EdgeMaster 4.0: Der Schwenkarm für den 0-cm-Kantenschnitt
Der Rand ist bei fast jedem Mähroboter der wunde Punkt.
Runde Mähscheiben kommen an:
- Mauern,
- Zäunen
- oder Beeten selten wirklich heran.
Genau hier setzt der A4 AWD Pro an.
Ein seitlicher Schwenkarm fährt beim EdgeMaster 4.0 System die komplette Mähscheibe über das Gehäuse hinaus.
Nähert sich der Roboter einer Kante, klappt der Arm automatisch aus.
Seitliche Sensoren führen ihn dabei so nah wie möglich an Wände und Zäune heran.
Laut Dreame soll dabei ein echter 0 cm Kantenschnitt entstehen.
Sogar rechtwinklige Ecken, die viele Mähroboter bis heute auslassen, sollen dabei sauber mitgenommen werden.
Auch an Blumenbeeten und geschwungenen Rasenkanten soll der Arm dynamisch folgen.
Verschlungene Gartenformen profitieren davon am meisten.
Ein mechanischer Arm statt reiner Software-Tricks ist grundsätzlich der richtige Weg.
Genau das hat sich in unseren bisherigen Kantenschnitt-Tests immer wieder bestätigt.
Ob der Arm die berüchtigten 90-Grad-Innenecken wirklich lückenlos schafft, bleibt trotzdem offen.
Genau daran scheitern aktuell fast alle rund geformten Mähscheiben.
Tipp: Welche Systeme aktuell wirklich am nächsten an die Kante kommen, zeigt unser Mähroboter Kantenschnitt Vergleich.
Sicherheit im Alltag: Wie der A4 AWD Pro Kinder, Tiere und Stufen erkennt
Ein Mähroboter mit rotierenden Klingen ist im Garten kein Spielzeug.
Genau deshalb legt Dreame beim A4 AWD Pro sichtbar Wert auf zusätzliche Sicherheitstechnik.
An den Seiten sitzen spezielle ToF- und Infrarotsensoren.
Sie sollen die Körperwärme von Personen, Haustieren und kleinen Wildtieren in Kantennähe erkennen.
Registriert das System eine Person oder ein Tier zu nah am Schneidwerk, stoppt die Klingenrotation sofort.
Zusätzlich sollen die Sensoren verhindern, dass der Roboter über Stufen oder abgesenkte Kanten fährt.
Für Gärten mit Pool, Terrassenabsatz oder Hochbeeten ist das ein echtes Alltagsplus.
Wie zuverlässig die Personenerkennung im echten Garten funktioniert, kann aktuell niemand außer Dreame beurteilen.
OmniSense 4.0: LiDAR, Satellit und KI-Kamera in einem System
Beim Navigieren verlässt sich der A4 AWD Pro nicht auf eine einzelne Technologie.
OmniSense 4.0 bündelt gleich vier Wahrnehmungssysteme in einem Gerät:
- 360 Grad 3D LiDAR zur Kartierung
- Duale RTK-Positionierung über Satellit und Mobilfunk
- Binokulare KI-Kamera zur Hinderniserkennung
- Zwei neue Seitensensoren für die Randnavigation
Bei Dunkelheit schaltet sich laut Hersteller automatisch ein Scheinwerfer zu.
So sollen die Kameras auch nachts zuverlässig sehen.
Die Kombination aus LiDAR und Satellitenpositionierung kennen wir von Premium-Modellen anderer Hersteller bereits.
Dort sorgt das meist für eine sehr stabile Kartierung, auch unter Bäumen.
Ein Detail ist uns wichtig: Für die RTK-Positionierung ist laut ersten Berichten eine SIM-Karte nötig. Das würde laufende Zusatzkosten bedeuten, die Dreame bislang nicht nennt.
Tipp: Wie wichtig eine gute Kamera-Erkennung für Hindernisse im Alltag wirklich ist, zeigen wir Dir in unserem Vergleich zu Mährobotern mit Kamera.
Allradantrieb: Taugt der A4 AWD Pro für den Hanggarten?
Vier einzelne Radnabenmotoren treiben beim A4 AWD Pro jedes Rad separat an.
Das soll für deutlich mehr Traktion sorgen als ein klassischer Zwei-Rad-Antrieb.
Bei der Steigfähigkeit setzen wir auf 42 Grad, umgerechnet rund 90 %.
Eine finale Bestätigung durch Dreame selbst steht aber weiterhin aus.
Aus unseren bisherigen Mähroboter-Tests wissen wir: Ab etwa 50 % Steigung wird Allradantrieb zur Pflicht. Bei nassem Gras wird es schon ab 45 % kritisch.
