Dreame X60 vs MOVA V70: Für wen lohnt sich welcher Roboter?
Beide Roboter gehören aktuell zur absoluten Spitze. Welcher zu Dir passt, hängt aber stark von Deinem Zuhause ab.
Greif zum MOVA V70 Ultra Complete, wenn Du:
- viele Teppiche im Haus hast
- mit Haustieren und vielen Haaren lebst
- keine Staubbeutel mehr nachkaufen willst
- 3 Jahre Garantie zu schätzen weißt
Greif zum Dreame X60 Pro Ultra Complete, wenn Du:
- vor allem gründlich wischen willst
- oft Kleinkram auf dem Boden hast, zum Beispiel Spielzeug oder Kabel
- empfindliches Parkett verlegt hast
- Wert auf edles Design und Matter legst
Fast gleiche Schmiede, andere Ideen: Warum Dreame und MOVA so ähnlich sind
Dass beide technisch so nah beieinander liegen, ist kein Zufall. Auf der IFA 2026 stand es am MOVA-Stand ganz offen: MOVA, powered by Dreame Technology.
Ein ziemlich deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl, wer hier die Hosen anhat.
Wir testen beide Marken seit Jahren und merken: Sie kommen aus derselben Schmiede.
Teilweise sind sogar Ersatzteile kompatibel. Früher wurde das eher unter den Teppich gekehrt, heute ist es offizielle Strategie.
Saugtest: Hier tanzt der MOVA dem Dreame auf der Nase herum
Auf dem Papier liegt der Dreame vorne: 42.000 Pa gegen 40.000 Pa. Beide setzen auf eine Doppel-Hauptbürste, die verhedderte Haare eigentlich verhindern soll.
All die Pascal nützen Dir aber nichts, wenn Schmutz liegen bleibt. Also haben wir nachgemessen.
Hartboden: Kopf an Kopf
Auf Hartboden können wir es kurz machen. Beide liegen fast gleichauf.
- Dreame X60: Linsen 96 %, Haferflocken 94 %, Sand 98 %
- MOVA V70: Linsen 96 %, Haferflocken 98 %, Sand 96 %
Beide nehmen zwischen 94 und 98 % auf. Kein nennenswerter Unterschied.
Teppich: Beim Sand zieht der MOVA davon
Auf Teppich wird es interessanter. Bei Linsen und Haferflocken sind sich beide noch einig.
- Dreame X60: Linsen 100 %, Haferflocken 96 %, Sand 56 %
- MOVA V70: Linsen 98 %, Haferflocken 98 %, Sand 80 %
Beim feinen Sand zieht der MOVA dann klar vorbei: 80 % gegen 56 %. Punkt für den MOVA.
Und das, obwohl der Dreame mehr Pascal hat. Er besitzt sogar eine Chassis-Lift-Funktion, die ihn an die Höhe der Teppichfasern anpasst.
Ehrlich gesagt: etwas enttäuschend.
Der Haartest: Die faustdicke Überraschung
Jetzt kommt der Test, der uns wirklich überrascht hat.
Kennst Du den Spruch aus dem Thailand-Urlaub:
„Same same, but different“. Genau das passt hier.
Der Dreame hat eine komplett überarbeitete Doppelbürste verbaut, die HyperStream Detangling DuoBrush 2.0. Klingt nach Hightech, ist im Test aber seine größte Schwäche.
Haarbüschel verheddern sich in Seiten- und Hauptbürste. Nur wenige Haare landen wirklich im Behälter.
Noch kurioser: Größere Haarbüschel erkennt er teilweise als Hindernis und fährt einfach drum herum. Gute Hinderniserkennung, aber schlecht für die eigentliche Aufgabe.
Dazu kommt die Abluft. Sie tritt beim Dreame hinten aus und schleudert manche Haare weg, statt sie aufzusaugen.
Für diese Preisklasse ist das ein enttäuschendes Ergebnis.
Der MOVA setzt dagegen auf die ältere, klassische Dreame-Doppelbürste. Und die schlägt sich deutlich besser:
- rund 80 % der Haare landen direkt im Staubbehälter
- etwa 10 % wickeln sich um die Seitenbürste
- etwa 10 % hängen in einer der Hauptbürsten
Der günstigere Roboter mit der älteren Technik gewinnt hier klar. Das hätten wir so nicht erwartet.
Unser Fazit zum Saugtest
Auf Hartboden ist es ein Unentschieden. Auf Teppich und bei Haaren gewinnt der MOVA klar, trotz weniger Saugkraft.
Wer viele Teppiche oder Haustiere hat, ist mit dem MOVA besser bedient.
