Weltpremiere: Dyson steckt eine Kamera in eine Zahnbürste

Dyson CameraJet

Letztes Update am: 01.09.2026 Lesezeit: 9 Min.

Wir haben es kommen sehen und trotzdem nicht geglaubt. Dyson baut jetzt Zahnbürsten mit eingebauter Kamera.

Die CameraJet erkennt Zahnzwischenräume in Echtzeit und lenkt einen Wasserstrahl exakt dorthin. Sechs Jahre Entwicklung und 661 Ingenieure stecken dahinter.

Wir waren live bei der Vorstellung dabei und haben das Gerät selbst ausgecheckt. Alles zu Technik, Preis und Start liest Du hier.

Dyson CameraJet elektrische Zahnbürste mit Kamera in Ultra Blue wird von James Dyson gezeigt
  • Dyson
    CameraJet
    Preis ab 479 €
    Elektrische Zahnbürste mit eingebauter Kamera, die Zahnzwischenräume erkennt und gezielt reinigt. Komplettset mit Ladestation, Reiseetui, Zahnpasta und Mundspülung.
    "Die Kamera erkennt Lücken, die wir beim Putzen sonst einfach übersehen."
    Dyson
    CameraJet
    Elektrische Zahnbürste mit eingebauter Kamera, die Zahnzwischenräume erkennt und gezielt reinigt. Komplettset mit Ladestation, Reiseetui, Zahnpasta und Mundspülung.
    "Die Kamera erkennt Lücken, die wir beim Putzen sonst einfach übersehen."

Vorteile:

  • Kamera-Erkennung: einzigartig in der Kategorie
  • Zahnseide + Zahnreinigung in einem Gerät
  • Schwerpunkt Reinigung
  • Anti-Schwerkraft-Behälter: patentierte Ingenieursleistung
  • 38 Patente: seltene Technologietiefe
  • Komplettset inklusive: Zahnpasta, Mundspülung, Reiseetui

Nachteile:

  • Hoher Anschaffungspreis - Nichts für Spar-Zähne-Putzer
  • WLAN und App: Pflicht für Kernfunktion

Das Wichtigste zur Dyson CameraJet Test auf einen Blick

  • Kamera erkennt Zahnzwischenräume in Echtzeit und lenkt den Wasserstrahl gezielt dorthin
  • Bis zu 69 % mehr Plaque in schwer erreichbaren Bereichen laut externen Tests
  • Anti-Schwerkraft-Behälter funktioniert aufrecht, schräg und waagerecht gleich zuverlässig
  • Ladestation befüllt die Bürste per Knopfdruck in nur 3 Sekunden
  • MyDyson App zeigt Dein Putzverhalten live, speichert dabei keine Bilder
  • Marktstart am 1. September 2026 für 479 Euro UVP

Dyson CameraJet: Die Kamera, die weiß, wo Zahnzwischenräume sind

Erst Staubsauger, dann Föhns, dann Kopfhörer. Jetzt also Zahnbürsten?

Wir kennen das Muster: Dyson betritt eine Kategorie, in der niemand das Unternehmen erwartet hat.

Tipp: Wie ernst Dyson das nimmt, zeigt unser Dyson OnTrac Test. Auch beim Dyson Zone wirkte die Idee anfangs skurril und wurde am Ende zu einem soliden Gerät.

Bei der CameraJet Elektrozahnbürste steckt eine 100.000-Pixel-Makrokamera im Bürstenkopf. Sie analysiert 28 Bilder pro Sekunde und erkennt Zahnzwischenräume in Echtzeit.

Dyson nennt die Technik Gap Optical Targeting. Ein KI-gesteuerter Algorithmus verfolgt und prognostiziert, wo sich der nächste Zwischenraum befindet.

Innerhalb von 100 Millisekunden nach der Erkennung steuert die Bürste den Zwischenraum an. Dann löst sie einen gezielten Wasserstrahl aus.
Dyson CameraJet Bürstenkopf mit Kamera für Gap Optical Targeting
© by Dyson

Das ist kein Software-Gimmick. Dahinter stecken sechs Jahre Entwicklung und 661 Ingenieure.

