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Für wen eignet sich der Dreame X60 Pro Ultra Complete?
Der Dreame X60 Pro Ultra Complete lohnt sich vor allem für Haushalte mit vielen Möbeln, Tischbeinen und Ecken. Genau dort spielt er seine Stärken aus.
Hast Du dagegen eine eher leere Wohnung ohne hohe Türschwellen, brauchst Du die aufwendige Technik nicht unbedingt.
Fliegen bei Dir viele lange Haare durch die Wohnung, solltest Du Dir die Haarleistung im Testbericht genau ansehen.
- Ideal für: Haushalte mit viel Möbel, Ecken und Kanten
- Ideal für: Wohnungen mit Türschwellen bis 4,5 cm
- Weniger ideal für: Haushalte mit vielen langen Haaren oder Haustieren
- Weniger ideal für: kleine, aufgeräumte Wohnungen ohne Hindernisse
Fazit: Für wen sich der Dreame X60 Pro Ultra lohnt
Für vollgestellte Wohnungen mit vielen Ecken ist der X60 Pro Ultra eine klare Empfehlung.
Bei wenig Möbeln und viel Haaren im Haushalt lohnt sich eher ein anderes Modell.
Dual UltraExtend Arme: So nah kommt sonst kein Roboter an Ecken
Das Herzstück des X60 Pro Ultra sind seine ausfahrbaren Arme.
Sowohl die Seitenbürste als auch der Wischmop fahren aus, um Lücken zu erreichen, die sonst kein Roboter schafft.
12 cm Seitenbürste und 16 cm Wischarm im Alltagstest
Die Seitenbürste fährt bis zu 12 cm aus.
Der Wischmop schafft sogar bis zu 16 cm, inklusive RoboSwing-Bewegung für Nischen.
Ein zweites Gelenk im Wischarm sorgt für zusätzliche Beweglichkeit.
Damit erreicht er auch diagonale Stellen unter überhängenden Schränken.
Im Test hat sich das bestätigt.
Der Roboter kommt perfekt um Stühle und Tischbeine herum, ebenso präzise in Ecken.
Für Haushalte mit vielen Möbeln oder Untermöbeln ist das ein echter Vorteil.
Leistenabstaubbürste: nette Idee mit wenig Wirkung
Am ausfahrbaren Wischmop lässt sich eine kleine Leistenabstaubbürste befestigen.
Fährt der Arm aus, wird die Sockelleiste nebenbei entstaubt.
In der Praxis bringt das aber wenig. Sie hängt passiv am Arm und schrubbt nicht aktiv.
Hartnäckiger Staub bleibt dadurch oft liegen.
Erwarte hier keine Wunder, schaden tut sie aber auch nicht.
Fazit: Dual UltraExtend Arme als echtes Alleinstellungsmerkmal
Bei den Kanten spielt der X60 Pro Ultra in einer eigenen Liga.
Nur der Mova V70 bietet eine ähnliche, aber schwächere Technik.
Dreame X60 Pro Ultra im Saugtest: 42.000 Pascal im Praxischeck
42.000 Pascal Saugkraft klingen auf dem Papier nach einem Top-Wert.
Wir haben mit Linsen, Haferflocken und Sand getestet, ob das auch in der Praxis stimmt.
Saugergebnisse auf Hartboden und Teppich
Auf Hartboden hat der X60 Saugroboter 96 % der Linsen aufgenommen.
Bei Haferflocken waren es 94 %, beim Sand sogar 98 %.
Einzelne Linsen wurden von der Seitenbürste etwas weggeschleudert. Eine stärker gewölbte Bürste hätte hier wahrscheinlich noch mehr geholt.
Auf dem Teppich sieht das Bild gemischt aus.
Dank der Chassis-Lift-Funktion hat er die Linsen zu 100 % aufgenommen, bei Haferflocken waren es 96 %.
