Roborock Saros 20 Serie im Vergleich: Für wen lohnt sich welches Modell?
Bevor wir in die Tests einsteigen, hier die Kurzfassung. Jeder der drei hat eine klare Zielgruppe.
Saros 20 Neo: Der Allrounder für Preisbewusste
Der Neo ist der Roboter für die meisten Haushalte. Sein Anschaffungspreis liegt bei 999 Euro, er ist unter 8 cm flach und saugt stark auf Teppich.
Seine Schwäche: dünne Kabel und Schnürsenkel erkennt er schlecht. Wer vorher kurz aufräumt, bekommt hier den besten Deal der Serie.
Saros 20 Flow: Der Wischprofi mit Walze
Der Flow ist für alle, deren Boden aussehen soll wie frisch gebohnert. Seine selbstreinigende Wischwalze wischt klar am besten, gerade bei eingetrocknetem Dreck.
Dafür zahlst Du 1.299 Euro und nimmst mehr Wartung in Kauf. Feiner Sand auf Teppich ist seine Achillesferse.
Saros 20: Der Klassiker ohne Spitznamen
Der Saros 20 ist flach, kletterstark und gut an den Fußleisten. Er navigiert aber mit Kamera statt LiDAR.
Für große, verwinkelte Wohnungen ist er deshalb die schwächste Wahl. Zum vollen Preis ist er schwer zu empfehlen, im Angebot kann er sich lohnen.
Fast Drillinge: Das haben alle drei gemeinsam
Was haben Saros 20, Neo und Flow gemeinsam? Ziemlich viel. Und das ist erstmal eine gute Nachricht.
Gemeinsamkeiten, die überzeugen
Alle drei kommen mit 36.000 Pa Saugkraft. Unser allererster Saugrobotertest, der Roborock S5 Max, hatte damals 4.000 Pa.
Das ist das Neunfache. Wir fragen uns langsam, wo die Reise noch hingeht.
Das Herzstück gegen Haare ist bei allen gleich: eine in der Mitte geteilte Hauptbürste. Die Haare wandern zur Mitte und landen im Staubbehälter, statt sich aufzuwickeln.
Aus unserer Sicht ist das eine der besten Technologien gegen Haare. Außerdem teilen sich die drei:
- Wäsche der Wischsysteme mit bis zu 100 °C heißem Wasser
- Ausfahrbare Kletterbeinchen: im Test 4,5 bis 5 cm Kantenhöhe
- Matter-Unterstützung und Sprachsteuerung per „Hello Rocky“
- Die Roborock App, für uns eine der besten am Markt
- Eine Reinigungsmittelkassette in der Station
Dazu kommt, was Roborock seit Jahren gut kann: Hardware und Software passen zusammen. Du packst aus und bekommst ein ausgereiftes Produkt, das sofort funktioniert.
Gemeinsamkeiten, auf die wir verzichten könnten
Leider teilen die drei auch ein paar Schwächen. Und die nerven im Alltag.
- Einwegbeutel in der Station: Folgekosten und Müll
- Kein Festwasseranschluss: Du schleppst Wasser
- Platz für nur einen Reiniger in der Kassette
Wenn so vieles gleich ist, warum liegen dann rund 500 Euro zwischen den Preisen? Weil sie sich an vier Stellen deutlich unterscheiden.
Roborock Saros 20 Vergleich im Saugtest: Überraschung auf dem Teppich
36.000 Pa klingt, als würden sie Dir die Fliesen aus dem Boden ziehen. Wir haben nachgeprüft, was davon in der Praxis ankommt.
Hartboden: Alle drei auf Topniveau
Auf Hartboden liegen die drei dicht beieinander. Linsen, Haferflocken und Sand verschwinden bei allen fast vollständig:
| auf dem Hartboden | Saros 20 | Saros 20 Neo | Saros 20 Flow |
| Linsen | 96 % | 98 % | 98 % |
| Haferflocken | 96 % | 94 % | 96 % |
| Sand | 98 % | 98 % | 96 % |
Die Unterschiede sind marginal. Hier machst Du mit keinem der drei etwas falsch.
Teppich: Der Flow strauchelt beim Sand
Auf Teppich wird es spannend. Und ausgerechnet das teuerste Modell sorgt für die größte Überraschung.
Bei Linsen und Haferflocken ist der Flow mit 98 % top. Bei feinem Sand bleibt er aber hängen: 56 % nach der ersten Überfahrt, 64 % nach der zweiten.
