Was kann der WYBOT S3 und für wen ist er gemacht?
Wer einen Pool hat, kennt das Ritual: Nach jeder Reinigung den Roboter herausheben, den Schmutzkorb leeren, ans Ladegerät hängen und morgen das Gleiche.
Der WYBOT S3 wurde gebaut, um genau diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Der S3 ist für Einbaupools bis 300 m² ausgelegt, also für fast jeden privaten Gartenpool in Deutschland.
Er reinigt Boden, Wände und Stufen, kommt mit unregelmäßigen Formen ebenso zurecht wie mit Rechteckbecken und arbeitet auf Oberflächen wie PVC, Fliesen, Beton und Gunite.
Was ihn von allen anderen Poolrobotern unterscheidet: Nach der Reinigung dockt er eigenständig an seine Station an, entleert seinen 3-Liter-Behälter automatisch in einen 10-Liter-Landbehälter, reinigt sich selbst in 100 Sekunden und lädt seinen Akku über integrierte Solarpanele nach.
Erst nach spätestens 30 Tagen oder acht vollen Reinigungszyklen muss der Behälter an Land geleert werden.
Alle bisherigen Modelle, kabellose wie kabelgebundene, erforderten nach jeder Reinigung manuelles Leeren des Schmutzkorbs.
Weniger ideal ist der S3 für sehr kleine Pools unter 20 m² sowie für Aufstellbecken aus weichem Folienmaterial, bei denen das Gewicht des Roboters relevant sein kann. Für alle anderen privaten Einbaupools ist er technisch geeignet.
3D-Mapping unter Wasser: Wie navigiert er ohne GPS und Licht?
Normale Poolroboter fahren nach dem Zufallsprinzip. Sie prallen an die Wand, drehen um und hoffen, dass am Ende alles sauber ist.
Das funktioniert einigermaßen, aber es ist weder effizient noch vollständig.
Der WYBOT S3 geht anders vor. Beim ersten vollständigen Reinigungszyklus erstellt er automatisch eine vollständige 3D-Karte seines Pools, inklusive:
- Boden,
- Wände,
- Ecken und
- Stufen.
Diese Karte wird nach jeder weiteren Reinigung verfeinert und in der App als 3D-Modell angezeigt.
Warum Ultraschall statt Kamera oder LiDAR?
Unter Wasser ist Licht ein schlechter Orientierungspunkt:
- Sonneneinstrahlung,
- Schatten,
- Reflexionen,
- trübes Wasser.
Kameras und LiDAR, die bei Saugrobotern im Wohnzimmer einwandfrei funktionieren, versagen unter Wasser regelmäßig.
WYBOT setzt deshalb auf Ultraschall. Konkret: 36 Präzisionssensoren, die per Sonar-Laufzeitmessung Abstände und Konturen berechnen.
Dazu kommen Motorencodierer und eine Inertialmesseinheit. Zusammen ergibt das eine Positionsgenauigkeit von etwa 10 cm, was für die zuverlässige Abdeckung jedes Poolbereichs ausreicht.
So gibt es keine Fläche, die systematisch ausgelassen wird.
Was das in der Praxis bedeutet: Der S3 fährt strukturierte Bahnen statt zufällige Wege.
Jede Reinigung ist dadurch schneller und vollständiger als bei klassischen Poolrobotern ohne Mapping.
Kamera-KI: Schmutzflecken gezielt anfahren
Ergänzend zur Sonar-Navigation ist eine integrierte Kamera mit KI-Bildauswertung an Bord.
Sie erkennt, wo besonders viel Schmutz liegt und priorisiert diese Bereiche. Wer nach einem windigen Tag mehr Laub auf dem Poolboden hat als nach einer normalen Nacht, merkt den Unterschied: Der S3 fährt stärker verschmutzte Stellen öfter an.
Selbstentleerung und Selbstreinigung: Das Ende des Korb-Leerens nach jeder Pool-Reinigungsfahrt
Das ist die Innovation, über die alle reden. Und sie ist einfacher erklärt als gedacht.