Beim Sand auf Teppich kamen dagegen nur 56 % in den Behälter. Für 42.000 Pascal ist das ehrlich gesagt mager.
Bei der Eckenreinigung auf Hartboden zeigt sich dagegen eine echte Stärke. Die ausfahrbare Seitenbürste fährt gezielt in Ecken hinein und wieder heraus.
Warum Haare zur echten Schwachstelle werden
Bei Haaren zeigt der X60 Pro Ultra seine größte Schwäche. Die überarbeitete HyperStream Detangling DuoBrush 2.0 wurde dadurch nicht wirklich besser.
Haarbüschel verheddern sich in Seiten- und Hauptbürste. Nur wenige Haare landen tatsächlich im Schmutzbehälter.
Größere Haarbüschel werden teils sogar als Hindernis erkannt und einfach umfahren. Gute Hinderniserkennung, aber schlecht für die Haaraufnahme.
Weil die Abluft hinten austritt, werden Haare teilweise sogar weggeschleudert statt aufgenommen.
Das ist bei dieser Preisklasse ein enttäuschendes Ergebnis.
Wichtig zu wissen: Die alte Doppelbürste des Vorgängers passt nicht in den neuen X60.
Du brauchst also die neue Bürste, falls Ersatz nötig wird.
Tipp: Wenn Haare bei Dir zu Hause das größte Problem sind, schau Dir unsere Übersicht der besten Saugroboter für Tierhaare an.
Fazit: Saugkraft stark auf Hartboden, schwach bei Haaren
Auf Hartboden und beim normalen Teppich-Alltag liefert der X60 Pro Ultra solide Ergebnisse.
Bei Sand auf Teppich und vor allem bei Haaren bleibt er deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Wischen auf einem neuen Niveau: Hitze, Druck und Fleckenjagd
Beim Wischen liefert der X60 Pro Ultra unser bisher bestes Ergebnis mit rotierenden Pads.
Zwei wärmespeichernde Pads drehen sich mit bis zu 230 Umdrehungen pro Minute.
Der Extremtest mit Kaffee, Ketchup und Kreide
Wir haben hartnäckige Flecken aus Kaffee und Ketchup angelegt und eintrocknen lassen.
Der Roboter erkennt Flecken selbstständig über ein blaues Licht, das den Boden abtastet.
Selbst schwer erkennbare Flüssigkeiten werden dabei deutlich besser erkannt als bei jedem bisherigen Konkurrenzgerät.
Er teilt den Raum in Zonen ein, reinigt erst großflächig, dann gezielt über dem Fleck.
Nach der ersten Überfahrt fährt er zur Station, wäscht die Pads und macht eine zweite Zickzack-Überfahrt.
Das Ergebnis überzeugt: Die Flecken waren optisch komplett weg, beim Tuchtest blieben nur minimale Rückstände.

Alex
Smart Home Experte & Produkttester
Optische Fleckenerkennung wird in den kommenden Jahren zum Standard bei Saugwischrobotern. Sie hilft vor allem bei hellen oder schwer sichtbaren Flüssigkeiten, die Kameras allein oft übersehen.
Kanten, Sockelleisten und empfindliche Böden
Auch an Sockelleisten und in Ecken liefert der ausfahrbare Wischmop durchgehend gute Ergebnisse.
Der Roboter fährt an Ecken sogar kurz rückwärts, um mit dem runden Pad vollständig zu wischen.
Bei empfindlichen Böden lässt sich die Feuchtigkeit in der App nach unten regulieren. Auf Teppichen hebt der Roboter die Pads um bis zu 2 cm an, alternativ bleiben sie komplett in der Station.
Der Hersteller wirbt mit warmen Pads nach der Reinigung, unsere Wärmebildkamera hat davon aber nichts gemessen.
Direkt nach der Mopwäsche war praktisch keine Wärme mehr in den Pads gespeichert.
