Segway Navimow H5 Pro: Der Arm, der den Trimmer ersetzen soll
Der Name des Features klingt nach Marketing. Die Idee dahinter ist aber simpler, als man denkt.
Normalerweise mäht ein Roboter die Fläche und lässt an Zäunen, Mauern oder Beeten einen Streifen stehen. Diesen Rest musst Du meist mit einem separaten Trimmer nachschneiden.
Der EdgeMaestro-Arm soll genau das überflüssig machen. Er fährt bis zu 7,7 cm seitlich aus und führt die normale Mähscheibe direkt an die Kante heran.
Gesteuert wird das über eine Software namens EdgeSense 2.0. Sie hält den Arm entlang von Mauern, Zäunen, Beeten und unregelmäßigen Kanten auf Kurs.
Mechanisch steckt einiges dahinter:
- Rake Module: schiebt Gras an der Kante direkt in die Mähscheibe
- Guide Wheels: führen die Scheibe sauber an der Kante entlang
- Retractable Arm: federt bei seitlichem Kontakt zurück und passt sich der Kantenform an
Ein Problem, das selbst der eigene X420 nicht löst
Unser aktueller Steigungs-Champion, der Segway Navimow X420 im Test, hat gar kein eigenes Randschnittmodul. An erhöhten Kanten bleiben dort rund 10 cm Rasen ungemäht.
Auch die i2-LiDAR-Serie schafft nur an befahrbaren, niedrigen Kanten bis 1 bis 2 cm Höhenunterschied einen sauberen Rand, wie unser Segway Navimow i2 LiDAR Pro Test gezeigt hat.
Bei Mauern, Zäunen oder Beeteinfassungen war bisher also auch bei Navimow selbst Schluss.
Genau diese Lücke soll der EdgeMaestro-Arm jetzt schließen. Erstmals bei Navimow.
Ob der EdgeMaestro-Arm das unterbieten kann, zeigt frühestens unser eigener Test.
Kein Trimmer, keine Grasschnipsel: Was das Vergleichs-Board am Stand zeigt
Am Stand hat Navimow das Ganze mit einem direkten Vergleich verdeutlicht. Klassischer Trimmfaden gegen den neuen Arm.
Klassische Kantentrimmer laufen meist mit einem separaten Motor unter 60 Watt. Das Ergebnis laut Herstellervergleich:
- störender Lärm,
- verstreute Grasschnipsel und
- ein unsauberer Schnitt.
Der H5 Pro nutzt stattdessen die 140 Watt starke Hauptmähscheibe auch an der Kante. Laut Hersteller bleibt es dabei bei 58 dB(A), ohne Streuung und mit einem gleichmäßigen Schnittbild.
Zur Einordnung: Unser Segway Navimow i2 LiDAR Pro lag im normalen Mähbetrieb bei ähnlichen 59 dB(A). Dass der H5 Pro diesen Wert jetzt auch direkt an der Kante halten will, wäre tatsächlich ein Fortschritt.
Segway Navimow H5 Pro Steigung: Wie gut ist Xero-Turn AWD wirklich?
Ein Mäharm nützt wenig, wenn der Roboter am Hang schon vorher aufgibt. Deshalb haben wir uns die Antriebstechnik genauer angeschaut.
Der H5 Pro schafft laut Hersteller 80 % Steigung, das entspricht 38,6 Grad. Möglich macht das Xero-Turn-AWD mit vier einzeln angesteuerten Radnabenmotoren.
Dazu kommt eine Front-Zero-Turn-Lenkung, die präzise und rasenschonend wenden soll. Hindernisse bis 6 cm Höhe soll der Roboter ebenfalls überwinden.
Zur Einordnung: Unser aktueller Steigungs-Champion, der Segway Navimow X420 im Test, schafft 84 %. Mit 80 % liegt der H5 Pro also knapp dahinter, aber klar in der AWD-Oberliga.
In unserem Mähroboter Steigung im Test-Ratgeber gilt ab 45 % Steigung ohnehin: AWD ist Pflicht. Der H5 Pro spielt damit in einer Liga, in der es für 2WD-Modelle längst vorbei ist.
EFLS Tri-Fusion: Wenn LiDAR, NRTK und Vision zusammenarbeiten
Navigation ohne Kabel und ohne Antenne klingt gut, funktionieren muss sie aber unter allen Bedingungen.
Der H5 Pro kombiniert laut Hersteller LiDAR, Network-RTK und Kamera-Vision zu einem System namens EFLS Tri-Fusion.
Das ist im Kern die gleiche Idee, die uns beim Segway Navimow i2 LiDAR Pro schon überzeugt hat.
Dort lief das Triple-Fusion-System aus Solid-State-LiDAR, Network-RTK und Kamera-KI im Test zuverlässig, auch unter Bäumen und bei Dunkelheit.
Auch unser Smart-Home-Experte sieht das genauso:
Drei Ortungsquellen gleichzeitig heißen nicht automatisch weniger Ausfälle. Entscheidend ist, wie gut die Systeme im Alltag zusammenspielen, wenn eine Quelle mal schwächelt.