Dreame X60 vs MOVA V70 im Wischtest: Jetzt wendet sich das Blatt
Nach dem Haartest kommt der Ausgleich für den Dreame. Beim Wischen dreht sich das Blatt komplett.
Zwei Wischpads, 15 Newton, keine Echtzeitreinigung
Beide Roboter wischen mit zwei rotierenden Wischpads und 15 Newton Anpressdruck. Die Feuchtigkeit stellst Du in der App in mehreren Stufen ein.
Wichtig zu wissen: Keiner von beiden reinigt die Pads während des Wischvorgangs. Das passiert erst nach bestimmten Intervallen in der Station.
Für hartnäckige Verschmutzungen sind beide deshalb nur bedingt geeignet. Da spielt eine sich selbst reinigende Wischwalze ihre Stärken aus.
Wischpads haben aber auch Vorteile. Sie sind wartungsarm und kommen dank ausfahrbarem Arm weit unter Möbel.
Für normal verschmutzte Haushalte ergibt das System deshalb sehr viel Sinn.
Härtetest: Eingetrocknete Flecken und blaues Licht
Beim Test mit eingetrockneten Flecken zeigt der Dreame, warum er mehr kostet. Er tastet den Boden mit blauem Licht ab und findet Flecken selbstständig.
Selbst schwer erkennbare Flüssigkeiten erfasst er deutlich besser als jedes bisherige Konkurrenzgerät. Für uns ein echter Meilenstein.
Dann geht er systematisch vor:
- Er teilt den Raum in Zonen ein.
- Er wischt zuerst großflächig.
- Er fährt zur Station und wäscht die Pads.
- Er macht eine zweite Zickzack-Überfahrt direkt über dem Fleck.
Das Ergebnis: Die Flecken waren optisch komplett weg. Beim Tuchtest blieben nur minimale Rückstände.
Auch nach einem zusätzlichen Test mit Kreidestift waren die Pads nach der Stationswäsche wieder wie neu.
Und der MOVA? Er hinkt hier hinterher.
Ihm fehlt das blaue Licht, deshalb erkennt er Flüssigkeiten schlechter. Auch die Qualität der Wischpads hat uns weniger überzeugt.
Vorsicht bei Parkett: 300 gegen 280 Umdrehungen
Ein wichtiger Hinweis für Holzböden. Der MOVA dreht seine Pads mit 300 U/min etwas schneller als der Dreame mit 280 U/min.
Auf den hohen Feuchtigkeitsstufen über Stufe 5 kann er dadurch feine Tropfen seitlich wegschleudern.
Der Dreame hat dieses Problem nicht. Für empfindliche Holzböden ist er die sicherere Wahl.
Unser Fazit zum Wischtest
Der Wischtest geht klar an den Dreame. Bessere Fleckenerkennung, bessere Pads und kein Tropfen-Problem auf Parkett.
Wenn Dir saubere Böden wichtiger sind als perfekte Teppiche, ist der Dreame Dein Roboter.
Ausfahrbare Arme: Putzen, wo die Sonne nicht scheint
Jetzt zum Highlight beider Geräte. Beide fahren Seitenbürste und Wischarm aus dem Gehäuse und erreichen so Stellen, an denen andere Roboter aufgeben.
Seitenbürsten: 12 cm Reichweite für beide
Bei den Seitenbürsten sind sich beide fast einig. 12 cm Verlängerung, damit kommen beide rückstandslos in jede Ecke.
Der Unterschied liegt in der Höhe. Die Bürste des MOVA sitzt tiefer und schlüpft schon unter 3,8 cm hohe Möbel.
Der Dreame braucht dafür etwas mehr als 5 cm Platz. Entlang tiefer Möbelsockel arbeitet er aber einen Ticken lückenloser.
Wischarm: 18 cm mit Doppelgelenk gegen 16 cm
Spannender wird es beim Wischarm. Der MOVA schwenkt mit seinem MaxiReach-X-System bis zu 16 cm aus.
Der Dreame legt mit Dual Ultra Extend 2 cm drauf: 18 cm. Dazu kommt ein Doppelgelenk, das der MOVA nicht hat.
Das Gelenk gibt ihm mehr Spielraum. Unter schräg stehenden Stuhlbeinen und in verwinkelten Ecken reicht er flexibler hinein.
Beim MOVA sitzt außerdem eine weiße Platte am Wischarm. Sie verhindert, dass der Arm unter tiefe Möbel kommt.
Sockelleisten-Pinsel: Nette Idee, wenig Wirkung
Der Dreame hat noch einen kleinen Bonus: einen optionalen Pinsel am Wischarm. Er soll Deine Sockelleisten abstauben.
Klingt gut, bringt in der Praxis aber wenig. Der Pinsel hängt passiv am Arm und schrubbt nicht aktiv.