Tipp: Mit dem passenden Reinigungsmittel für Wischroboter holst Du selbst bei hartnäckigen Flecken noch mehr Wischleistung heraus.
Fazit: Bestes Wischergebnis mit einem kleinen Wermutstropfen
Bei der Wischleistung liefert der X60 Pro Ultra Spitzenwerte, gerade bei hartnäckigen Flecken.
Die beworbene Wärme im Pad konnten wir in unserem Test allerdings nicht bestätigen.
Solltest Du besondere Wischergebnisse erwarten, schaue Dir die besten Wischroboter mit Walze im Test und Vergleich an.
Hinderniserkennung im Dreame X60 Pro Ultra Erfahrungsbericht
Für die Hinderniserkennung setzt der X60 Pro Ultra auf zwei KI-Kameras und seitliches 3D-Licht.
Zusammen sollen sie über 320 verschiedene Objekttypen erkennen.
Ein Planungsalgorithmus auf Autofahrniveau reagiert laut Hersteller in 0,1 Sekunden auf neue Hindernisse.
Das soll die Routenplanung um 200 % beschleunigen, gerade praktisch für Haushalte mit Haustieren.
Im Test hat uns die Objekterkennung überzeugt.
Kabel wurden unabhängig von Dicke und Länge zuverlässig erkannt, ebenso kleine Gegenstände wie Löffel oder Stifte.
Warum die gute Hinderniserkennung auch Nachteile hat
Diese Stärke hat aber eine Kehrseite. Größere Haarbüschel werden ebenfalls als Hindernis eingestuft und umfahren, statt aufgesaugt zu werden.
Das erklärt einen Teil der schwachen Haarleistung aus dem Saugtest.
Fazit: Zuverlässige Hinderniserkennung mit einer Nebenwirkung
Bei der reinen Objekterkennung gehört der X60 Pro Ultra zur Spitze. Dass er dabei auch Haare umfährt, ist ein ungewollter Nebeneffekt.
Navigation, Kletterfunktion und die Station im Alltag
Die Basisnavigation funktioniert von Anfang an zuverlässig. Räume werden sauber erkannt, benannt und sogar Nichtwischzonen automatisch vorgeschlagen.
VersaLift Navigation und Kartierung
Ein einfahrbarer Laserturm sorgt für die Navigation, Dreame nennt das VersaLift.
Eingefahren kommt der Roboter auf eine Höhe von nur 8,8 cm.
Beim Kartieren solltest Du kurz gegenprüfen, ob der Roboter versucht hat, in Dusche oder Terrasse zu klettern.
Bei uns im Test musste der Roboter genau daraus gerettet werden.
Offiziell überwindet er laut Hersteller 10 cm bei doppelten und 5 cm bei einzelnen Stufen.
Im Test hat er zuverlässig Hindernisse von rund 4,5 cm gemeistert, für die meisten Türschwellen reicht das.
Wartung, Akkulaufzeit und Lautstärke
Die Station hat einen 4,2-Liter-Frischwassertank und einen 3-Liter-Schmutzwassertank.
Sie wäscht die Pads bei bis zu 100 °C und trocknet sie anschließend mit Heißluft.
Design und Verarbeitung wirken hochwertig, nichts wackelt oder ruckelt.
Die Station ist allerdings groß: 390 x 456 x 499 mm, ein echter Blickfang, aber auch Platzfresser.
Die Station arbeitet außerdem mit einem Einwegbeutel statt einem wiederverwendbaren Behälter.
- Hersteller-Angabe: 232 Minuten Laufzeit, bis zu 1.000 m² pro Sitzung
- Schnellladung laut Hersteller: 24 % in 5,5 Minuten während der Zwischenreinigung
- Test-Ergebnis: nur 4 % Ladung in 2 Minuten
- Volle Reinigung der Testwohnung: nach rund 2 Stunden noch 35 % Akku übrig
Bei der Lautstärke ist der Roboter im Vergleich eher leise.
