Roborock RockAqua P1: Der Start einer komplett neuen Serie
Bislang kannte man Roborock vor allem für Saugroboter fürs Wohnzimmer. Mit dem RockAqua P1 wagt sich die Marke erstmals auch ins Wasser.
Der Auftritt kommt nicht zufällig. Roborock feiert auf der IFA 2026 sein zwölfjähriges Bestehen.
Der Name ist Programm: RockAqua wird laut Roborock der Startpunkt für eine eigene Produktlinie rund um die Poolpflege. Der P1 ist damit kein Nebenprojekt, sondern ein bewusster Markteintritt.
Ein neues Produktsegment aus dem Stand überzeugend zu bestücken, gelingt nicht jedem Hersteller. Ob Roborock das im ersten Anlauf schafft, zeigt sich erst im unabhängigen Test.
6.800 GPH Saugkraft und Doppel-Filtration im Detail
Ein Poolroboter ist nur so gut wie seine Pumpe. Roborock nennt für den RockAqua P1 eine Saugleistung von 6.800 GPH.
Klingt erstmal nach einer amerikanischen Werksangabe, mit der niemand etwas anfangen kann.
Umgerechnet sind das über 25.000 Liter Wasser pro Stunde, mehr als 100 volle Badewannen.
Das ist ein starker Wert für die Kategorie kabelloser Poolroboter. Der optimierte Ansaugbereich soll laut Hersteller auch größere Blätter und andere Verunreinigungen zuverlässig aufnehmen.
Für die Filterung setzt Roborock auf zwei Stufen: 180 µm für groben Schmutz, 70 µm für feinere Partikel. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist im Schnitt etwa genauso dick.
Zwei Filterstufen sind in der Kategorie mittlerweile keine Seltenheit mehr. Ob die Kombination aus 180 µm und 70 µm im Alltag überzeugt, zeigt sich erst im Test.
15 cm Flachwasser-Reinigung: Wo andere Roboter aufgeben
Randbereiche, Stufen und flache Sitzbänke sind für viele Poolroboter ein blinder Fleck.
Roborock verspricht beim RockAqua P1 etwas anderes.
Laut Datenblatt reinigt der Roboter Flachwasserbereiche ab 15 cm Wassertiefe, umgerechnet 5,9 Zoll. Das wäre ein branchenführender Wert.
Dazu kommt, was Roborock intern Floor to Waterline Coverage nennt. Gemeint ist die komplette Reinigung von Boden über Wände bis zur Wasserlinie in einem einzigen Durchgang.
Das soll laut Hersteller sogar bei Gefällen, Stufen und ungewöhnlichen Beckenformen funktionieren.
Viele Poolroboter geben in sehr flachen Zonen einfach auf, weil dort zu wenig Wasser für eine stabile Navigation bleibt.
Schafft der RockAqua P1 wirklich 15 cm zuverlässig, wäre das ein klarer Vorteil gegenüber dem Kategorie-Durchschnitt.
Auch unser Smart-Home-Experte kennt das Problem aus der Kategorie:
Gerade in flachen Poolbereichen wie Stufen oder Einstiegen fehlt vielen Robotern schlicht genug Wasser für eine zuverlässige Navigation. Wer einen Pool mit vielen flachen Zonen hat, sollte genau auf diesen Wert achten.

Ilia
Smart Home Experte, Produkttester & Fachberater Smart Home (TÜV)
ClearVision Smart Patrol Cleaning: So erkennt der RockAqua P1 Schmutz
Sauber ist nicht gleich sauber. Roborock will mit ClearVision Smart Patrol Cleaning gezielt dort reinigen, wo es am nötigsten ist.
Das System soll:
- Schmutz erkennen,
- dreckigere Bereiche priorisieren und
- die Route entsprechend anpassen.
Ergänzt wird das durch Adaptive Cleaning Paths, die sich an unterschiedliche Poolformen anpassen.
Salopp gesagt: Der Roboter soll nicht stur jede Ecke gleich oft abfahren. Er soll dort öfter vorbeischauen, wo tatsächlich mehr Laub liegt.
Laut ersten Berichten setzt ClearVision auf Kamera-Erkennung, ähnlich wie bei Roborocks Saugrobotern fürs Wohnzimmer.
Unter Wasser ist das eine größere Herausforderung, da Trübung und Lichtbrechung die Erkennung erschweren können.
App-Steuerung, Wasserlinien-Parken und das Schnellablassventil
Gesteuert wird der RockAqua P1 komplett über die Roborock App. Dort legst Du Zeitpläne fest und wählst Reinigungsprogramme aus.
Für Dich bedeutet das im Alltag: Reinigungsplan einmal einstellen, Handy weglegen und fertig.
Ist eine Reinigung abgeschlossen oder der Akku leer, steuert der Roboter selbstständig die Wasserlinie an. Dort wartet er, bis Du ihn herausnimmst.
Für den Alltag dürfte das eigenständige Parken an der Wasserlinie ein kleines, aber spürbares Komfort-Plus sein. Du musst nicht mehr ins Wasser greifen, um den Roboter zu finden.
Preis und Verfügbarkeit des Roborock RockAqua P1
Zu Preis und genauem Verkaufsstart hält sich Roborock aktuell noch bedeckt. Diese Informationen will der Hersteller erst zum Marktstart nachreichen.
Bei vergleichbar ausgestatteten kabellosen Poolrobotern bewegen sich die Preise aktuell meist im oberen dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Bereich.
Wo sich der RockAqua P1 am Ende einordnet, bleibt bis zur offiziellen Ankündigung offen.
Unser Fazit zum Roborock RockAqua P1
Was den RockAqua P1 wirklich bemerkenswert macht, ist nicht eine einzelne Funktion, sondern der Zeitpunkt.
Roborock steigt mit einem umfassend ausgestatteten Modell ein, statt sich erst mit einer Einstiegsversion heranzutasten.
Die Kombination aus starker Saugkraft, doppelter Filtration und ungewöhnlich flacher Wasserlinien-Reinigung deckt genau die Stellen ab, an denen viele Poolroboter bislang Kompromisse eingehen.
Offen bleibt, wie zuverlässig ClearVision Schmutz unter Wasser tatsächlich erkennt. Auch bei Preis und Marktstart gibt es noch keine Gewissheit.
Der RockAqua P1 ist schon jetzt ein klares Signal. Roborock meint es mit der Poolreinigung ernst.
Inhalt
IFA 2026: Roborocks allererster Poolroboter ist da
Roborock RockAqua P1: Der Start einer komplett neuen Serie
6.800 GPH Saugkraft und Doppel-Filtration im Detail
15 cm Flachwasser-Reinigung: Wo andere Roboter aufgeben
ClearVision Smart Patrol Cleaning: So erkennt der RockAqua P1 Schmutz
App-Steuerung, Wasserlinien-Parken und das Schnellablassventil
Preis und Verfügbarkeit des Roborock RockAqua P1