Hartnäckiger Staub bleibt deshalb oft liegen. Außerdem ist er uns öfter abgefallen und lag dann in der Station.
Auch die Höhe ist ungünstig. Mit Pinsel baut der Roboter deutlich höher.
Wunder solltest Du hier nicht erwarten. Schaden tut er aber auch nicht.
Unser Fazit zu den ausfahrbaren Armen
Beide kommen dorthin, wo andere aufgeben. Beim Wischarm hat der Dreame dank Doppelgelenk und 18 cm aber klar die Nase vorn.
Der MOVA punktet nur mit seiner flacheren Seitenbürste unter niedrigen Möbeln.
Dreame X60 vs MOVA V70: Hinderniserkennung und Navigation
Im Alltag zählt, wie gut ein Roboter mit Deinem Zuhause klarkommt. Hier sind sich beide erstaunlich ähnlich, mit ein paar wichtigen Ausnahmen.
Bauhöhe und Türschwellen
Beide navigieren per LiDAR und haben einen absenkbaren Laserturm. Eingefahren ist der MOVA 8,7 cm hoch, der Dreame 8,8 cm.
Auch bei Schwellen liegen sie gleichauf. Beide klettern über 5 cm hohe Türschwellen.
Objekterkennung: 320 gegen 300 Objekttypen
Der Dreame fährt hier schweres Geschütz auf:
- zwei KI-Kameras
- seitliches 3D-Licht
- blaues Licht zur Bodenanalyse
- Erkennung von über 320 Objekttypen
Laut Hersteller reagiert sein Planungsalgorithmus in 0,1 Sekunden auf neue Hindernisse. Die Routenplanung soll dadurch 200 % schneller werden.
Im Test hat er Kabel, Stifte und Kleinkram zuverlässig erkannt. Auch Flüssigkeiten findet er deutlich besser als bisherige Modelle.
Das blaue Bodenlicht hat noch einen Vorteil. Dunkle Astlöcher oder gekittete Stellen im Parkett hält er nicht fälschlich für Tierkot.
Genau dieser Fehler ist dem MOVA vereinzelt passiert. Er setzt auf Kamera und Kreuzlaser und soll über 300 Objekte erkennen.
Das funktioniert gut, bei ungewöhnlichen Objekten aber unzuverlässiger. Außerdem fährt er recht nah heran und stupst Objekte manchmal mit der Seitenbürste an.
Navigation im Alltag: Der Dreame fährt manchmal seltsame Wege
Die Basisnavigation war bei beiden in Ordnung. Beim Dreame merkt man allerdings, dass viele Sensoren mitreden wollen.
LiDAR, blaues Licht und Kameras entscheiden gemeinsam über den Weg. Ab und zu fährt er dadurch seltsame Pfade und braucht länger.
Wir hoffen, dass Dreame das per Update ausbügelt.
Akku und Schnellladen
Beim Akku liegt der MOVA vorne. Er hält bis zu 3 Stunden 32 Minuten durch, der Dreame 2 Stunden 23 Minuten.
Dafür lädt der Dreame per Schnellladefunktion 25 % in nur 5,5 Minuten. Auf sehr großen Flächen ist er so schnell wieder im Einsatz.
Der MOVA hat keine Schnellladefunktion.
Unser Fazit zur Hinderniserkennung
Bei der Objekterkennung gewinnt der Dreame. Wer oft Spielzeug, Kabel oder Kleinkram am Boden hat, fährt mit ihm entspannter.
Der MOVA kontert mit deutlich mehr Akkulaufzeit.
Station, App und Garantie: Hier entscheiden die Details
Die Basics können beide Stationen. Sie waschen die Pads mit bis zu 100 °C heißem Wasser und trocknen sie mit Heißluft.
Die wichtigen Unterschiede stecken im Detail.
Staubbeutel oder beutellos?
Das ist der größte Unterschied. Der MOVA setzt auf eine beutellose Station mit auswaschbarer Staubbox und HEPA-Filter.
Kein Nachkauf, kein Müll. Das bietet in dieser Klasse kaum ein anderes modernes Gerät.
Der Dreame nutzt klassische Staubbeutel. Die wechselst Du etwa alle 100 Tage.
Dafür verschließt sich der Beutel bei der Entnahme automatisch. Für Allergiker ist der Dreame damit die hygienischere Wahl.
Tipp: Weitere Modelle ohne Einwegbeutel findest Du in unserem Überblick der Saugroboter mit Absaugstation ohne Beutel.
Zwei Reinigungsmittelkammern gegen eine
Der MOVA hat eine Reinigungsmittel-Kassette mit zwei Kammern. So kombinierst Du zum Beispiel Allzweckreiniger mit Holzbodenpflege oder Tiergeruchsreiniger.