- Leise: 48 dB
- Standard: 50 dB
- Intensiv: 54 dB
- Max: 60 dB
- Max Plus: 66 dB, mit leicht störendem Pfeifgeräusch
Fazit und Erfahrungen: Zuverlässige Navigation, aber kleine Abstriche bei der Wartung
Navigation und Kletterfunktion überzeugen im Alltag durchgehend.
Bei der Station und der beworbenen Schnellladung bleibt dagegen etwas Luft nach oben.
Dreame X60 Pro Ultra im Modellvergleich
Ein Blick auf die Konkurrenz und den eigenen Vorgänger zeigt, wie groß der Unterschied wirklich ist.
Wir haben die wichtigsten Werte für Dich gegenübergestellt.
| Feature | Dreame X60 Pro Ultra | Dreame X50 Ultra |
| Maximale Saugkraft | 42.000 Pa | 20.000 Pa |
| Hindernisüberwindung (Doppelstufe) | 100 mm | 60 mm |
| Seitenbürste ausfahrbar | 12 cm | 2 cm |
| Mop ausfahrbar | 16 cm | 4 cm |
| Wischrotation | 230 U/min | 165 U/min |
| Akkukapazität | 5.000 mAh, 11 A Schnellladung | 6.400 mAh |
| Erfahrungsbericht | Erfahrungsbericht lesen | |
| Angebot |
Lohnt sich das Upgrade vom X50 Ultra?
Wer schon den X50 Ultra besitzt, bekommt beim X60 Pro Ultra vor allem mehr Reichweite an Kanten und deutlich mehr Saugkraft auf dem Papier.
In der Praxis merkst Du den Unterschied am stärksten bei Ecken, Kanten und beim Wischen.
Bei Haaren bringt das Upgrade dagegen kaum eine Verbesserung.
Testfazit: Lohnt sich der Dreame X60 Pro Ultra Complete für Dich?
Der Dreame X60 Pro Ultra Complete hält sein Eckenversprechen tatsächlich ein. Kein anderer Roboter kommt aktuell so nah an Tischbeine, Sockelleisten und Nischen heran.
Auch beim Wischen hat er uns überzeugt. Selbst eingetrocknete Kaffee- und Ketchup-Flecken waren nach der automatischen Doppelreinigung praktisch verschwunden.
Die Station wäscht die Pads zuverlässig bei 100 °C und liefert sie danach wie neu zurück.
Bei Haaren bleibt er dagegen klar hinter der Konkurrenz zurück, und beim Sand auf Teppich wirkt die beworbene Saugkraft ehrlich gesagt übertrieben.
Auch die versprochene Schnellladung von 24 % in 5,5 Minuten konnten wir in der Praxis nicht bestätigen.
Hast Du viele Haustiere oder lange Haare im Haushalt, ist ein Modell mit stärkerem Fokus auf Haaraufnahme die bessere Wahl.
Für alle anderen bleibt der Dreame X60 Pro Ultra Complete unsere klare Empfehlung, denn saubere Ecken ohne Nacharbeit bekommst Du aktuell bei keinem anderen Roboter so zuverlässig.
Inhalt
Dreame X60 Pro Ultra Complete im Test: Perfekt an jeder Kante, patzt aber bei einer Kategorie
Für wen eignet sich der Dreame X60 Pro Ultra Complete?
Dual UltraExtend Arme: So nah kommt sonst kein Roboter an Ecken
Dreame X60 Pro Ultra im Saugtest: 42.000 Pascal im Praxischeck
Wischen auf einem neuen Niveau: Hitze, Druck und Fleckenjagd
Hinderniserkennung im Dreame X60 Pro Ultra Erfahrungsbericht
Navigation, Kletterfunktion und die Station im Alltag
Dreame X60 Pro Ultra im Modellvergleich
Testfazit: Lohnt sich der Dreame X60 Pro Ultra Complete für Dich?