Neo und Saros 20 spielen hier in einer anderen Liga. So sehen die Teppichwerte im Überblick aus:
| auf dem Teppich | Saros 20 | Saros 20 Neo | Saros 20 Flow |
| Linsen | 100 % | 100 % | 98 % |
| Haferflocken | 98 % | 100 % | 98 % |
| Feiner Sand | 84 % | 88 % | 56 % (64 % nach 2. Fahrt) |
Warum schwächelt der Flow? Durch die Walze ist er anders aufgebaut und etwas höher.
Außerdem fehlt ihm die Chassis-Lift-Funktion. Neo und Saros 20 passen ihre Höhe an den Teppich an, der Flow nicht.
Haare: Die geteilte Bürste im Praxistest
Die Frage hören wir ständig: Kann der Roboter Haare? Bei allen drei Saros 20 lautet die Antwort: ja, hervorragend.
Die geteilte Hauptbürste schiebt die Haare von links und rechts zur Mitte. Dort lösen sie sich und werden direkt eingesaugt.
Der Flow hatte bei uns 100 % der Haare im Behälter, nichts an Bürste oder Rädern. Beim Neo können sich an den Bürstenenden vereinzelt Haare festsetzen.
Ecken: Seitenbürste ist nicht gleich Seitenbürste
In den Ecken zeigen sich zwei verschiedene Systeme. Neo und Saros 20 nutzen eine ausfahrbare Seitenbürste.
Sie fährt in die Ecke aus und fegt den Schmutz heraus. Das hat bei beiden super funktioniert.
Der Flow geht einen eigenen Weg. Er hat zwei Seitenbürsten, die nicht ausfahren.
Die rechte dreht in der Ecke vor und zurück und soll den Schmutz so herausholen. In unserer Testecke hat das nicht funktioniert.
Warum Roborock ausgerechnet beim Flow auf die ausfahrbare Seitenbürste verzichtet? Für uns ein Rätsel.
Lieber Roborock: Beim nächsten Flow bitte nachrüsten. Wir wären die Ersten, die sich freuen.
Unser Fazit zum Saugtest
Auf Hartboden und bei Haaren liefern alle drei Spitzenwerte. Auf Teppich mit feinem Sand und in den Ecken haben Neo und Saros 20 klar die Nase vorn.
Pads gegen Walze: Wer wischt wirklich sauber?
Beim Wischen teilt sich die Serie in zwei Lager. Und genau hier kracht es am meisten.
Team Pads: Saros 20 und Neo. Team Walze: der Flow, ganz allein.
Saros 20 und Neo wischen mit zwei rotierenden Pads.
Der Saros 20 drückt mit bis zu 13 Newton. Der Neo schafft 14 Newton bei 200 Umdrehungen pro Minute.
Der Flow setzt auf die SpiraFlow 2.0 Walze:
- 27 cm lang
- 16 Düsen mit frischem Wasser
- 240 Umdrehungen pro Minute
- Bis zu 15 Newton Anpressdruck
Und jetzt kommt der Clou: Ein Abstreifer nimmt das Dreckwasser sofort ab und leitet es in einen eigenen Tank im Roboter. Die Walze wischt also nie mit ihrer eigenen Brühe weiter.
Das ist, als würdest Du den Lappen nach jedem Zentimeter auswaschen. Die Pads dagegen werden erst nach einem Intervall in der Station gereinigt.
Klingt nach einem klaren Punkt für die Walze. Wir wollten Beweise.
Extremtest: Eingetrockneter Dreck als Endgegner
Eingetrockneter Dreck ist der Endgegner jedes Wischroboters. Der Flow hat die harten Verschmutzungen gelöst, nur vereinzelt blieben ein paar Quarkflecken.
Beim anschließenden Tuchtest dann das Highlight: Das Tuch blieb weiß.
Neo und Saros 20 lösen den Schmutz zwar gut. Sie nehmen ihn aber nicht komplett auf, sondern verteilen einen Teil weiter im Raum.
Das nennt man Kreuzkontamination. Der Schmierfilm ist hauchdünn, aber das Tuch zeigt ihn gnadenlos.
An den Leisten schlagen die Pads zurück
Die Pads haben eine Revanche verdient. Denn an den Fußleisten drehen sie richtig auf.
Der Saros 20 fährt dank Wandabstandssensoren sauber an der Wand entlang. Kaffeeflecken und Glasstiftreste? Einfach weg.
Der Neo drückt so ordentlich auf die Pads, dass sogar eingetrockneter Senf abging.
