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Tineco Floor One S9 Station Scientist im Test: Nie wieder Wassertank nachfüllen?

Tineco Floor One S9 Station Scientist

Letztes Update am: 23.09.2026 Lesezeit: 9 Min.

Ständiges Nachfüllen des Wassertanks nervt beim Wischen am meisten. Aber kein Abmessen von Reinigungsmittel mehr, kein Griff zum Wasserhahn mitten in der Reinigung?

Genau das verspricht die Tineco Floor One S9 Station Scientist mit ihrer automatischen Station.

Wir wollten wissen, ob das Gerät dieses Versprechen wirklich hält.

Wir haben mit eingetrockneten Kaffeeflecken, Ketchup, Mayo und Tierhaaren getestet. Das Ergebnis liest Du hier, inklusive aller Schwächen.

Tineco Floor One S9 Station Scientist steht neben der Lade- und Automatik-Station im Test

Vorteile

  • Kaffee- und Ketchupflecken nach zwei Überfahrten vollständig entfernt
  • Sprühfunktion reinigt auch tiefe Fliesenfugen
  • Streifenfrei bis in Ecken und Fußleisten dank Abziehlippe
  • Vier Saugmodi vom kraftvollen Max- bis zum leisen Quiet-Modus
  • Silent-Dry-Modus bleibt unter 40 dB

Nachteile

  • Premium-Preis lohnt sich nur bei großen Flächen
  • Über einen Meter hoch, echtes Platzstatement

Das Wichtigste zur Tineco Floor One S9 Station Scientist Test auf einen Blick

  • Automatische Wassernachfüllung, auf Wunsch mit 60 °C heißem Wasser
  • Sprühfunktion im 15° Winkel gegen hartnäckige Flecken
  • Selbstreinigung in nur 5 Minuten bei 110 °C
  • Anti-Tangle funktioniert gut, aber nicht bei großen Haarbüscheln
  • 5,6 kg schwer, über 1 m hoch
  • Schmutzwassertank muss weiterhin von Hand geleert werden

Für wen lohnt sich die Tineco Floor One S9 Station Scientist?

Die Tineco Floor One S9 Station Scientist eignet sich für große Wohnungen und Häuser mit viel Hartboden. Wer regelmäßig Dreck ansammelt und das Budget für ein Premiumgerät übrig hat, bekommt hier eine sehr gute Alternative.

Für kleine bis mittelgroße Wohnungen ist die Station dagegen eher überdimensioniert.

Wenn Du nur gelegentlich schnell durchwischst, lohnt sich vielleicht der Tipp: Wirf einen Blick auf unseren Test des Tineco Floor One S7 Fold Elite, der leichter zu verstauen ist und weniger Platz braucht.

S9 Station Scientist Wischleistung im Test: Vom Kaffeefleck bis zur Fußleiste

Bevor wir zur cleveren Station kommen, wollten wir wissen, ob die Tineco Floor One S9 Station Scientist auch beim reinen Wischen überzeugt.

Dafür haben wir sie mit echtem Alltagsschmutz auf die Probe gestellt.

Der Härtetest mit Kaffee, Ketchup und Mayo

Genug Technik, jetzt wird's schmutzig. Wir haben Kaffee, Ketchup, Mayo und Ei auf dem Boden verteilt und bewusst eintrocknen lassen.

Das Ergebnis: Nach zwei Überfahrten war der Fleck komplett weg. Kaum Wasserreste auf dem Boden, das Kontroll-Tuch blieb sauber.

Tineco Floor One S9 Station Scientist entfernt eingetrockneten Kaffeefleck vom Boden
© Smart Home Fox

Für Dich heißt das: Du musst nicht mehr vorwischen oder einweichen, bevor Du zum Wischsauger greifst. Ein Durchgang reicht meist aus, auch bei hartnäckigem Schmutz.

Warmes statt heißes Wasser im Dauerbetrieb

Ein Punkt ist wichtig zu wissen: Das heiße Wasser wird nur beim Nachfüllen erhitzt. Während des Wischens kühlt es langsam wieder ab, ein Dauerheizer ist nicht verbaut.

Das bedeutet in der Praxis: Du bekommst warmes, aber kein durchgehend heißes Wasser über die gesamte Wischzeit.

