Das KI Fleckenerkennungssystem: Unsichtbare Flecken werden sichtbar
Vorgestellt hat Dyson den R3 Nurovi Spot+Scrub UV auf dem Dyson Unveiled Event, mitten in der IFA 2026 in Berlin. Insgesamt 13 neue Produkte hat Dyson dort gezeigt, von der Zahnbürste bis zum Saugroboter.
Tipp: Alle weiteren Neuheiten der Messe haben wir in unserem großen IFA 2026 Highlights Artikel gesammelt.
Der R3 kombiniert UV Licht, KI gestützte Bildverarbeitung und grünes Laserlicht. Zusammen sollen sie Flecken erkennen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind.
Laut Dyson identifiziert das System nahezu 200 Fleckenarten und Objekte. Erkannt wird nicht nur, dass ein Fleck da ist, sondern auch, um welche Substanz es sich handelt.
Laut Hersteller reinigt der R3 eine erkannte Stelle so lange, bis der Fleck vollständig entfernt ist.
Ganz neu ist der Ansatz für Dyson allerdings nicht. Schon der Vorgänger Spot+Scrub Ai hatte eine kamerabasierte KI Fleckenerkennung mit grünem LED Licht.
Wir waren bei der Ankündigung des Spot+Scrub Ai skeptisch. Unsere Einschätzung damals: Das Potenzial ist hoch, Vertrauen muss sich das Gerät erst verdienen.
Am Ende hat sich das Gerät als solide, aber nicht herausragend erwiesen. Beim R3 stellt sich für uns dieselbe Frage: Reicht die UV Erkennung, um wirklich vorne mitzuspielen?
Heißes Wasser gegen hartnäckigen Schmutz: Die selbstreinigende Nasswalze
Für eingetrocknete Flecken reicht reines Wasser oft nicht aus. Der R3 setzt deshalb auf ein 12 Punkt Befeuchtungssystem mit 70 °C heißem Wasser.
Die Walze bekommt bei jeder Umdrehung frisches, warmes Wasser. Gleichzeitig reinigt sie sich dabei selbst, ohne dass Du sie von Hand abwischen musst.
Auch unser Smart Home Experte sieht das genauso:
Warmes statt kaltes Wischwasser ist kein Luxusdetail. Es löst eingetrocknete Rückstände deutlich besser und wirkt zusätzlich gegen Keime im Schmutzwasser.

Joe
Smart Home Experte & Produkttester
Viele Wischroboter arbeiten noch mit kaltem Wasser oder gar keiner Erwärmung. Das könnte im Alltag bei eingetrocknetem Schmutz einen echten Unterschied machen.
Beim Vorgänger Spot+Scrub Ai bemängelten unabhängige Tester genau die Walzenreinigung: langwierig und laut. Ob Dyson das beim R3 gelöst hat, zeigt erst der Alltag.
Randnahe Reinigung und Saugkraft: 40 mm Walze, 30.000 Pa Motor
Ecken sind für viele Saugroboter ein Schwachpunkt. Beim R3 fährt die komplette Mikrofaserwalze 40 mm aus und reicht so bis direkt an die Wand.
Für die Trockenreinigung sorgt ein 30.000 Pa Motor. Laut Dyson liefert er 65 % mehr Saugkraft als der Vorgänger Spot+Scrub Ai.
30.000 Pa klingt nach viel und das ist es auch. Ganz vorne in der Kategorie steht der Wert 2026 aber nicht mehr, aktuelle Spitzenmodelle liegen inzwischen deutlich höher.
Wichtiger als der reine Pa Wert ist ohnehin, was am Ende auf dem Boden ankommt. Genau das können wir erst im echten Test beurteilen.
Die Ladestation: Entleeren, Reinigen und Laden ganz automatisch
Nach jeder Reinigung fährt der R3 zurück in seine Station. Dort wird der Staubbehälter geleert, die Walze gereinigt und der Akku geladen, alles automatisch.