Und der Flow? Er ließ am Rand einen etwa 2 cm breiten Kaffeestreifen stehen.
Das ist der typische Nachteil von Wischwalzen: Der Rand bleibt ihr Schwachpunkt. Man kann eben nicht alles haben.
Teppich, Möbel und Stuhlbeine
Kommt beim Wischen ein Teppich, hebt der Flow die Walze um bis zu 15 mm an. Zusätzlich klappt er eine Abdeckung darüber, den Roller Shield.
Das Ergebnis bei uns: Der Teppich blieb trocken.
Saros 20 und Neo legen die Pads in der Station ab oder heben sie um 15 mm an. Für Hochflor reicht das nicht, da legst Du die Pads lieber vorher ab.
An Möbeln und Stuhlbeinen dreht sich das Bild wieder. Der Flow schiebt die Walze bis zu 44 mm seitlich aus.
Trotzdem bleibt die Abdeckung hier eine klare Schwachstelle. Neo und Saros 20 kommen mit ihren ausfahrbaren Pads deutlich näher heran.
Wischen im Alltag: Wasser, Holzböden, Restfeuchte
Eingetrocknete Flecken hast Du im Alltag eher selten. Deshalb haben wir uns auch das ganz normale Wischen angeschaut.
Der Flow wird im Alltag fast langweilig. Und das ist im positivsten Sinne gemeint.
Top Wasserverteilung, keine Flecken, keine Schlieren. Auf Holzböden erkennt er den Bodentyp per Kamera und nimmt automatisch weniger Wasser.
Die Walze drückt konzentriert auf den Boden und verteilt das Wasser deutlich sparsamer als rotierende Pads. Für empfindliche Böden ist der Flow deshalb die bessere Wahl.
Der Neo hinterlässt ebenfalls keine Tropfen oder Flecken. Laut Roborock bleiben bis zu 30 % weniger Restfeuchte zurück.
In der App stellst Du die Feuchtigkeit in 30 Stufen ein, sogar pro Raum. Das versprochene Wischen mit warmem Wasser konnten wir aber nicht nachvollziehen.
Unsere Wärmebildkamera zeigte: Das Wasser kam nicht vorgewärmt auf dem Boden an.
Beim Saros 20 war die Wischspur selbst auf höchster Stufe hauchdünn. Wir hätten uns mehr Wasser gewünscht.
Dafür sind die Pads direkt nach der Station sehr nass. Hast Du empfindliche Böden, heißt das: Augen auf.
Unser Experte Joe bringt es auf den Punkt:

Joe
Smart Home Experte & Produkttester
Auf Parkett und Laminat ist weniger Wasser oft mehr. Entscheidend ist, dass ein Wischroboter die Feuchtigkeit gleichmäßig verteilt und nicht in Pfützen abgibt.
Tipp: Mit dem passenden Reiniger holst Du noch mehr Wischleistung heraus. Welche Mittel sich eignen, liest Du in unserem Ratgeber zu Reinigungsmittel für Wischroboter.
Der vierte Saros: Ein kurzer Blick auf den Sonic
Moment, eins noch: Es gibt tatsächlich einen vierten Saros 20. Der Saros 20 Sonic ist eher eine Randerscheinung, und wir konnten ihn noch nicht testen.
Er setzt auf ein vibrierendes Wischtuch, die VibraRise Technik. Aus unserer Sicht gehört sie langsam ins Saugroboter-Museum.
Die Wischleistung dieser Technik liegt unter rotierenden Pads oder Walzen. Dazu kommt ein seitlich ausfahrendes System mit vielen beweglichen Teilen.
In Deutschland spielt der Sonic kaum eine Rolle. Bei Amazon ist er aktuell nicht erhältlich.
Unser Fazit zum Wischtest
Hast Du höchste Ansprüche, empfindliche Böden oder oft eingetrockneten Dreck? Dann bist Du mit dem Flow am besten bedient.
Wischst Du regelmäßig und willst wenig Wartung, fährst Du mit den Pads gut. Und bei der Wartung drehen sich die Verhältnisse, wie Du gleich im Stationsvergleich siehst.
Roborock Saros 20, Neo und Flow: Hinderniserkennung im Test
Frisst er mein Kabel? Diese Frage interessiert viele am meisten, und sie ist berechtigt.
Wir haben alle drei durch einen Parcours aus Haufen, Kabeln, Schuhen und Besteck geschickt. Das Ergebnis ist überraschend unterschiedlich.