Mit 42 Grad liegt der A4 AWD Pro klar im Spitzenfeld der Kategorie.
Hindernisse bis zu 6,5 cm Höhe soll er laut Standtafel zusätzlich überwinden.
Mähwerk: 40 cm Doppelscheiben mit großem Schnitthöhenbereich
Für die Fläche selbst setzt Dreame auf ein 40 cm breites Doppelscheiben-Mähwerk.
Damit deckt der A4 AWD Pro auf jeder einzelnen Bahn spürbar mehr ab als kompaktere Modelle.
Eine breitere Schnittfläche bedeutet weniger Bahnen für dieselbe Fläche.
Bei Gärten bis zu 5.000 m² macht sich das in der Gesamt-Mähzeit spürbar bemerkbar.
Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 2,5 und 9,5 cm einstellen.
Das ist ein größerer Bereich, als ihn viele Mähroboter der Kategorie bieten.
Gerade im Frühjahr oder nach längerer Pause lohnt sich ein hoher Startwert.
Wer dann gleich auf 2,5 cm herunterschneidet, riskiert braune Stellen im Rasen.
Auch unser Smart-Home-Experte sieht das genauso:
Eine variable Schnitthöhe ist bei Mährobotern oft unterschätzt. Wer im Frühling zu tief startet, schwächt die Grasnarbe und öffnet Unkraut Tür und Tor.

Joe
Smart Home Experte & Produkttester
App und Bedienung: Was der A4 AWD Pro im Alltag können dürfte
Wie schon seine Vorgänger wird der A4 AWD Pro voraussichtlich über die Dreame App gesteuert:
- Einrichtung,
- Kartierung
- und Zeitpläne laufen dabei komplett ohne Begrenzungskabel.
Beim A3 AWD Pro funktionierte die automatische Kartierung laut einem Testbericht nicht zuverlässig.
Dort musste manuell per App kartiert werden.
Für den A4 AWD Pro erwarten wir dieselbe Grundlogik, offiziell bestätigt ist das aber noch nicht.
Beim A3 AWD Pro ließ sich die Kamera zusätzlich fürs Grundstücks-Monitoring nutzen, mit Live-Video und Benachrichtigungen.
Ob diese Funktion beim A4 AWD Pro identisch bleibt, hat Dreame bislang nicht bestätigt.
Vom A3 zum A4: Was sich wirklich ändert
Der A3 AWD Pro war bislang Dreames Flaggschiff unter den Mährobotern.
Mit EdgeMaster 2.0 kam er bereits auf einen Restabstand von rund 3 cm.
Der A4 AWD Pro will diesen Wert jetzt auf 0 cm drücken, unter anderem dank des neuen Schwenkarms.
Auch die Sensorik ist mit OmniSense 4.0 einen ganzen Schritt weiter als beim Vorgänger.
Verfügbarkeit
Der Dreame A4 AWD Pro soll im ersten Halbjahr 2027 weltweit auf den Markt kommen. Zur Wahl stehen dann zwei Varianten für Gärten bis 3.500 beziehungsweise 5.000 m².
Fazit
Der A4 AWD Pro ist Dreames bislang deutlichster Versuch, das Randproblem endlich mechanisch statt nur softwareseitig zu lösen.
Genau das unterscheidet ihn von vielen Mährobotern, die Kantenschnitt nur als Marketingversprechen verkaufen.
Ob die 0 cm tatsächlich Realität werden, kann aktuell niemand außerhalb von Dreame beurteilen.
Spannender als die einzelnen Zahlen ist für uns, wie viel Technik Dreame hier in ein einziges Gerät packt.
LiDAR, Satellit, Mobilfunk und Kamera gleichzeitig sind sonst eher bei Premium-Saugrobotern zu finden, nicht im Garten.
Wer über ein Jahr Wartezeit nicht scheut, sollte den A4 AWD Pro im Auge behalten.
Für alle anderen bleibt bis 2027 genug Zeit, erst einmal unseren unabhängigen Test abzuwarten.
Inhalt
Schluss mit Nacharbeit: Dreame A4 AWD Pro mäht bis zur Kante
EdgeMaster 4.0: Der Schwenkarm für den 0-cm-Kantenschnitt
Sicherheit im Alltag: Wie der A4 AWD Pro Kinder, Tiere und Stufen erkennt
OmniSense 4.0: LiDAR, Satellit und KI-Kamera in einem System
Allradantrieb: Taugt der A4 AWD Pro für den Hanggarten?
Mähwerk: 40 cm Doppelscheiben mit großem Schnitthöhenbereich
App und Bedienung: Was der A4 AWD Pro im Alltag können dürfte