Für die meisten Flecken im Alltag reicht das völlig aus. Nur bei extrem hartnäckigem, altem Schmutz und sehr großen Wischflächen merkst Du gegen Ende der Wischrunde, dass das Wasser nicht mehr ganz so heiß ist wie am Anfang.

Streifenfrei bis zur Fußleiste dank Abziehlippe

Der Grund für das saubere Ergebnis ist aus unserer Sicht die eingebaute Abziehlippe. Beim Zurückziehen des Geräts nimmt sie überschüssiges Wasser und Schmutz direkt vom Boden auf.

Das Ergebnis ist streifenfrei, ähnlich wie bei einem Fensterabzieher in der Dusche. Auch an Kanten und Fußleisten, wo viele Wischsauger sonst schwächeln, hat sie im Test sauber gearbeitet.

Tineco Floor One S9 Station Scientist reinigt streifenfrei entlang einer Fußleiste
© Smart Home Fox

Du sparst Dir damit das lästige Nachwischen von Rändern und Fußleisten per Hand, ein Schritt, den viele Wischsauger-Besitzer sonst zusätzlich einplanen müssen.

Tineco S9 Station Scientist Test: Unser Zwischenfazit zur Wischleistung

In Sachen reiner Wischleistung überzeugt die Tineco Floor One S9 Station Scientist auf ganzer Linie.

Eingetrockneter Schmutz verschwindet zuverlässig, die Kanten bleiben streifenfrei und selbst ohne Dauerheizung reicht die Wassertemperatur für den Alltag aus.

Damit legt das Gerät schon vor dem eigentlichen Stations-Feature ein solides Fundament.

Die Tineco Floor One S9 Station Scientist im Alltag: Nachfüllen, Dosieren, Sprühen

Die eigentliche Innovation der Tineco Floor One S9 Station Scientist ist aber nicht das Wischergebnis selbst, sondern das, was rundherum passiert. Wir haben die Station eine Woche lang im echten Alltag genutzt.

Automatische Wassernachfüllung mit bis zu 60 °C

Du musst nirgends selbst etwas abmessen oder nachschütten. Eine ganze Flasche Reinigungsmittel passt direkt in die Station.

Auf Knopfdruck füllt die Station den Wassertank am Gerät automatisch wieder auf, auf Wunsch sogar mit bis zu 60 °C heißem Wasser. Das Reinigungsmittel dosiert sie dabei gleich mit.

Tineco Floor One S9 Station Scientist füllt den Wassertank automatisch in der Station nach
© Smart Home Fox

Wir haben bewusst mehrere Räume hintereinander gewischt, ohne die Station auch nur ein einziges Mal manuell anzufassen. Genau das ist der Alltagsvorteil: Du wischst einfach durch, ohne zwischendurch zum Wasserhahn zu laufen.

Tipp: Wenn Dir das Original-Reinigungsmittel zu teuer ist, lohnt sich ein Blick auf unsere Tineco Reinigungsmittel-Alternativen. Damit sparst Du bei jeder Füllung bares Geld.

Hochdruck-Sprühfunktion gegen Fugen und hartnäckige Flecken

Per Knopfdruck schießt ein präziser Hochdruck-Wasserstrahl im 15° Winkel direkt vor die Bürstenwalze. Gerade bei richtig hartnäckigen, eingetrockneten Flecken gibt das der Reinigung noch mal einen ordentlichen Vorsprung.

Auch bei tieferen Fugen zwischen Fliesen funktioniert der Trick: Der Strahl spült den Dreck gezielt heraus, danach kannst Du ihn einfach aufnehmen.

Tineco Floor One S9 Station Scientist spült mit der Sprühfunktion Schmutz aus einer Fuge
© Smart Home Fox

Für Dich bedeutet das weniger Aufwand beim Schrubben: Der Wasserdruck übernimmt die Vorarbeit, Du musst nur noch drüberwischen.

Diese Funktion kennst Du eventuell schon von anderen Tineco-Modellen. Wenn Du keine Station brauchst, sparst Du mit diesem Modell ein paar Euro.

Tineco S9 Station Scientist im Alltag: Was die Automatik wirklich bringt

Zusammengenommen nehmen Dir Nachfüll-Automatik und Sprühfunktion genau die Handgriffe ab, die beim Wischen sonst am meisten nerven:

  • Wassertank auffüllen,
  • Reinigungsmittel abmessen und
  • hartnäckige Stellen vorbehandeln.

