Millimetergenaue Hinderniserkennung: Wie DJI seine Drohnentechnik in den Saugroboter bringt
DJI baut seit Jahren Drohnen, die im Flug Ästen und Kabeln ausweichen. Genau dieses Wissen steckt jetzt im ROMO 2.
Der Saugroboter kombiniert Fischaugen-Sensoren mit Lasersensoren zu einem eigenen Wahrnehmungssystem. Laut Hersteller erkennt er Objekte ab 2 Millimeter Dicke.
Auch transparente Objekte wie Glasflächen oder bodentiefe Spiegel sollen kein Problem mehr sein. Das ist ein Bereich, an dem viele Saugroboter bis heute scheitern.
In unseren eigenen DJI Drohnen Tests hat uns die Hinderniserkennung regelmäßig überzeugt. Genau diese Erfahrung will DJI jetzt auf den Boden übertragen.
LiDAR-Arm für die perfekte Kante: 123° Schwenk und mehr Reichweite als beim Vorgänger
Saugroboter scheitern oft an Sockelleisten und Ecken. Der ROMO 2 hat dafür einen ausschwenkbaren Arm.
Der Arm schwenkt bis zu 123 Grad und reicht 7,8 Zentimeter weiter aus als beim Vorgänger.
Beim Wischen soll er dadurch bis zu 4,5 Zentimeter tiefer unter schwebende Möbel kommen.
Auf dem Papier klingt das nach einer cleveren Lösung für Fußleisten und Möbelkanten.
Ob der Arm im Alltag wirklich sauber an Silikonfugen und Teppichkanten vorbeikommt, zeigt sich erst im eigenen Test.
Mehr zur Technik dahinter findest Du in unserem Überblick zu Saugrobotern mit Lasernavigation.
36.000 Pa Saugkraft: Die Andruckplatte des DJI ROMO 2 im Detail
Auf Teppich senkt sich beim ROMO 2 eine Andruckplatte ab. Sie dichtet den Boden fast luftdicht ab und soll die volle Saugleistung von 36.000 Pascal auf die Fasern bringen.
Laut Hersteller steigt die Staubaufnahme dadurch um bis zu 30 Prozent. Ein Gummirand soll die Platte gleichzeitig vor Kratzern auf Hartböden schützen.
Auch die Seitenbürsten wurden überarbeitet. Sie sollen sich leichter einklappen, weniger Haare aufnehmen und den Schmutz sauber zur Hauptbürste führen.
Selbstreinigende Station: Bis zu 85 % weniger Betriebsgeräusch
Die Basisstation wäscht sich laut Hersteller mit Hochdruck-Wasserstrahlen selbst. Grobschmutz wird direkt über eine große Absaugöffnung weggespült.
Insgesamt kommen 32 akustisch wirksame Materialien zum Einsatz.
DJI spricht von bis zu 85 Prozent weniger Betriebsgeräusch im Vergleich zur ersten ROMO Generation.
Eine laute Station ist bei vielen Premium-Modellen eben auch ein Störfaktor im Alltag.
Wenn DJI das wirklich in den Griff bekommen hat, wäre das ein spürbarer Pluspunkt für offene Wohnküchen.
Wenn Lautstärke für Dich das wichtigste Kriterium ist, lohnt sich ein Blick in unseren Überblick zu leisen Saugrobotern.
8,5 cm Hindernisüberquerung: Roboterbeine statt nur mehr Power
Türschwellen sind für viele Saugroboter das Ende der Reise. Der ROMO 2 setzt dagegen auf mechanische Roboterbeine statt nur auf einen stärkeren Motor.
Einzelne Stufen bis 8,5 Zentimeter und doppelte Schwellen bis 4 Zentimeter sollen so kein Problem mehr sein.
Aktuelle Premium-Modelle schaffen meist zwischen 4 und 6 Zentimeter.
Mechanische Beine klingen nach mehr Verschleiß als eine einfache Gummikante.
Wie robust die Konstruktion im Dauerbetrieb wirklich ist, muss sich über Monate zeigen, nicht nur auf der Messe.
Gerade in Haushalten mit Haustieren sind hohe Türschwellen und Spielzeug auf dem Boden ein Dauerthema.
KI-gestützte Reinigung: Wie der DJI ROMO 2 auf Teppich, Hartboden und Chaos reagiert
Der ROMO 2 soll je nach Untergrund automatisch reagieren.