38 Patente wurden für die CameraJet angemeldet. Eines davon deckt exakt diese Kamera-Erkennung ab.

Wer selbst nachlesen will, findet die zugehörige Patentschrift öffentlich einsehbar bei Justia.

Tipp: Die Idee, Unsichtbares sichtbar zu machen, kennen wir von Dyson. In unserem Dyson Akkustaubsauger Test hat uns der grüne Laser überzeugt, der feinen Staub sichtbar macht.

Bei der CameraJet ist es dieselbe Denkweise. Nur eben für Zahnzwischenräume statt Bodenstaub.

Ob die Erkennung im Alltag wirklich so präzise trifft wie im Labor, muss sich erst zeigen. Software-Versprechen und echte Zähne sind zwei unterschiedliche Dinge.

Der konische Strahl: Ersetzt das die Zahnseide und Mundspülung?

9 von 10 Menschen nutzen keine Zahnseide regelmäßig. Das zeigt Dysons eigene Studie.

Genau hier will die CameraJet ansetzen. Der Wasserstrahl soll die Lücke schließen, die die meisten von uns bei der Zahnseide lassen.

Herkömmliche Munddusche nutzen einen nadelförmigen Strahl. Der durchdringt Plaque zwar, kann sie aber nicht lösen.

Dyson setzt stattdessen auf einen konischen, breit gefächerten Strahl. Er soll Plaque großflächig lösen statt sie nur zu durchbohren.

Dyson CameraJet Bürstenkopf mit konischem Wasserstrahl
© by Dyson

Der Strahl arbeitet laut Dyson mit niedrigerem Druck als klassische Munddusche, um Zahnfleisch und Zahnschmelz zu schonen.

Tipp: Präzise Strömungen zu kontrollieren, ist eine Dyson-Kernkompetenz. Auch unsere Dyson Ventilatoren im Test zeigen, wie viel Ingenieursarbeit in vermeintlich simple Luftströme fließt.

Bei der CameraJet steckt dieselbe Fluiddynamik-Expertise in einem Wasserstrahl von wenigen Millimetern.

Als Ersatz für die Zahnseide würden wir das trotzdem nicht bezeichnen. Eher als ernsthafte Ergänzung für alle, die Zahnseide ohnehin nie in die Hand nehmen.

Variable Schallbewegung: Wie die Dyson CameraJet bis zu 69 % mehr Plaque entfernt

Klassische Schallzahnbürsten haben ein Problem, das kaum jemand kennt. Die Borsten bleiben an schwer erreichbaren Stellen manchmal einfach stehen.

Die Bürste läuft, aber die Borste bewegt sich nicht mehr. Dyson hat das in eigenen Zeitlupenaufnahmen entdeckt.

Die Lösung heißt variable Schallbewegung. Der Winkel verändert sich während des Putzens ständig, damit die Borsten in Bewegung bleiben.

In externen Labortests entfernte die variable Schallbewegung bis zu 69 % mehr Plaque in schwer erreichbaren Bereichen. Verglichen wurde mit marktführenden elektrischen Premium-Zahnbürsten.

Für Dich bedeutet das vor allem eines: die Ecken, die Du beim Putzen unbewusst auslässt. Genau dort setzt die Technik an.

69 % klingt nach einer Laborzahl und das ist sie auch. Ob der Unterschied im Alltag genauso spürbar ist, zeigt sich erst nach ein paar Wochen echter Nutzung.

Doppelborsten, RFID-Kopf und Anti-Schwerkraft-Behälter: Das System im Detail

Die Kamera und der Strahl sind die auffälligste Neuerung. Aber auch der Rest des Bürstenkopfs wurde neu gedacht.

Doppelborsten mit RFID-Chip

Der Bürstenkopf hat zwei Borstentypen. Die inneren, etwas festeren Borsten entfernen Verfärbungen, die äußeren, weicheren reinigen sanft den Zahnfleischrand.

Ein RFID-Tag im Bürstenkopf zählt jede Reinigung mit. Sobald ein Wechsel fällig ist, meldet sich die App von selbst.

Für empfindliche Zähne gibt es eine eigene Sensitive-Variante des Bürstenkopfs.
Dyson CameraJet Bürstenkopf mit Doppelborsten und RFID-Chip in X-Ray
© by Dyson

Der Anti-Schwerkraft-Behälter der Dyson CameraJet

Der 12,5-Milliliter-Behälter für Mundspülung sitzt hinter dem Bürstenkopf.