Der Dreame hat nur eine Kammer. Bei diesem Preis ist das ehrlich gesagt ein kleiner Rückschritt.
Tipp: Welches Mittel wirklich in den Tank gehört, erfährst Du in unserem Ratgeber zu Reinigungsmittel für Wischroboter.
Du willst gar nicht mehr nachfüllen? Für beide gibt es ein optionales Festwasseranschluss-Kit.
Design und Verarbeitung
Beim Design gewinnt für uns klar der Dreame. Er wirkt edler und ist besser verarbeitet.
Die Station sieht mit ihrer spiegelnden Oberfläche fast luxuriös aus. Dafür zeigt sie jeden Fingerabdruck.
App und Matter
Auch bei der App liegt der Dreame vorne. Man merkt die jahrelange Erfahrung: Sie ist sauberer und ausgereifter.
Dazu kommt Matter-Unterstützung. Damit bindest Du den Roboter einfach in Dein Smart Home ein.
Die MOVA-App ist etwas chaotischer und teilweise holprig übersetzt. Matter fehlt komplett.
Garantie und Mehretagen-Reinigung
Bei der Garantie punktet der MOVA klar. Er kommt mit 3 Jahren Herstellergarantie statt der üblichen zwei.
Beim Dreame kostet ein zusätzliches Jahr 69 Euro extra.
Du hast mehrere Etagen? Dann lohnt beim Dreame ein zweiter Blick, denn er soll mit dem Cyber X Modul kompatibel sein.
Das ist ein Treppen steigender Träger, den wir auf der IFA 2026 gesehen haben. Damit wäre Mehretagen-Reinigung kein Problem mehr.
Dreame X60 vs MOVA V70: Preis und Folgekosten
Zum Schluss die Frage, die viele zuerst stellen. Was kosten die beiden?
- Dreame X60 Pro Ultra Complete: 1.500 Euro UVP, aktuell oft für rund 1.200 Euro
- MOVA V70 Ultra Complete: 1.300 Euro UVP, meist um die 1.000 Euro oder leicht darunter
Der MOVA ist also einige hundert Euro günstiger. Und er spart Dir auch langfristig Geld.
Weil er keine Einwegbeutel braucht, fallen keine Beutelkosten an.
Dazu kommt das dritte Garantiejahr, das beim Dreame 69 Euro extra kostet.
Die Preise schwanken stark. Schau vor dem Kauf deshalb nach aktuellen Angeboten.
Dreame X60 vs. Mova V70 im Vergleich - Welcher ist der bessere für Dich? Unser Fazit
Der Dreame X60 Pro Ultra Complete und der MOVA V70 Ultra Complete halten ihr Versprechen. Beide putzen dort, wo die Sonne nicht scheint.
Der MOVA hat uns beim Saugen überrascht. 80 % Sand auf Teppich und der klar bessere Haartest zeigen: Mehr Pascal sind nicht alles.
Der Dreame ist dagegen der bessere Wischer. Seine Fleckenerkennung per blauem Licht und der 18 cm weite Wischarm mit Doppelgelenk sind Spitzenklasse.
Ganz ohne Schwächen ist keiner. Der Dreame patzt bei Haaren, der MOVA bei App, Design und Fleckenerkennung.
Ehrlich gesagt: Wäre der Haartest beim Dreame nicht so schwach, wäre die Entscheidung klar. So entscheiden Deine Prioritäten.
Du hast viele Teppiche, Haustiere und willst Folgekosten sparen? Dann greif zum MOVA V70, mit 3 Jahren Garantie obendrauf.
Du willst vor allem gründlich wischen, hast Parkett oder viel Kleinkram am Boden? Dann ist der Dreame X60 Pro Ultra die bessere Wahl.
Er wischt sauberer, erkennt mehr und kommt weiter unter Deine Möbel. Genau dort, wo es zählt.
Inhalt
Dreame X60 vs MOVA V70: Welcher Saugroboter lohnt sich wirklich?
Dreame X60 vs MOVA V70: Für wen lohnt sich welcher Roboter?
Saugtest: Hier tanzt der MOVA dem Dreame auf der Nase herum
Dreame X60 vs MOVA V70 im Wischtest: Jetzt wendet sich das Blatt
Ausfahrbare Arme: Putzen, wo die Sonne nicht scheint
Dreame X60 vs MOVA V70: Hinderniserkennung und Navigation
Station, App und Garantie: Hier entscheiden die Details
Dreame X60 vs MOVA V70: Preis und Folgekosten
Dreame X60 vs. Mova V70 im Vergleich - Welcher ist der bessere für Dich? Unser Fazit
Häufig gestellte Fragen zu Dreame X60 vs MOVA V70 im Vergleich

