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Braucht ein Mähroboter noch eine Antenne? Roborock sagt mit dem RockNeo Q2 LiDAR nein

Roborock RockNeo Q2 LiDAR

Letztes Update am: 05.09.2026 Lesezeit: 6 Min.

Eine RTK-Antenne mit freier Sicht zum Himmel aufstellen? Bei Roborocks erstem Mähroboter war das Pflicht.

Beim Nachfolger fällt genau das jetzt weg.

Roborock zeigt auf der IFA 2026 den RockNeo Q2 LiDAR.

Er navigiert laut Hersteller komplett über eine 360 Grad LiDAR Technik, die Roborock aus dem Saugroboter Bereich kennt.

Wir haben uns die Neuheit direkt am Roborock Stand angesehen und mit unserem eigenen Test des Vorgängers verglichen. Was sich laut Hersteller wirklich verändert hat, liest Du hier.

Roborock RockNeo Q2 LiDAR Mähroboter auf der Bühne bei der Ankündigung zur IFA 2026

Vorteile:

- Navigation: LiDAR only, ohne Antenne

- Randschnitt: 3 cm laut Hersteller

- Passagen: 60 cm, enger als Q1

- WLAN Verstärker: nützliches Extra

Nachteile:

- Fläche: 800 m², nicht die größte

- Terrain System: Details bislang nicht veröffentlicht

Das Wichtigste zum Roborock RockNeo Q2 LiDAR auf einen Blick

- Kein Kabel, keine Antenne: Navigation komplett per Sentisphere LiDAR und Dual Kamera

- Bis zu 800 m² Rasenfläche laut Hersteller

- 3 cm Randschnitt dank eingebautem PreciEdge Modul

- 45 % Steigung und Passagen ab 60 cm laut Datenblatt

- IPX6 wasserdicht, kompatibel mit Amazon Alexa und Google Home

Kein Kabel, keine Antenne mehr: So soll die Sentisphere LiDAR Navigation beim RockNeo Q2 funktionieren

Normales GPS schwankt um mehrere Meter.

Für einen Mähroboter ist das zu ungenau, der Rasen würde chaotisch aussehen.

Roborock geht beim RockNeo Q2 LiDAR einen anderen Weg als beim Vorgänger.

Statt RTK Satelliten und einer Antenne im Garten übernimmt jetzt ein 360 Grad LiDAR Sensor die komplette Orientierung.

Der Unterschied zum RockNeo Q1: Antenne komplett gestrichen

Beim RockNeo Q1 mussten wir im Test eine RTK Antenne aufstellen, mit freier Sicht in alle vier Himmelsrichtungen. Ohne diesen Schritt lief nichts.

Der RockNeo Q2 LiDAR kommt laut Hersteller ganz ohne dieses Bauteil aus.

Sentisphere LiDAR Environmental Perception kombiniert dafür einen 360 Grad Laserscanner mit einer Dual Kamera.

Klingt komplex, ist im Kern aber simpel: Der Roboter scannt seine Umgebung wie ein Saugroboter im Wohnzimmer, nur eben im Garten.

Für die RTK Antenne mussten wir beim Q1 einen kleinen Antennenmast mitten im Garten aufstellen und im Boden verankern. Kein schöner Anblick zwischen Blumenbeeten und Gartenzwergen.
Roborock RockNeo Q2 LiDAR Mähroboter mit 360 Grad LiDAR Sensor im Detail
© Smart Home Fox

Tipp: Wie sich der Vorgänger im Alltag geschlagen hat, liest Du in unserem Roborock RockNeo Q1 Test.

Auch die Kartierung soll sich dadurch verändern.

Laut Hersteller erkennt der RockNeo Q2 LiDAR die Rasengrenzen von allein und erstellt die Mähkarte ganz ohne Begrenzungskabel.

Beim Q1 mussten wir die Fläche noch per Joystick in der App abfahren, bevor die Kartierung stand.

Sollte die beworbene automatische Grenzerkennung beim Q2 LiDAR wirklich ganz ohne manuelles Abfahren funktionieren, wäre das ein spürbarer Fortschritt bei der Ersteinrichtung.

Unser Fazit zur Navigation

Auf dem Papier ist der Sprung groß: weg von Satellit und Antenne, hin zu reiner Laser-Navigation.

Roborock bringt damit Technik aus dem Saugroboter Bereich in den Garten, wo sie sich schon bei Kartierung und Hinderniserkennung bewährt hat.

Tipp: Einen Überblick über kabellose Mähroboter im Vergleich findest Du in unserem Mähroboter ohne Begrenzungskabel Vergleich.

3 cm Randschnitt dank PreciEdge Modul: Ist die Rasenkante beim RockNeo Q2 LiDAR jetzt Geschichte?

Randschnitt ist bei kabellosen Mährobotern oft der wunde Punkt. Genau hier hat sich beim RockNeo Q2 LiDAR laut Hersteller am meisten getan.

Roborock verbaut das PreciEdge Kantenschnittmodul jetzt fest in der Mähplattform. Laut Datenblatt kommt der Roboter damit bis auf 3 cm an die Rasenkante heran.

