleich.
Hindernisse und Nachtbetrieb: Wo der Lymow One Plus an Grenzen stößt
Für die Hinderniserkennung setzt der Lymow One Plus auf eine KI-Kamera, fünf Ultraschallsensoren und zwei Hallsensoren für die Abgrunderkennung.
Er erkennt nicht nur, dass etwas im Weg steht. Er erkennt auch, was es ist: Haustiere, Spielzeug, Gartenmöbel.
Zwei LEDs am Turm ermöglichen sogar Nachtbetrieb. Klingt praktisch, hat im Test aber einen Haken.
Hindernisse über 10 cm hat er im Test zuverlässig erkannt und mit Abstand umgedreht. Bei kleineren Objekten war es eher Glücksspiel.
Im Test hat er unseren Igel überfahren. Der kam mit einer leichten Verletzung davon.
Steigfähigkeit beim Lymow One Plus: 45 Grad, die es in sich haben
Kommen wir zu einer Zahl, die uns wirklich beeindruckt hat: 45 Grad Steigfähigkeit.
Die meisten Mähroboter schaffen aktuell zwischen 45 und 55 % Steigung. Premium-Geräte kommen auf bis zu 80 %.
45 Grad entsprechen rechnerisch 100 % Steigung. Damit liegt der Lymow One Plus nochmal deutlich über den meisten Wettbewerbern.
| Kategorie | Steigfähigkeit |
| Standard-Mähroboter | 45 bis 55 % |
| Premium-Mähroboter | bis zu 80 % |
| Lymow One Plus | 100 % (45 Grad) |
Dazu überwindet er Hindernisse bis 70 mm Höhe. Wurzeln, Kanten und Maulwurfshügel sind für ihn kein Problem.
Möglich macht das der Kettenantrieb. Statt auf drei oder vier Rädern fährt der Lymow One Plus auf Ketten, wie ein Schneemobil oder eine Pistenraupe.
Wenn Steigung für Dich das wichtigste Kriterium ist, lohnt sich ein Blick in unseren Vergleich: Beste Mähroboter für Steigungen Test & Vergleich.
Navigation und Kartierung: So findet sich der Lymow One Plus im Garten zurecht
Wie navigiert der Lymow One Plus eigentlich durch Deinen Garten?
Er kombiniert RTK GPS mit VSLAM. Damit weiß er zentimetergenau, wo er steht.
RTK ist super genaues GPS. Normales GPS in Deinem Handy liegt auf einige Meter genau, RTK dagegen auf wenige Zentimeter.
VSLAM funktioniert wie Sehen. Die Frontkameras merken sich Bäume, Wege und Beete als Orientierungspunkte, ungefähr so, wie Du Dich selbst an festen Punkten in Deinem Garten orientierst.
Zusätzlich kartieren seine Frontkameras die Umgebung visuell. So bekommt er ein zweites System als Backup.
Auch unser Smart-Home-Experte Joe ordnet das ein:
Hybride Navigation aus Satelliten- und Kamerasystemen wird bei Gartenrobotern zunehmend zum Standard. Wer sich nur auf ein einzelnes Signal verlässt, verliert im dichten Gartenbewuchs schneller die Orientierung.

Joe
Smart Home Experte & Produkttester
Verliert er das RTK-Signal, zum Beispiel unter dichtem Baumbestand, arbeitet er dank VSLAM bis zu 10 Minuten autonom weiter. Ohne sich zu verirren.
Bei der Kartierung selbst kannst Du bis zu 80 Zonen anlegen. Insgesamt schafft der Lymow One Plus bis zu 7.000 m².
Wir haben unseren kompletten Garten kartiert, inklusive einer 4.000 m² Extra-Zone über einen langen Kanal.
Die RTK-Antenne muss dafür sorgfältig positioniert werden. Freie Sicht in alle Himmelsrichtungen ist Pflicht.
Bei uns hat das zwei bis drei Anläufe gebraucht, bis die Verbindung stabil stand.
Wenn Du grundsätzlich einen Mähroboter ohne Begrenzungskabel suchst, findest Du in unserem Vergleich weitere Alternativen.
Fazit: Navigation und Gelände-Performance im Test
Die Kombination aus RTK und VSLAM funktioniert zuverlässig. Selbst unter dichtem Blätterdach verliert der Lymow One Plus nicht die Orientierung.
Besonders im Gelände und am Hang hat uns das System überzeugt. Auch unsere 4.000 m² Extra-Zone über den langen Kanal hat er ohne Umwege sauber erfasst.
Der Wermutstropfen: Die RTK-Antenne ist empfindlich. Bei uns hat die Erstinstallation zwei bis drei Anläufe gebraucht, bis das Signal stabil stand.
Wer diese Anfangsgeduld mitbringt, bekommt danach ein Navigationssystem, das auch auf großen, komplexen Grundstücken zuverlässig seinen Weg findet.