Große Hindernisse: Leichte Übung für alle
Bei den Klassikern sieht es gut aus. Der Neo hat alle sechs Varianten unserer Fake-Hundehaufen erkannt und umfahren.
Saros 20 und Flow haben die Haufen meistens ebenfalls erkannt. Große Objekte sind für alle drei aber eine leichte Übung.
Kabel, Schnürsenkel, Besteck: Hier trennt sich das Feld
Spannend wird es bei dünnen, kleinen Dingen. Und hier zeigt ausgerechnet der Neo deutliche Schwächen.
Bei Kabeln hat er am schlechtesten abgeschnitten. Viele hat er schlicht nicht erkannt.
Flow und Saros 20 waren bei Kabeln klar besser. Bei Schnürsenkeln wiederholt sich das Bild.
- Saros 20 Neo: hat alle Schnürsenkel eingesaugt
- Saros 20 Flow: ist ziemlich nah an die Schuhe herangefahren
- Saros 20: hat die Schuhe sauber umfahren
Auch in Küche und Büro dasselbe Muster. Silberbesteck hat der Neo komplett ignoriert und ist einfach drübergefahren.
Flow und Saros 20 haben das Besteck erkannt und umfahren.
Der kleine Trick des Flow mit der Seitenbürste
Ein kleiner Unterschied hat für uns eine große Wirkung. Der Flow hebt seine Seitenbürste an und stoppt sie, sobald er ein Risikoobjekt erkennt.
Bei Saros 20 und Neo dreht sie dagegen einfach weiter, direkt neben dem Objekt. Genau dort wickeln sich Kabel auf wie Spaghetti auf die Gabel.
Deshalb liegt der Flow bei der Hinderniserkennung ein Stück vorn. Zu den besten Objekterkennern am Markt gehört er aber trotzdem nicht.
Unters Sofa, über die Schwelle: Navigation und Fahrverhalten
Was bringt Dir der beste Roboter, wenn er unters Sofa nicht passt oder an der Schwelle aufgibt? Genau das haben wir geprüft.
Bauhöhe: Ein Zentimeter macht den Unterschied
Alle drei sind flach, aber nicht gleich flach. Neo und Saros 20 messen jeweils nur 7,98 cm.
Damit gehören sie zu den flachsten Saugrobotern am Markt. Der Flow ist mit 8,98 cm etwa einen Zentimeter höher.
Der Grund ist die Walze, die sich in Echtzeit reinigt und dafür Platz braucht. Trotzdem ist der Flow einer der flachsten Wischroboter mit Walze.
Neo und Flow schaffen das mit einem einfahrbaren LiDAR-Turm. Er versinkt im Gehäuse wie das Periskop eines U-Boots.
Eingefahren sieht der Roboter über einen kleinen Schlitz nur noch 100 Grad statt 360. Ausgefahren hat er wieder den vollen Rundumblick.
Dieser eine Zentimeter ist keine Kleinigkeit. Er entscheidet, ob Dein Roboter den Staub unterm Sofa findet oder nur davor steht.
Klettern: Bis zu 5 cm hohe Schwellen
Alle drei haben ausfahrbare Kletterbeinchen. Saros 20 und Neo schafften bei uns 4,5 cm an scharfen 90-Grad-Kanten, der Flow etwa 5 cm.
Wir haben nicht überall exakt dieselbe Kante gemessen. Nimm die Werte also als Praxiswerte.
Flache Roboter, die so gut klettern, sind selten. Für Altbauwohnungen mit Türschwellen ist das genau die richtige Kombination.
Tipp: Welche Modelle noch höhere Hürden meistern, zeigen wir Dir in unserem Vergleich Saugroboter für hohe Türschwellen.
LiDAR oder StarSight: Wer findet sich besser zurecht?
Navigation klingt langweilig. Sie entscheidet aber, ob Dein Roboter plant oder irrt.
Neo und Flow fahren mit ihrem einfahrbaren LiDAR saubere Bahnen, ohne Herumgeeiere. Hier ist Roborock für uns weiterhin eine sichere Bank.
Der Saros 20 verzichtet auf den Laserturm und nutzt StarSight. Das System kombiniert strukturiertes Licht, Kamera und LED, dazu eine Kamera am Heck.
Das macht er ordentlich, aber spürbar schwächer als Neo und Flow. In engen Ecken braucht er länger und dreht sich öfter.
Als würde er kurz überlegen, wo er das Auto geparkt hat. Für große, verwinkelte Wohnungen würden wir deshalb einen der anderen beiden nehmen.