Beim RockNeo Q1 blieb ohne das optionale PreciEdge Modul ein Streifen von rund 15 bis 20 cm ungemäht, das haben wir im eigenen Test so gemessen.

Wird die 3 cm Marke beim Q2 LiDAR wirklich erreicht, wäre das ein handfester Sprung nach vorn und würde den Trimmer für die meisten Gärten überflüssig machen.

Drei Zentimeter, das ist kaum breiter als zwei Finger nebeneinander.

Fest verbaut statt Zubehör: Was sich sonst noch ändert

Beim Q1 war das Modul noch ein separater Zukauf. Jetzt ist es laut Hersteller fest verbaut, ein separater Zukauf entfällt.

Tipp: Einen Überblick über Mähroboter mit besonders gutem Kantenschnitt findest Du in unserem Mähroboter mit Kantenschnitt Vergleich.

ReactiVision Fusion: Wie zuverlässig könnte die Hinderniserkennung beim RockNeo Q2 werden?

Auch bei der Hinderniserkennung bringt Roborock seine Saugroboter Erfahrung in den Garten. ReactiVision Fusion nennt sich das System beim RockNeo Q2 LiDAR.

Eine RGB Kamera erkennt Objekte und Ränder laut Hersteller in Echtzeit und passt die Fahrstrategie sofort an.

Beim RockNeo Q1 hat uns die Hinderniserkennung im Test wirklich überzeugt, Igel, Fuß und Gartenzwerg wurden zuverlässig erkannt.

Nur Objekte unter 4 cm Höhe wie ein Gartenschlauch wurden regelmäßig überfahren.

Bleibt diese Grenze beim Q2 LiDAR bestehen, sollte man vor dem Mähen weiterhin kurz über den Rasen schauen.

Auch unser Smart Home Experte sieht in kamerabasierter Hinderniserkennung einen echten Fortschritt für die Kategorie:

Kamerabasierte Systeme erkennen heute deutlich mehr Objektarten als reine Abstandssensoren. Entscheidend bleibt aber, wie zuverlässig sie das auch bei wechselndem Licht und dichtem Gras schaffen.

Ilia

Smart Home Experte, Produkttester & Fachberater Smart Home (TÜV)

Tipp: Einen Überblick über Mähroboter mit Kamera Hinderniserkennung findest Du in unserem Mähroboter mit Kamera Vergleich.

Geländetauglichkeit: Steigung, schmale Passagen und das Terrain System

Ein Mähroboter muss mehr können als geradeaus fahren. Auch beim RockNeo Q2 LiDAR gibt Roborock dazu konkrete Werte an.

45 % Steigung und Passagen ab 60 cm

Laut Datenblatt schafft der Q2 LiDAR Steigungen bis 45 %. Das entspricht dem Wert, den wir schon beim RockNeo Q1 im Test bestätigen konnten.

Bei den Passagen wird es spannend: 60 cm Breite sollen laut Hersteller reichen. Beim Q1 hat im eigenen Test erst ab 80 cm alles zuverlässig geklappt.

Bei 45 Prozent Steigung würde so mancher Schubkarren von allein wieder zurückrollen. Für den Q2 LiDAR laut Datenblatt kein Problem.

Roborock RockNeo Q2 LiDAR Mähroboter fährt durch eine schmale Gartenpassage
© Smart Home Fox

Drei rotierende Klingen erledigen laut Hersteller den eigentlichen Schnitt.

Mit einer IPX6 Zertifizierung soll der Q2 LiDAR zudem gegen Regen und Feuchtigkeit im Garten geschützt sein.

Adaptive Terrain Traversal System: Noch offene Fragen

Am Stand taucht außerdem ein Adaptive Terrain Traversal System-Begriff auf.

Was genau dahintersteckt, verrät Roborock im gezeigten Material und nach Absprache mit den Technikern, bislang nicht im Detail.

Tipp: Einen Überblick über Roborocks Saugroboter Modelle findest Du in unserem Roborock Saugroboter Vergleich.

WLAN Verstärker in der Ladestation: Stabile App Verbindung im ganzen Garten

Ein Problem kennen viele Gartenbesitzer: Am Ende des Grundstücks bricht das WLAN ab.

Roborock will das beim RockNeo Q2 LiDAR direkt an der Ladestation lösen.

Die Station soll laut Hersteller selbst als WLAN Verstärker arbeiten und das Signal bis in entlegene Gartenecken tragen.

Für App Funktionen wie:

  • Zeitpläne,
  • Fernzugriff oder
  • Status Updates während des Mähens kann das im Alltag einen spürbaren Unterschied machen

Erst recht auf großen oder verwinkelten Grundstücken.

Zusätzlich ist der RockNeo Q2 LiDAR laut Hersteller mit Amazon Alexa und Google Home kompatibel.

Eine Matter Anbindung gibt es aktuell noch nicht.

Für wen eignet sich der RockNeo Q2 LiDAR? Einordnung im Roborock Mähroboter Sortiment

Roborock hat mittlerweile mehrere Mähroboter Linien im Programm.