Die Station arbeitet zyklonisch und beutellos. Du musst also keine Staubbeutel nachkaufen.
Für Dyson ist das ein wichtiger Schritt. Bei Dysons erstem Saugroboter, dem 360 Vis Nav, war eine Absaugstation trotz hohem Preis nicht einmal im Lieferumfang enthalten.
Eine waschende und ladende Station allein macht noch keinen guten Saugroboter. Ob die Automatik im Alltag zuverlässig läuft, zeigt sich erst nach Wochen im Dauerbetrieb.
Der R3 in der neuen Nurovi Reihe: Einordnung zu R1 und R2
Der R3 Nurovi Spot+Scrub UV ist das Topmodell einer kompletten neuen Reihe. Dyson nennt sie Nurovi, ein Kunstwort aus Neural Intelligence und Vision System.
- Dyson R1 Nurovi Dry: reine Trockenreinigung, 21.000 Pa, ab Ende 2026 für 549 Euro
- Dyson R2 Nurovi Wash+Dry: Saugen und Wischen mit Reuleaux Dreieck Pads, ab Ende 2026 für 849 Euro
- Dyson R3 Nurovi Spot+Scrub UV: Topmodell mit UV Fleckenerkennung, ab Anfang 2027 für 1.119 Euro
Auffällig ist der zeitliche Abstand.
Während R1 und R2 schon Ende 2026 starten, lässt der R3 bis Anfang 2027 auf sich warten.
Der R3 war an dem Abend übrigens nicht das einzige neue KI Produkt von Dyson. Auf derselben Bühne hat Dyson auch die CameraJet vorgestellt, die erste Zahnbürste mit eingebauter Kamera.
Tipp: Alle Details zur neuen Zahnbürste findest Du in unserem Dyson CameraJet Test.
Preis und Verfügbarkeit
In Deutschland kostet der Dyson R3 Nurovi Spot+Scrub UV 1.119 Euro (UVP). Verfügbar ist er laut Dyson ab Anfang 2027.
Damit bewegt sich der R3 im oberen Preissegment aktueller Premium Kombigeräte. Ein konkretes Startdatum hat Dyson bisher nicht genannt.
Fazit: Lohnt sich das Warten auf den Dyson R3 Nurovi Spot+Scrub UV?
Die UV Fleckenerkennung ist der Punkt, der uns am R3 wirklich interessiert. Kein anderer Saugroboter, den wir kennen, macht unsichtbaren Schmutz auf diese Art sichtbar.
Gleichzeitig kennen wir dieses Muster von Dyson bereits. Schon beim Spot+Scrub Ai klang die Technik auf dem Papier stark, am Ende reichte es nur für ein solides Mittelfeld.
Die automatische Ladestation schließt eine echte Lücke, die selbst der 360 Vis Nav noch hatte. Das allein macht aus dem R3 aber noch keinen Überflieger.
Wer auf eine wirklich clevere Fleckenerkennung wartet, sollte den R3 im Auge behalten. Ob das Versprechen hält, zeigt erst unser Test nach dem Marktstart Anfang 2027.
Inhalt
Unsichtbare Flecken sichtbar gemacht: Der neue Dyson R3 Nurovi Spot+Scrub UV
Das KI Fleckenerkennungssystem: Unsichtbare Flecken werden sichtbar
Heißes Wasser gegen hartnäckigen Schmutz: Die selbstreinigende Nasswalze
Randnahe Reinigung und Saugkraft: 40 mm Walze, 30.000 Pa Motor
Die Ladestation: Entleeren, Reinigen und Laden ganz automatisch
Der R3 in der neuen Nurovi Reihe: Einordnung zu R1 und R2
Fazit: Lohnt sich das Warten auf den Dyson R3 Nurovi Spot+Scrub UV?
Häufig gestellte Fragen zu Dyson R3 Nurovi Spot+Scrub UV Test