Lautstärke: Der Neo flüstert, der Flow pfeift
Beim Thema Lautstärke überrascht der Neo positiv. Er bleibt in allen Stufen pfeiffrei.
- Saros 20 Neo: 55 dB leise, 56 dB normal, 59 dB Turbo, 62 dB Max, 65 dB Max+
- Saros 20 Flow: 55 dB, 58 dB und 61 dB in den normalen Stufen, 65 bis 68 dB auf Max und Max+
- Saros 20: im Test ebenfalls relativ leise
Beim Flow kommt auf Max und Max+ ein hohes Pfeifen dazu. Wer da empfindlich ist, hört am besten vorher selbst rein.
Roborock Saros 20 Stationen im Vergleich: Design, Wartung, Folgekosten
Was bringt Dir die beste Wischtechnik, wenn Dich die Wartung nervt? Eine gute Station nimmt Dir die meiste Arbeit ab.
Auf den ersten Blick sehen die drei Stationen ähnlich aus. Im Detail unterscheiden sie sich aber deutlich.
Design und Maße
Der Saros 20 setzt noch auf den Oldschool-Look mit Klappe vorne. Dahinter warten Reinigungsmittelfach und Staubbeutel.
Mit 38,1 x 47,5 x 48,8 cm ist die Station ein ordentlicher Klotz, der viel Platz wegnimmt.
Der Flow hat ein überarbeitetes Design mit einer Front aus einem Guss. Staubbeutel und Reinigungsmittelfach verstecken sich oben im Gehäuse.
Kleiner Gag am Rande: Beide Designs erinnern an die alte S-Serie. Die S-Serie lebt also noch, nur eben als Station.
Beim Neo hat Roborock die Station komplett neu gedacht. Runde Formen, kaum Fugen und mit 40,2 x 49,4 x 45 cm niedriger als die des Saros 20.
Die Optik erinnert an die Curv-Serie, wirkt aber etwas klassischer. Weil es kaum Fugen gibt, lässt sie sich leichter sauber halten.
Uns gefällt die Neo-Station optisch am besten. Alle drei Stationen gibt es übrigens auch in Weiß.
Waschen und Trocknen: Das Föhn-Ranking
Gewaschen wird bei allen dreien mit bis zu 100 °C heißem Wasser. Danach wird das Wischsystem getrocknet, und hier gibt es Unterschiede.
- Saros 20 Flow: Trocknung mit 63 °C
- Saros 20 Neo: Trocknung mit 55 °C
- Saros 20: Trocknung mit 44 °C
Im Frischwassertank sitzt bei allen dreien ein Silberionen-Einsatz. Er soll Keime im Wasser reduzieren.
Dann die Seite, die weniger Spaß macht: Alle drei saugen den Staubbehälter in einen Einwegbeutel ab. Bei Saros 20 und Neo fasst er 2,5 Liter.
Ein paar Ersatzbeutel liegen bei. Sind die aufgebraucht, heißt das aber Folgekosten und Müll.
Unser Tipp: Es gibt wiederverwendbare Beutel mit Reißverschluss. Du leerst sie einfach aus, setzt sie wieder ein und sparst Geld und Müll.
Tipp: Wenn Dich Beutel grundsätzlich stören, schau Dir unseren Ratgeber zu Saugroboter mit Absaugstation ohne Beutel an.
Was Du selbst noch erledigen musst
Kein Festwasseranschluss, das kennst Du schon. Du füllst also Frischwasser nach und leerst das Schmutzwasser selbst.
Das solltest Du nicht zu lange schleifen lassen. Bleibt das Schmutzwasser mehrere Tage stehen, entwickelt der Tank ein übel riechendes Eigenleben.
Hilfreich ist ein Tankerfrischer mit probiotischen Mikroorganismen. Er baut die Geruchsquellen ab, sodass der Tank bis zu zwei Wochen geruchsfrei bleibt.
Pads gegen Walze bei der Wartung
Bei der Wartung drehen sich die Verhältnisse. Hier lachen plötzlich die Pad-Modelle.
Die Stationen von Saros 20 und Neo reinigen sich größtenteils selbst. Reinigungsteller und Waschschale nimmst Du ab und zu heraus und spülst sie im Waschbecken ab.
Am Roboter ist wenig zu tun: Pads runter, frische drauf, die gebrauchten ab in die Waschmaschine. Ein paar Ersatzpads auf Vorrat sind deshalb eine gute Idee.