Nach jeder Reinigung fährt der WYBOT S3 eigenständig zu seiner Dockingstation zurück.
Dort beginnt automatisch ein Selbstreinigungszyklus von 100 Sekunden:
Ein Fördersystem überträgt den gesammelten Schmutz aus dem 3-Liter-Behälter im Roboter in den 10-Liter-Behälter an Land. Der Roboter ist danach sauber und bereit für den nächsten Einsatz.
Der Landbehälter fasst genug für mehr als zwei Wochen täglicher Reinigung oder bis zu acht vollständige Reinigungszyklen.
Erst dann ist manuelles Eingreifen nötig: Schublade herausziehen, ausleeren, zurückschieben.
Der Zyklus läuft nur an, wenn der Akku der Dockingstation über 50 % liegt. Beides steht im Handbuch, aber es ist gut, es zu wissen.
Ein praktisches Extra: In den Behälter können Chlortabletten eingelegt werden. Der Roboter verteilt sie beim Reinigen sanft im Pool. Kein separater Dosierer, kein manuelles Nachlegen während der Saison.
Solarladung und Akku: Wann reicht die Sonne, wann muss das Kabel ran?
Der S3 kommt mit einem Dual-Ladesystem: Solar und DC-Ladegerät. Die Logik dahinter ist nachvollziehbar. Wer einen Pool hat, hat meistens auch Sonne.
Solar: Genug für sonnige Wochen in Deutschland?
Das Solar-Kit auf der Dockingstation des Poolroboters liefert bei direktem Sonnenlicht bis zu 30 W Ladeleistung. Nach einem vollständigen Sonnentag unter optimalen Bedingungen reicht das für etwa 1,5 Stunden Laufzeit.
Das ist ordentlich für einen reinen Solaranteil, aber kein Ersatz für den DC-Anschluss an trüben Tagen oder bei Halbschatten.
Für den Alltag in Deutschland bedeutet das: In den Sommermonaten kommt der S3 an sonnigen Tagen ohne Netzstrom aus. An bewölkten Tagen, in der Übergangszeit oder wenn der Roboter mehr als einmal täglich läuft, ist das DC-Ladegerät zuverlässiger.
DC-Ladung: 3 Stunden für 3 Stunden Laufzeit
Mit dem beiliegenden DC-Ladegerät ist der 7.800 mAh-Akku in 3 Stunden vollständig geladen.
Voll aufgeladen schafft der Roboter 3 Stunden Reinigungszeit. Das reicht für die meisten Privatpools in einer Sitzung.
Auch dieser Akku muss mit ausreichend Ladestand bereitstehen, sonst springt der Selbstreinigungszyklus nicht an.
Einrichtung und App: Kartierung, Zeitpläne und Echtzeit-Steuerung
Den WYBOT S3 in Betrieb zu nehmen ist kein Projekt.
Dockingstation an den Beckenrand, Solar-Kit aufsetzen, Roboter in den Pool, App öffnen, verbinden. Das war es im Wesentlichen.
Der erste vollständige Reinigungszyklus ist gleichzeitig die automatische Kartierung.
Der Roboter fährt Boden und Wände ab, erfasst Stufen, Ecken und Übergangsbereiche und verarbeitet danach an der Dockingstation die gesammelten Sensordaten zur fertigen 3D-Karte.
Diese Karte wird in der App angezeigt und nach jeder weiteren Reinigung verfeinert.
Wird der Prozess unterbrochen, muss er wiederholt werden.
Was die WYBOT App kann
Nach der ersten Kartierung stehen alle zentralen Funktionen bereit:
- Reinigungsstart und Stopp: Manuell oder nach Zeitplan
- Wochenpläne: Automatische Reinigung an festgelegten Tagen und Uhrzeiten
- Echtzeit-Tracking: Aktuelle Position des Roboters auf der 3D-Karte verfolgen
- Manuelle Steuerung: Roboter gezielt in bestimmte Bereiche lenken
- Heimruf: Roboter jederzeit zur Dockingstation zurückrufen
- Selbstreinigung initiieren: Manuell auslösen, wenn nötig
Einige Funktionen, etwa das Wechseln des Reinigungsmodus, sind nur verfügbar, wenn der Roboter gedockt ist.