Joe
Smart Home Experte & Produkttester
Ob das beim H5 Pro genauso gut funktioniert wie beim i2 LiDAR Pro, zeigt erst der eigene Test. Die Ausgangslage ist aber vielversprechend.
360° VisionFence und Infrarot: Wenn ein Mähroboter Igel erkennt
Ein Mähroboter, der nachts oder in der Dämmerung läuft, trifft irgendwann auf Tiere im Garten. Genau hier setzt Navimow einen ungewöhnlichen Schwerpunkt.
Das 360° VisionFence System kombiniert KI-Kameras und LiDAR mit einem zusätzlichen Infrarot-Wärmebildsensor.
Wird ein Tier erkannt, stoppt der Roboter laut Hersteller die Messer und ändert die Route.
Navimow geht dabei noch einen Schritt weiter: Für mindestens ein Jahr unterstützt das Unternehmen die Igelhilfe Schulzendorf e.V. aus Berlin finanziell und operativ, inklusive kontrollierter Produkttests direkt in der Pflegestation.
Zusätzlich ermutigt Navimow Nutzer, über die App eine kleine, ungemähte Ecke als Rückzugsort für Igel und andere Kleintiere einzurichten.
Für welche Gärten sich der Navimow H5 Pro eignet: 1.000, 2.000 oder 3.000 m²
Drei Flächenvarianten bedeuten drei sehr unterschiedliche Zielgruppen.
Der Navimow H5 Pro kommt laut Hersteller in drei Ausführungen für 1.000, 2.000 und 3.000 m².
Die durchschnittliche Gartengröße in Deutschland liegt bei etwa 485 m², davon ist im Schnitt nur die Hälfte Rasenfläche.
Selbst die kleinste Variante hat also spürbar Luft nach oben. Für Standardgärten dürfte eher die Frage sein, ob Dir der Randschnitt-Arm die Investition wert ist, nicht die Fläche.
Wer sich vorab genauer mit den passenden Flächenklassen beschäftigen will, findet in unseren Ratgebern zu Mährobotern bis 1.000 m² und Mährobotern für 2.000 m² Gärten weitere Einordnung.
Segway Navimow H5 Pro Preis und Verfügbarkeit: Was wir wissen
Die wichtigste Frage zum Schluss, auch wenn die Antwort noch nicht ganz vollständig ist.
Der Marktstart ist laut Hersteller erst zur Saison Frühjahr 2027 geplant. Ein offizieller Preis wurde bislang nicht kommuniziert.
Nach unserer eigenen Einschätzung, basierend auf der Positionierung über dem Segway Navimow i2 LiDAR Pro (ab 1.599 Euro) und den zusätzlichen Features wie Arm und Tri-Fusion-Navigation, dürfte der H5 Pro irgendwo zwischen 1.500 und 2.000 Euro liegen. Das ist unsere Schätzung, keine Herstellerangabe.
Fazit zum Segway Navimow H5 Pro: Lohnt sich das Warten auf 2027?
Der Navimow H5 Pro löst mit dem EdgeMaestro-Arm ausgerechnet das Problem, an dem selbst Segways eigener Steigungs-Champion X420 bislang scheitert: der saubere Schnitt an erhöhten, nicht befahrbaren Kanten.
Dass der Hersteller dafür nicht auf einen zusätzlichen Trimmer setzt, sondern die ohnehin vorhandene Hauptmähscheibe nutzt, ist technisch der interessantere Weg als ein aufgesetztes Zusatzmodul.
Die Igel-Kooperation mit einer echten Berliner Tierschutzorganisation nimmt dem sonst so beliebigen Tierschutz-Marketing bei Mährobotern etwas von seiner Beliebigkeit.
Bleibt die Geduld: Bis zum Marktstart im Frühjahr 2027 vergeht noch einige Zeit, und ob der Arm im eigenen Garten so sauber arbeitet wie auf der Messebühne, zeigt erst unser Test vor Ort.
Wer aber genau an dieser Kante schon lange verzweifelt, hat mit dem H5 Pro zumindest einen ernstzunehmenden Grund zum Warten.
Inhalt
Randschnitt ohne Kompromisse: Der neue Navimow H5 Pro
Segway Navimow H5 Pro: Der Arm, der den Trimmer ersetzen soll
Kein Trimmer, keine Grasschnipsel: Was das Vergleichs-Board am Stand zeigt
Segway Navimow H5 Pro Steigung: Wie gut ist Xero-Turn AWD wirklich?
EFLS Tri-Fusion: Wenn LiDAR, NRTK und Vision zusammenarbeiten
360° VisionFence und Infrarot: Wenn ein Mähroboter Igel erkennt
Für welche Gärten sich der Navimow H5 Pro eignet: 1.000, 2.000 oder 3.000 m²
Segway Navimow H5 Pro Preis und Verfügbarkeit: Was wir wissen
Fazit zum Segway Navimow H5 Pro: Lohnt sich das Warten auf 2027?