Wo der Q2 LiDAR einzuordnen ist, lässt sich schon jetzt grob sagen.

Mit bis zu 800 m² deckt er mehr Fläche ab als die kompakte RockNeo Q1 Basisversion.

An die größten RockMow Varianten reicht er aber nicht heran.

800 m² klingt erstmal abstrakt, sind aber grob die Fläche von drei Tennisplätzen. Für die meisten Einfamilienhaus-Gärten reicht das locker.

Für einfache Gärten bis 500 m² ohne viele Ecken bleibt die RockNeo Q1 Basisversion weiterhin eine solide Wahl.

Wer mehr Fläche oder komplexere Formen mähen will, dürfte beim Q2 LiDAR oder den größeren RockMow Varianten wie dem RockMow S1 oder dem geländestarken RockMow Z1 besser aufgehoben sein.

Tipp: Wie das größere Randschnittmodul beim S1 im Alltag abschneidet, zeigen wir im Roborock RockMow S1 Test.

Roborocks LiDAR Erfahrung stammt ursprünglich aus dem Saugroboter Bereich, wo die Technik längst Standard ist.

Preis und Verfügbarkeit

Zum Preis hält sich Roborock bislang bedeckt. Auf der IFA 2026 wurde noch keine konkrete Zahl genannt.

Auch der Marktstart steht laut Hersteller noch nicht fest. Vorgesehen ist zunächst nur Europa, für die USA gilt die Verfügbarkeit laut Berichten weiterhin als offen.

Fazit: Lohnt sich der Blick auf den RockNeo Q2 LiDAR?

Roborock geht mit dem RockNeo Q2 LiDAR genau die Punkte an, die uns beim Vorgänger am meisten gestört haben.

Die RTK Antenne fällt komplett weg, und der Randschnitt wandert laut Hersteller von einem optionalen Zukauf zur Serienausstattung.

Das ist kein kleines Update, sondern ein Wechsel der kompletten Navigationsbasis, von Satellit und Antenne zu reiner LiDAR Technik.

Genau diese Technik hat Roborock bei Saugrobotern bereits über Jahre verfeinert, das gibt der Ankündigung mehr Substanz als bei einem völlig neuen Player im Markt.

Offen bleibt, ob die 3 cm Randschnittpräzision und die 60 cm breiten Passagen im echten Garten genauso funktionieren wie auf dem Datenblatt.

Sollte sich das bestätigen, wäre der RockNeo Q2 LiDAR nicht nur ein Nachfolger, sondern eine der interessantesten Neuvorstellungen in der kabellosen Mähroboter Klasse dieses Jahr.

Häufig gestellte Fragen zum Roborock RockNeo Q2 LiDAR

  • Braucht der Roborock RockNeo Q2 LiDAR eine RTK Antenne?


    Nein. Laut Hersteller navigiert der Q2 LiDAR komplett über die Sentisphere LiDAR Technik und eine Dual Kamera. Eine externe RTK Antenne wie beim Vorgänger RockNeo Q1 ist nicht mehr nötig.

  • Wie unterscheidet sich der RockNeo Q2 LiDAR vom Vorgänger RockNeo Q1?


    Der wichtigste Unterschied ist die Navigation: Der Q1 nutzt RTK Satelliten plus eine Antenne, der Q2 LiDAR arbeitet rein über LiDAR und Kamera. Auch beim Randschnitt gibt es einen Sprung: Bei unserem eigenen Test blieb beim Q1 ohne Zusatzmodul ein Restrand von 15 bis 20 cm stehen, beim Q2 LiDAR soll das serienmäßige PreciEdge Modul laut Hersteller auf 3 cm kommen.

  • Wie groß darf der Garten für den RockNeo Q2 LiDAR maximal sein?


    Laut Hersteller deckt der RockNeo Q2 LiDAR Flächen bis 800 m² ab. Damit deckt er mehr Fläche ab als die RockNeo Q1 Basisversion, reicht an die größten RockMow Varianten aber nicht heran.

  • Was kostet der Roborock RockNeo Q2 LiDAR?


    Einen konkreten Preis hat Roborock zur IFA 2026 noch nicht genannt. Sobald der Marktstart feststeht, ergänzen wir die Angabe hier.

  • Ist der RockNeo Q2 LiDAR schon in Deutschland erhältlich?


    Noch nicht. Laut Hersteller startet das Gerät zunächst in Europa, ein genaues Datum für Deutschland steht aber noch aus. Für die USA gilt die Verfügbarkeit laut Berichten sogar als vorerst offen.

Technik interessiert mich schon seit geraumer Zeit. Besonders spannend finde ich, welche Aufgaben sie uns im Alltag abnehmen kann und in wie vielen Bereichen sie uns bereits unterstützt. Deshalb schreibe ich Angebots- und Teaserartikel, um Dich über aktuelle Produkte, Neuheiten und besonders interessante Angebote auf dem Laufenden zu halten. So findest Du hoffentlich genau das Produkt, das zu Dir passt und Dir im Alltag Zeit und Stress erspart.

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