Die Verbindung selbst funktioniert zweigleisig: WLAN über Wasser, Sonar unter Wasser. So bleibt die Kommunikation zur Dockingstation auch bei aktiver Reinigung bestehen.
Unser Tipp: Frisch befülltes Poolwasser mit hohem gelöstem Sauerstoffgehalt kann die Unterwasser-Sonarverbindung kurzzeitig schwächen.
Abhilfe: Pool vor dem ersten Einsatz zwei Tage an der Sonne setzen lassen. Das klingt ungewohnt, ist aber physikalisch nachvollziehbar.
Reinigungsleistung: Boden, Wände, Stufen und was das Filtersystem rausholt
Der WYBOT S3 reinigt den gesamten Pool in einem Durchgang: Boden, Wände und Stufen.
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Viele günstigere Poolroboter beschränken sich auf den Boden oder fahren Wände nur teilweise ab.
Dank der 3D-Karte weiß der S3 genau, wo Stufen beginnen, wo der Übergang von Boden zu Wand liegt und welche Bereiche besonders gründlich befahren werden müssen.
Flachbereiche ab 50 cm Wassertiefe werden ebenso erfasst wie tiefe Zonen bis 3 m.
Das Filtersystem: 180 µm und Ultra-Fein
Der S3 arbeitet mit einem dualen Filtersystem. Der erste Filter (180 Mikrometer) fängt Laub, Sand, Insekten und grobe Partikel. Der zweite, der Ultra-Feinfilter, hält kleinste Schmutzpartikel zurück, die klassische Einzel-Filter durchlassen würden.
Das Ergebnis: Das Wasser ist nach einer vollständigen Reinigung nicht nur optisch klarer, sondern tatsächlich feiner gefiltert. Wer seine Poolchemie regelmäßig kontrolliert, wird den Unterschied über die Saison merken.
Kein Bürsten, keine Chemikalien, nur Ausspülen per Hand. Bei stärkerem Betrieb häufiger prüfen.
Technische Daten: Alles Wichtige auf einen Blick
Alle relevanten Spezifikationen des WYBOT S3 im Überblick:
| Eigenschaft | Techn. Daten |
|
Modell |
WYBOT S3 |
|
Poolgröße (max.) |
300 m² |
|
Min. Wassertiefe |
50 cm |
|
Max. Wassertiefe |
3 m |
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Gewicht Roboter |
9,6 kg |
|
Gewicht Dockingstation |
5,6 kg |
|
Gewicht Solar-Kit & Schmutzsammler |
9,0 kg |
|
Akkukapazität (Roboter) |
7.800 mAh |
|
Laufzeit pro voller Ladung |
ca. 3 Stunden |
|
Ladezeit (DC-Ladegerät) |
ca. 3 Stunden |
|
Akkukapazität (Dockingstation) |
2.500 mAh |
|
Solar-Kit Ladeleistung (max.) |
30 W |
|
Solarladung Laufzeit (optimale Sonne) |
ca. 1,5 Stunden |
|
Filtersystem |
180 µm + Ultra-Feinfilter |
|
Roboter-Behälter |
3 Liter |
|
Landbehälter (Dockingstation) |
10 Liter |
|
Selbstreinigungszyklus |
ca. 100 Sekunden |
|
Wartungsfreie Laufzeit (max.) |
ca. 30 Tage / 8 Reinigungszyklen |
|
Sensoren |
36 Präzisionssensoren (Ultraschall, Gyroskop, IMU) |
|
Navigation |
3D-Sonar-Mapping + Kamera-KI |
|
App-Steuerung |
WYBOT App (iOS & Android) |
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Verbindung |
WLAN (über Wasser) + Sonar (unter Wasser) |
|
Wireless Laden (Dockingstation) |
40 W |
|
Bluetooth |
2.402–2.480 MHz |
|
Ladetemperatur (DC) |
0 °C – 35 °C |
|
Lagertemperatur (Nebensaison) |
5 °C – 45 °C |
|
Geeignete Poolformen |
Rechteckig, oval, unregelmäßig |
|
Geeignete Materialien |
PVC, Fliesen, Gunite, Beton |
|
UVP (USA) |
2.999 USD |
|
Preis Deutschland (geschätzt) |
ca. 2.500 Euro (nicht offiziell bestätigt) |
Wartung: Was wirklich zu tun ist und was der Roboter selbst erledigt
Pools bedeuten normalerweise Arbeit. Der WYBOT S3 nimmt einem den größten Teil davon ab. Was bleibt, ist überschaubar.