Im Alltag summiert sich das auf mehrere gesparte Minuten pro Wischrunde. Gerade bei großen Wohnflächen macht sich das deutlich bemerkbar.

Haare, Selbstreinigung und Bedienung

Neben Wischleistung und Station wollten wir auch wissen, wie die Tineco Floor One S9 Station Scientist mit Tierhaaren umgeht und wie viel Pflegeaufwand am Ende bei Dir hängen bleibt.

Anti-Tangle-Test: Wo das System an Grenzen stößt

Tineco wirbt mit dem sogenannten DualBlock Anti-Tangle Design, das Haare komplett vom Verheddern abhalten soll.

Bei normalen Haarmengen stimmt das auch, sie werden ganz normal aufgenommen und landen sauber im Schmutzwassertank.

Sobald Du größere Haarbüschel auf den Boden legst, sieht die Sache anders aus. Die verheddern sich dann eben doch in der Walze.

Das heißt nicht, dass die Technik nichts bringt. Im Vergleich zu Geräten ganz ohne Anti-Tangle-System ist das definitiv ein Unterschied, aber komplett frei vom Verheddern, wie es das Marketing verspricht, können wir so nicht bestätigen.

Für Haushalte mit normalem Tierhaar-Aufkommen reicht das System locker aus. Hast Du mehrere Langhaar-Tiere, solltest Du die Walze trotzdem gelegentlich von Hand kontrollieren.

Auch unser Smart-Home-Experte Ilia sieht das so:

Joe

Smart Home Experte & Produkttester

Anti-Tangle-Systeme reduzieren das Verheddern bei normalen Haarmengen zuverlässig. Bei sehr großen Haarbüscheln stößt aber jedes System an mechanische Grenzen, unabhängig vom Hersteller.

Falls die Walze bei Dir doch mal komplett blockiert, findest Du hier die Schritt-für-Schritt-Lösung: Tineco Bürste blockiert: Ursachen und Lösungen.

Selbstreinigung und Trocknung der Bürstenwalze

Nach dem Wischen reinigt sich die Walze selbst. Entweder blitzschnell in 5 Minuten bei 110 °C heißer Luft, oder im Silent-Dry-Modus unter 40 dB, dafür dauert es dann 45 Minuten.

Beides funktioniert hygienisch und zuverlässig. Aber, und das ist wichtig: Die Station nimmt Dir nicht alles ab.

Den Schmutzwassertank musst Du nach der Reinigung trotzdem von Hand auswaschen, genau wie bei jedem anderen Akkuwischsauger auch.

Nutze den schnellen Modus, wenn Du zeitnah wieder wischen willst und den leisen Silent-Dry-Modus, wenn Du abends fertig bist und niemanden stören möchtest.

Auf der IFA 2026 wurde bereits eine Variante mit Festanschluss gezeigt, bei der Du den Schmutzwassertank gar nicht mehr von Hand leeren musst.

Mehr Tipps zur regelmäßigen Pflege findest Du in unserem Ratgeber Tineco Wischsauger warten: So geht's richtig. Damit bleibt die Station dauerhaft geruchsfrei und leistungsstark.

Vier Saugmodi für jede Situation

Vier Modi stehen Dir zur Auswahl:

  • Auto: passt sich automatisch an den erkannten Schmutz an
  • Max: volle Power für stark verschmutzte Flächen
  • Suction: reines Saugen ohne Wischfunktion, ideal für Krümel und Sand
  • Quiet: besonders leise für sensible Tageszeiten

Alle vier haben im Test sauber funktioniert. Besonders der Quiet-Modus hat uns überzeugt, perfekt, wenn Du abends noch wischen willst, ohne die Kinder zu wecken.

Tineco S9 Station Scientist Erfahrung: Was beim Reinigen wirklich zählt

Bei Haaren und Selbstreinigung zeigt die Tineco Floor One S9 Station Scientist, dass sie zwar viel, aber eben nicht alles automatisiert.

Für normale Haarmengen und den täglichen Pflegeaufwand nimmt sie Dir spürbar Arbeit ab, den Schmutzwassertank musst Du aber weiterhin selbst in die Hand nehmen.