Eine Membranpumpe und Druckkammer sorgen dafür, dass der Strahl in jeder Haltung gleich stark ist.

Aufrecht, schräg oder waagerecht, egal. Klassische Munddusche verlieren beim Kippen oft an Druck, weil sie Luft ansaugen.

Gerade beim Putzen der Zahninnenseiten hältst Du die Bürste fast automatisch schräg. Genau da könnte dieses Detail im Alltag tatsächlich einen Unterschied machen.

MyDyson App: Wie die Dyson CameraJet Dein Putzverhalten live zeigt

Die Kamera läuft nicht nur zur Strahlsteuerung. Über WLAN und Bluetooth zeigt sie Dir Dein Putzverhalten live in der MyDyson App.

Dyson vergleicht das mit einem hochwertigen Endoskop. Du siehst Bereiche im Mund, die sonst nur Zahnärzte zu Gesicht bekommen.

Die Kamera nimmt nur während der Live-Ansicht oder im automatischen Strahlbetrieb Bilder auf. Weder auf dem Gerät noch in der Cloud werden diese gespeichert.

Tipp: Das Prinzip kennen wir bereits von Dyson. In unserem Dyson Luftreiniger Test überwacht ein Sensor die Luftqualität und das Gerät reagiert automatisch.

Bei der CameraJet läuft im Prinzip derselbe Regelkreis ab. Nur eben im Mund statt im Wohnzimmer.

Auch unser Smart-Home-Experte sieht das ähnlich:

App-gestützte Echtzeit-Rückmeldung verändert Nutzungsgewohnheiten oft stärker als das Gerät selbst. Wer sieht, was er übersieht, putzt automatisch gründlicher.

Ilia

Smart Home Experte, Produkttester & Fachberater Smart Home (TÜV)

Live-Feedback klingt gut, ist aber nur so hilfreich wie die Bereitschaft, es sich wirklich anzuschauen. Ob das im hektischen Morgenalltag passiert, ist eine andere Frage.

Für wen sich das wirklich lohnt: Faule Putzer, Kurz-Putzer und Langzeit-Denker

Im Schnitt putzen wir unsere Zähne nur 45 Sekunden statt der empfohlenen zwei Minuten. Genau für diese Realität wirkt die CameraJet gemacht.

  • Kurz-Putzer: Die Kamera lenkt den Strahl gezielt in Zwischenräume, auch wenn insgesamt wenig Zeit bleibt
  • Einmal-am-Tag-Putzer: Die App zeigt genau, welche Stellen regelmäßig ausgelassen werden
  • Zahnseide-Verweigerer: Der konische Strahl übernimmt zumindest einen Teil der Zwischenraumreinigung
  • Langfristig Denkende: Laut WHO sind weltweit 3,7 Milliarden Menschen von Munderkrankungen betroffen, mit Verbindungen zu Herzerkrankungen und Alzheimer
Tipp: Falls Dir das Modell zu teuer oder technisch aufwendig ist, hilft unser Vergleich der besten elektrischen Zahnbürsten weiter. Dort findest Du auch günstigere Modelle mit solider Leistung.

Ob sich das für Dich lohnt, hängt an einer ehrlichen Selbsteinschätzung. Wer ohnehin gründlich putzt, bekommt hier vor allem spezielle Luxus-Extras.

Das komplette System der Dyson CameraJet: Zahnpasta, Mundspülung und Ladestation

Die Bürste allein wäre nur die halbe Idee. Dyson liefert ein komplettes Dentalsystem mit.

Zahnpasta und Mundspülung ohne Schaum

Die mitgelieferte Zahnpasta ist bewusst schaumfrei und SLS-frei. Schaum würde der Kamera die Sicht versperren.

Beide Produkte enthalten Natriumfluorid, Phosphate und Xylit gegen Plaque und Zahnstein.

Erhältlich in Minze, Ingwer-Minze oder einer Sensitive-Variante mit Pfefferminz.

Ein System, das nur mit der eigenen Zahnpasta richtig funktioniert, kennen wir aus anderen Kategorien. Ob sich das bei der Zahnpflege genauso durchsetzt, wird sich erst zeigen.