In der Saison: Einmal pro Monat, mehr nicht
Wer den S3 regelmäßig laufen lässt, hat während der Saison nur vier Aufgaben:
- Filterbeutel ausspülen - einmal monatlich mit klarem Wasser, kein Aufwand
- Chlortabletten nachfüllen - wenn leer, neue in den integrierten Behälter am Schmutzsammler einlegen
- Dockingstation-Verbindung prüfen - kurze Sichtprüfung, dass keine Fremdkörper die Schmutzübergabe blockieren
- Solarpanel abwischen - Staub und Vogelkot reduzieren die Ladeleistung. Weiches Tuch, kein Druck
Nebensaison: Richtig einlagern verlängert die Lebensdauer
Wenn der Pool für den Winter geschlossen wird, gilt für den S3:
- Solar-Kit und Roboter ausschalten
- Beide Akkus vollständig laden vor der Einlagerung
- Dockingstation aus dem Pool ausbauen und trocken lagern
- Filterbeutel und Filterkorb gründlich trocknen, Gerüche vermeiden
- Alle 3 Monate Akku nachladen um die Lebensdauer zu erhalten
- Lagertemperatur: 5 °C bis 45 °C, kein direktes Sonnenlicht, kein Frost
Unser Fazit: Für wen lohnt sich der WYBOT S3 und wer wartet noch?
Der WYBOT S3 ist der erste Poolroboter, der Selbstentleerung, Solarladung und 3D-Mapping in einem Gerät vereint.
Das ist keine Werbeaussage, das ist eine technische Tatsache. Bisher musste nach jeder Reinigung manuell geleert und geladen werden. Beim S3 passiert das alles automatisch.
Was das im Alltag bedeutet: Ein Pool bis 300 m² kann über die gesamte Sommersaison laufen, ohne dass der Besitzer mehr als einmal im Monat eingreift.
Wer schon einmal wöchentlich den Schmutzkorb geleert und den Roboter ans Ladegerät gehängt hat, weiß, was das wert ist.
Die Einschränkungen sind ehrlich: Der S3 ist kein Gerät für schmales Budget. Wer seinen Gartenpool gelegentlich mit einem 300-Euro-Roboter sauber hält, braucht ihn nicht. Und wer noch keinen Einbaupool hat, kauft ihn auch nicht nur wegen des Roboters.
Wer aber einen privaten Einbaupool besitzt, Zeit wertschätzt und bereit ist, einmal gut zu investieren, bekommt hier das technisch ausgereifteste Konzept, das der Markt aktuell bietet.
Inhalt
Was kann der WYBOT S3 und für wen ist er gemacht?
3D-Mapping unter Wasser: Wie navigiert er ohne GPS und Licht?
Selbstentleerung und Selbstreinigung: Das Ende des Korb-Leerens nach jeder Pool-Reinigungsfahrt
Solarladung und Akku: Wann reicht die Sonne, wann muss das Kabel ran?
Einrichtung und App: Kartierung, Zeitpläne und Echtzeit-Steuerung
Reinigungsleistung: Boden, Wände, Stufen und was das Filtersystem rausholt
Technische Daten: Alles Wichtige auf einen Blick
Wartung: Was wirklich zu tun ist und was der Roboter selbst erledigt
Unser Fazit: Für wen lohnt sich der WYBOT S3 und wer wartet noch?