Auf Teppich erhöht sich die Saugkraft, auf Hartboden schaltet das System in einen vorsichtigeren Modus.
Auch unser Smart-Home-Experte sieht das genauso:
KI-gestützte Objekterkennung ist erst so gut wie ihre Trainingsdaten. Gerade bei ungewöhnlichen Gegenständen zeigt sich im Alltag oft schnell, wo die Grenzen liegen.

Joe
Smart Home Experte & Produkttester
Auf dem Papier ist das eine runde Sache. Wie zuverlässig die Erkennung bei echtem Wohnungs-Chaos funktioniert, lässt sich aus einem Datenblatt aber nicht ablesen.
DJI ROMO 2 im Marktumfeld: Wie schlägt sich der Drohnen-Neuling gegen Roborock und Co.?
Vor rund einem Jahr ist DJI mit dem ersten ROMO in den Saugroboter-Markt eingestiegen. Schon nach weniger als zwölf Monaten folgt mit dem ROMO 2 die zweite Generation, ein ungewöhnliches Tempo für die Branche.
In unserem Roborock S8 MaxV Ultra Test hat uns die Hinderniserkennung ebenfalls überzeugt, allerdings gab es dort gelegentlich Probleme mit Kabeln direkt an Ecken und Kanten.
Genau an diesem Punkt will DJI mit seiner Drohnentechnik jetzt ansetzen.
Auffällig ist auch der Preis. Die erste ROMO Generation startete bei bis zu 1.899 Euro, der ROMO 2 ist mit 1.199 bis 1.299 Euro deutlich günstiger positioniert.
Preis und Verfügbarkeit des DJI ROMO 2
Der DJI ROMO 2 kommt in zwei Varianten. Der ROMO A2 startet bei 1.199 Euro, der etwas hochwertigere ROMO P2 bei 1.299 Euro.
Wer beide Reinigungsmittel-Systeme zusammen möchte, greift zum Clean More Combo Paket für 1.349 Euro.
Der Marktstart ist für September 2026 im DJI Store und bei Amazon geplant.
Highlight-Box: Vom 9. bis 30. September senkt DJI die Preise im Rahmen einer Early-Bird-Aktion um bis zu 19 Prozent.
Der ROMO P2 kostet dann 1.059 Euro statt 1.299 Euro.
Für den US-Markt ist der ROMO 2 wegen regulatorischer Hürden vorerst nicht vorgesehen.
Für Deutschland und den restlichen europäischen Markt gilt diese Einschränkung nicht.
Fazit: Lohnt sich der DJI ROMO 2?
Was den ROMO 2 von einem gewöhnlichen Refresh unterscheidet, ist das Tempo.
Keine zwölf Monate nach dem Debüt hat DJI eine der größten Schwächen der ersten Generation, die fehlende Kletterfähigkeit, direkt nachgerüstet.
Genau das war beim ersten ROMO einer der häufigsten Kritikpunkte in unabhängigen Berichten.
Ein Hersteller, der so schnell auf Kritik reagiert, verdient zumindest einen zweiten, genaueren Blick.
Die Kombination aus Drohnensensorik und 36.000 Pascal Saugkraft klingt auf dem Papier nach echter Oberklasse, und das zu einem Einstiegspreis, der deutlich unter dem der ersten Generation liegt.
Ob die Navigation im echten Wohnungs-Chaos genauso zuverlässig funktioniert wie auf der Messe, muss ein unabhängiger Test erst noch zeigen.
Bis dahin bleibt der ROMO 2 einer der spannendsten Saugroboter-Neuzugänge dieses Jahres.
Inhalt
Macht Drohnen-Technik den DJI ROMO 2 zum besten Saugroboter?
Millimetergenaue Hinderniserkennung: Wie DJI seine Drohnentechnik in den Saugroboter bringt
LiDAR-Arm für die perfekte Kante: 123° Schwenk und mehr Reichweite als beim Vorgänger
36.000 Pa Saugkraft: Die Andruckplatte des DJI ROMO 2 im Detail
Selbstreinigende Station: Bis zu 85 % weniger Betriebsgeräusch
8,5 cm Hindernisüberquerung: Roboterbeine statt nur mehr Power
KI-gestützte Reinigung: Wie der DJI ROMO 2 auf Teppich, Hartboden und Chaos reagiert
DJI ROMO 2 im Marktumfeld: Wie schlägt sich der Drohnen-Neuling gegen Roborock und Co.?
Preis und Verfügbarkeit des DJI ROMO 2