Ladestation der Dyson CameraJet: Laden in drei Sekunden

Die Ladestation befüllt die Bürste per Knopfdruck in nur 3 Sekunden nach. Zwischen den Reinigungen steht sie aufrecht und griffbereit.

Dyson CameraJet Ladestation mit Zahnpasta und Mundspülung im Set
© by Dyson
Ein Reiseetui gehört zum Lieferumfang, das komplette Dentalsystem lässt sich also unterwegs genauso nutzen wie zuhause.

Preis und Verfügbarkeit: Das kostet die neue Zahnbürste von Dyson

Die Dyson CameraJet ist ab dem 1. September 2026 im Handel. Erhältlich im Dyson Onlinestore, den Dyson Stores vor ORt und bei ausgewählten Händlern.

Der UVP liegt bei 479 Euro. Damit bewegt sich das Gerät im teureren Segment, das die Kategorie der elektrischen Zahnbürsten aktuell zu bieten hat.

Enthalten sind:

  • Bürste,
  • Ladestation,
  • Reiseetui,
  • Zahnpasta und
  • Mundspülung.

Farblich stehen Ultra Blue und Ceramic Pink zur Wahl.

Dyson CameraJet in den Farbvarianten Ultra Blue und Ceramic Pink
© by Dyson

Ob sich der Preis rechtfertigt, hängt am Ende an der Kamera-Erkennung im echten Alltag. Genau das zeigt sich erst im unabhängigen Test, den wir nachreichen, sobald das Gerät bei uns eintrifft.

Fazit zur Dyson CameraJet Elektrozahnbürste mit Kamera und Mundspülung

Am Ende geht es bei der CameraJet nicht um eine Kamera als Gimmick. Es geht um den Moment, den jeder aus der eigenen Routine kennt: den Zwischenraum, den man übersieht.

Genau diesen blinden Fleck macht Dyson sichtbar. Sechs Jahre Entwicklungszeit stecken dahinter, das unterscheidet die CameraJet von reinen Marketing-Features.

Für notorische Kurz-Putzer und alle, die Zahnseide konsequent ignorieren, ist das ein echtes Argument. Für alle mit bereits guter Putzroutine bleibt es ein teures, aber faszinierendes Premium-Extra.

Unser Eindruck vom Event ist positiv. Ganz unabhängig testen können wir das Gerät aber erst, sobald es bei uns eintrifft.

Wir sind jedenfalls gespannt, ob die Kamera im eigenen Bad genauso zuverlässig arbeitet wie auf der Bühne.

Häufig gestellte Fragen zu Dyson CameraJet Test

  • Wie funktioniert die Kamera der Dyson CameraJet?


    Eine 100.000-Pixel-Makrokamera analysiert 28 Bilder pro Sekunde und erkennt Zahnzwischenräume in Echtzeit. Ein Algorithmus namens Gap Optical Targeting steuert daraufhin einen gezielten Wasserstrahl in den erkannten Zwischenraum.

  • Ersetzt der Wasserstrahl der Dyson CameraJet die Zahnseide?


    Ganz ersetzen wird der Strahl die Zahnseide nach heutigem Stand nicht. Für alle, die ohnehin nie zur Zahnseide greifen, ist er aber eine deutliche Verbesserung gegenüber gar keiner Zwischenraumreinigung.

  • Was kostet die Dyson CameraJet und wann ist sie erhältlich?


    Die Dyson CameraJet startet am 1. September 2026 zu einem UVP von 479 Euro. Enthalten sind Bürste, Ladestation, Reiseetui, Zahnpasta und Mundspülung.

  • Speichert die Dyson CameraJet Kamerabilder oder Videos?


    Nein. Laut Dyson läuft die Kamera nur während der Live-Ansicht oder im automatischen Strahlbetrieb, gespeichert werden die Bilder weder auf dem Gerät noch in der Cloud.

  • Für wen lohnt sich die Dyson CameraJet besonders?


    Am meisten profitieren Kurz-Putzer, Einmal-am-Tag-Putzer und alle, die Zahnseide konsequent meiden. Wer bereits sehr gründlich putzt, bekommt vor allem ein teures Extra.

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