Beim Flow ist mehr zu tun. Der Schmutzwassertank im Roboter will regelmäßig ausgewaschen werden, dazu kommen Walze, Abstreifer und Walzengehäuse.
Dafür hat der Flow einen Vorteil: Er trennt groben Schmutz vom Wasser, die Station verstopft nicht. Der Grobschmutz landet auf einer Platte, die Du einfach abspülst.
Bei den Pad-Modellen musst Du die Absaugung dagegen gelegentlich von Hand freiwischen. Unterm Strich ist die Walze trotzdem mehr Arbeit.
Preis und Lieferumfang: Wo die rund 500 Euro Unterschied stecken
Kommen wir zur unromantischen Frage: Was darf es kosten? Und hier wird es richtig interessant.
- Saros 20 Neo: 999 Euro
- Saros 20 Flow: 1.299 Euro
- Saros 20: 1.489 Euro, realistisch oft um die 1.100 Euro
Der Flow ist also ein ordentliches Stück teurer als der Neo. Das musst Du Dir leisten können und vor allem wollen.
Ein Trost: Neo und Flow gibt es als Complete-Variante mit Zubehör im Wert von etwa 200 Euro. Das ist unsere Schätzung.
Beim Saros 20 liegt dagegen eine einzige Flasche Reiniger bei. Ja, eine.
Hier alle wichtigen Unterschiede auf einen Blick:
| Kriterium | Saros 20 | Saros 20 Neo | Saros 20 Flow |
| Preis | 1.489 Euro | 999 Euro | 1.299 Euro |
| Wischsystem | 2 rotierende Pads | 2 rotierende Pads | Selbstreinigende Walze |
| Navigation | StarSight (Kamera) | Einfahrbares LiDAR | Einfahrbares LiDAR |
| Höhe | 7,98 cm | 7,98 cm | 8,98 cm |
| Sand auf Teppich | 84 % | 88 % | 56 % |
| Ausfahrbare Seitenbürste | Ja | Ja | Nein |
| Trocknung | 44 °C | 55 °C | 63 °C |
| Lieferumfang | 1 Flasche Reinige | Complete-Variante | Complete-Variante |
Roborock Saros 20 Vergleich Fazit: Unsere klare Empfehlung
Gleicher Name, gleiche Basis und trotzdem drei sehr verschiedene Roboter. Saros ist wirklich nicht gleich Saros, und das ist für Dich eine gute Nachricht.
Alle drei saugen auf Hartboden auf Topniveau und kommen hervorragend mit Haaren klar. Dazu klettern sie über bis zu 5 cm hohe Schwellen.
Dazu gibt es eine der besten Apps am Markt.
Der Flow hat uns beim Wischen am meisten beeindruckt. Nach dem Extremtest blieb das Tuch weiß, und auch im Alltag gibt es keine Flecken oder Schlieren.
Seine Schwächen sind aber real: 56 % bei feinem Sand auf Teppich, schwache Ecken und mehr Wartung. Der Neo wiederum übersieht dünne Kabel und Besteck.
Gemeinsam nerven Einwegbeutel und der fehlende Festwasseranschluss. Kein Deal-Breaker, aber ein Punkt, den Roborock beim Nachfolger angehen sollte.
Unsere Empfehlung ist trotzdem klar. Willst Du das beste Wischergebnis und passt das Budget, ist der Flow Deine Antwort.
Den Saros 20 empfehlen wir nur, wenn Du ihn deutlich unter dem Listenpreis findest. Zum vollen Preis kommt er zu spät zur Party und will trotzdem die Rechnung zahlen.
Für alle anderen gilt: Nimm den Neo. Er ist flach, stark auf Teppich, leise und mit 999 Euro der günstigste der drei.
Der günstigste Saros 20 ist damit für die meisten Haushalte der beste Kauf der ganzen Serie.
Inhalt
Roborock Saros 20 Vergleich: Neo, Flow oder doch der Klassiker?
Roborock Saros 20 Serie im Vergleich: Für wen lohnt sich welches Modell?
Fast Drillinge: Das haben alle drei gemeinsam
Roborock Saros 20 Vergleich im Saugtest: Überraschung auf dem Teppich
Pads gegen Walze: Wer wischt wirklich sauber?
Roborock Saros 20, Neo und Flow: Hinderniserkennung im Test
Unters Sofa, über die Schwelle: Navigation und Fahrverhalten
Roborock Saros 20 Stationen im Vergleich: Design, Wartung, Folgekosten
Preis und Lieferumfang: Wo die rund 500 Euro Unterschied stecken