Mit den passenden Modi für laute und leise Momente bleibt die Bedienung dabei angenehm flexibel.

Tineco Floor One S9 Station Scientist vs. S9 Artist Premium: Der Unterschied

Tineco führt neben der Station S9 Scientist auch den Tineco Floor One S9 Artist Premium im Sortiment, den wir ebenfalls ausführlich getestet haben. Beide kosten UVP 899 Euro, unterscheiden sich aber deutlich.

Der Artist Premium setzt auf höhere Saugkraft (22.000 Pa statt 25 kPa Systemdruck) und eine FlashDry-Selbstreinigung mit 85 °C heißer Luft, allerdings ohne externe Wasser-Station.

Du musst den kleinen Frischwassertank am Gerät also weiterhin von Hand befüllen.

Die Station Scientist liefert dafür genau das, was ihr Name verspricht: eine 5-Liter-Station, die automatisch nachfüllt, sogar mit heißem Wasser. Wer das Nachfüllen komplett loswerden will, liegt hier richtig.

Für wen welches Modell passt

  • Station Scientist: Für alle, die das Nachfüllen komplett automatisieren wollen und öfter mehrere Räume am Stück wischen.
  • Artist Premium: Für alle, die maximale Saugkraft und eine besonders schnelle 85 °C Heißluft-Trocknung wichtiger finden als die Auto-Nachfüllung.

Du bist Dir noch unsicher, welches Modell zu Dir passt? Schau Dir unsere Übersicht der besten Tineco Wischsauger im Test an und vergleiche alle Modelle direkt nebeneinander.

Fazit: Lohnt sich die Tineco Floor One S9 Station Scientist?

Ganz am Anfang haben wir die Frage aufgemacht: Hält die Station wirklich, was sie verspricht, oder macht sie am Ende doch Arbeit? Unsere ehrliche Antwort: fast alles.

Nachfüllen, Reinigungsmittel dosieren, Bürste selbst reinigen und trocknen, das nimmt sie Dir wirklich ab.

Beeindruckt hat uns besonders, wie rückstandslos eingetrockneter Kaffee und Ketchup schon nach zwei Überfahrten verschwanden.

Auch die streifenfreie Kantenreinigung durch die Abziehlippe hat uns überzeugt, ebenso der leise Quiet-Modus für die Reinigung am Abend.

Nur beim Schmutzwassertank musst Du selbst ran, und bei großen Haarbüscheln stößt das Anti-Tangle-System an seine Grenzen.

Wenn Du eine große Wohnung oder ein Haus hast, sich regelmäßig ordentlich Dreck ansammelt und das Budget für ein Premiumgerät übrig ist, dann ist die Tineco Floor One S9 Station Scientist eine sehr gute Wahl.

Sie nimmt Dir mehr Arbeit ab als fast jeder andere Wischsauger, den wir bisher getestet haben.

Häufig gestellte Fragen zum Tineco Floor One S9 Station Scientist Wischsauger im Test

  • Wie viel kostet der Tineco Floor One S9 Station Scientist?


    Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 899 Euro. Im freien Preisvergleich ist das Gerät teils bereits deutlich günstiger erhältlich.

  • Muss ich den Schmutzwassertank selbst reinigen?


    Ja. Die Selbstreinigung übernimmt Walze und Leitungen, den Schmutzwassertank musst Du aber weiterhin von Hand leeren und ausspülen.

  • Funktioniert das Anti-Tangle-System bei Tierhaaren zuverlässig?


    Bei normalen Haarmengen ja, sie landen sauber im Schmutzwassertank. Bei großen Haarbüscheln verheddert sich die Walze trotzdem gelegentlich.

  • Wie laut ist die Selbstreinigung der Station?


    Im Silent-Dry-Modus bleibt sie unter 40 dB, dauert dafür aber 45 Minuten statt 5. Die schnelle Heißluft-Variante bei 110 °C ist hörbar lauter.

Smart Home Produkte können das Leben vereinfachen, Probleme lösen, Prozesse optimieren und Dir einiges an Zeit ersparen. Zusätzlich machen die Geräte einen riesen Spaß! Ich stelle die Geräte auf die Probe und teile meine Erfahrungen sehr gerne mit Dir.

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