Einrichtung, App und Akku beim Lymow One Plus im Alltag
Für die Ladestation brauchst Du etwas Platz. 80 cm tief, gut 60 cm breit und mindestens 40 cm Höhe.
Ein Begrenzungskabel musst Du dafür nicht vergraben. Das ist beim Lymow One Plus Standard.
Praktisch: Die Station lässt sich mit Schrauben fest im Boden verankern. Die passenden Imbusschlüssel aus Metall liegen bei.
Das Material wirkt hochwertig. A380-Aluminium, dasselbe, das auch im Autobau verwendet wird.
In der App warten neben den Grundeinstellungen auch erweiterte Optionen, sobald das Gerät angedockt ist:
- Fahrtabstand
- Mäh-Streifenwinkel
- Mähreihenfolge: Hauptbereich zuerst oder Umfang zuerst
- Hinderniserkennung: intelligent oder nur bei Berührung
- Sicherheitsabstand zum Rand
Die Geschwindigkeit lässt sich zwischen 0,5 und 1 m pro Sekunde einstellen. Auch Schnitthöhe und Klingengeschwindigkeit, von Eco bis Turbo, steuerst Du digital.
Ein Punkt zur Lautstärke: Das kraftvolle Mähwerk ist deutlich hörbar. Vergleichbar mit einem klassischen Rasenmäher, für Nachtbetrieb also eher ungeeignet.
Beim Akku setzt Lymow auf LiFePO4 statt auf klassische Li-Ion-Zellen.
Das bedeutet 2.000 Ladezyklen und deutlich mehr thermische Stabilität. Ein normaler Mähroboter-Akku gibt nach drei bis vier Jahren nach.
Pro Ladung schafft er rund 2.000 m² in etwa 150 Minuten. Nach unserer kompletten Kartierung war sogar noch 94 % Akku übrig.
Mit zwei Ladezyklen pro Tag sind bis zu 7.000 m² täglich drin. Die meisten Mähroboter dieser Preisklasse schaffen erheblich weniger.
Preis und Einsatzbereich des Lymow One Plus
Jetzt zur Frage, die alle interessiert: Was kostet der Lymow One Plus?
In der getesteten 10A-Variante liegt der Preis bei 3.200 Euro. Das ist ungefähr so viel wie ein guter Aufsitzrasenmäher.
Der Unterschied: Hier musst Du selbst nicht mehr mähen. Das relativiert den Preis schnell.
Für einen kleinen, verwinkelten Garten oder einen Stadtgarten ist das trotzdem absoluter Overkill.
Richtig lohnt sich der Lymow One Plus bei echter Fläche. Bei Gelände, Hanglagen und dichter, hoher Wiese spielt er seine Stärken voll aus.
Einen Überblick über weitere Modelle findest Du in unserem großen Vergleich: Die besten Mähroboter 2026 im Vergleich.
Fazit zum Lymow One Plus Test: Lohnt sich der Kettenmähroboter?
Macht der Lymow One Plus wirklich alles anders? Nach unserem Test können wir das klar bestätigen.
Am meisten überzeugt haben uns dabei zwei Dinge, die zusammen sein eigentliches Alleinstellungsmerkmal bilden.
Die zwei Vollstahl-Messer mähen tatsächlich sehr effektiv und der Kettenantrieb bringt ihn dabei über 45° (100%) Steigung, ohne ins Straucheln zu geraten.
Auch unter der Haube stimmt das Gesamtpaket. Der LiFePO4-Akku ist spürbar langlebiger als klassische Zellen.
Mit der RTK-plus-VSLAM-Navigation findet er sich selbst im Gelände zuverlässig zurecht.
Zwei Punkte muss man dabei aber ehrlich mit einkalkulieren. Der Randschnitt bleibt Nebensache, rund 10 bis 15 cm Rand mäht er nicht mit und bei kleinen Hindernissen ist die Erkennung nicht immer treffsicher.
Für einen kleinen, verwinkelten Stadtgarten lohnt sich die Investition entsprechend nicht.
Wer aber ein großes, unebenes Grundstück hat, bekommt mit dem Lymow One Plus einen der spannendsten Mähroboter, die wir bisher getestet haben.
Inhalt
Lymow One Plus Test: Der Kettenmähroboter, der wirklich mäht statt zupft
Für wen lohnt sich der Lymow One Plus?
Zwei Messer wie ein echter Rasenmäher: So mäht der Lymow One Plus wirklich
Randschnitt beim Lymow One Plus im Test
Hindernisse und Nachtbetrieb: Wo der Lymow One Plus an Grenzen stößt
Steigfähigkeit beim Lymow One Plus: 45 Grad, die es in sich haben
Navigation und Kartierung: So findet sich der Lymow One Plus im Garten zurecht
Einrichtung, App und Akku beim Lymow One Plus im Alltag
Preis und Einsatzbereich des Lymow One Plus
Fazit zum Lymow One Plus Test: Lohnt sich der Kettenmähroboter?

